Die artgerechte Haltung der Deguse

Die artgerechte Haltung der Degus

Der Degus stammt ursprünglich aus Südamerika / Chile (chilenische Anden), dort leben freilebende Degus in selbst angelegten unterirdischen Tunnelsystemen, in der Nähe schützender Sträucher. Der Degus lebt in Gruppen, das sollte bei der Haustierhaltung unbedingt berücksichtigt werden. Eine Einzelhaltung eines Degus ist nicht artgerecht. Die Zusammenhaltung mit anderen Tierarten ist beim Degus nicht angebracht, da Körpersprache und Verhalten einzigartig sind und es mit anderen Tierarten schnell zu (gefährlichen) Missverständnissen kommt. Degus

sind neugierig, munter und eigenwillig. Degus sind untereinander sehr sozial eingestellt, sie spielen miteinander und pflegen sich gegenseitig. Doch Degus sind als Schmusetiere denkbar ungeeignet. Degus sind tagaktiv, wobei die Höhepunkte der Aktivität am frühen Morgen und am späten Nachmittag liegen. Sie sind das ganze Jahr über aktiv und halten keinen Winterschlaf.

Degus sind reine Pflanzenfresser, die in der Natur vorwiegend nur Blätter, Rinde und Samen von Sträuchern und Stauden zu sich nehmen. Die Fütterung des Degus sollte dementsprechend mit Pellets aus gemahlenem Getreide und Heu und zusätzlich vitaminreichen getrockneten Kräuter und Sämereien bestehen. Verstecken Sie das Degufutter hin und wieder, damit Ihre Degus die Instinkte benutzen, um schmackhaftes Futter über Nase und Augen zu entdecken.

Haltungsbedingungen der Degu

Die ideale Unterkunft orientiert sich an der Lebensweise der Degus in ihrer Heimat. Degus sind in freier Wildbahn Bodenbewohner , die sehr geschickt klettern und entsprechende Möglichkeiten auch gerne nutzen, doch gewisse Laufflächen sind ebenso wichtig, außerdem buddeln Degus gerne. Ideal sind daher möglichst große Grundflächen. Bei höheren Käfigen stellen großzügige Etagen (die die Grundfläche somit vervielfachen) einen gewissen Ausgleich dar. Der Handel bietet Unterbringungen für Nagetiere in den verschiedensten Variationen. Doch für Degus scheiden einige davon aus, da die Degus überaus talentierte Ausbrecher sind. Die ⇒ tierärztliche Vereinigung für Tierschutz empfiehlt für die Haltung von 2 Degus einen Käfig von mindestens 100 x 50 x 100 cm Größe. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass kleinere Käfige als tierschutzwidrig bezeichnet werden können. Im Deguforum hat sich als Mindestempfehlung inzwischen als Mindestmaß für 2-3 Degus 120 x 50 x 100 cm (LxBXH oder HxBxL) durchgesetzt. Die Käfige sollten in einem ruhigeren, rauch- und zugluftfreien Raum untergebracht werden. Degus sind Fluchttiere, weshalb zumindest eine Käfigseite von einer Wand oder ähnlichem geschützt sein sollte. Ganz wichtig ist auch der Schutz vor anderen Tieren - so manche Katze würde Gefallen an den Degus finden.

Degus genießen Sonnenbäder, doch direkte Sonneneinstrahlung auf den Käfig kann im Sommer, leicht zu einem Hitzschlag der Degus führen. Der Käfig-Platz direkt an der Heizung ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Die Käfige sollten erhöht stehen, damit die Tiere das Geschehen im Zimmer beobachten können. 

Die Zähne der Degus wachsen ständig nach, daher benötigen sie viel Beiß-Material um die Zähne abzuwetzen. Werden die Zähne zu lang, führt das zu Zahnfehlstellungen und verursacht Schmerzen und Entzündungen. Die Degus können ihre Nahrung nicht mehr richtig aufnehmen und verhungern früher oder später. Darum brauchen Degus geeignetes Nagematerial, wie Heu für einen gesunden Abrieb der Backenzähne. Für die vorderen Zähne sollten Sie Ihren Degus Zweige und Äste anbieten, die zeitgleich der Freizeitbeschäftigung dienen. Äste von Hartholzbäumen eigen sich hervorragend, vor allem Apfel- und Haselnussholz sind optimal für Degus.

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Die regelmäßige Gesundheitskontrolle verhindert manche Krankheiten beim Degus 

  • Die regelmäßige Überprüfung von Gewicht und Aussehen, Abtasten nach Geschwüren oder Blähungen und Wunden  
  • Die Augen sollten trocken und frei von Ausfluss sein, dasselbe gilt für die Nase, das Fell sollte glänzen, nicht fettig, nicht verklebt und nicht struppig sein, 
  • die Zähne sollten orange sein und nicht zu lang oder abgebrochen. Bei Verdacht auf Zahnprobleme beobachten Sie Ihren Degus bitte beim Fressen. Anzeichen sind oben unter Zahnprobleme beschrieben.

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