Krankheiten der Hamster

Hamsterkrankheiten 

Die meisten Hamsterkrankheiten sind auf Fehler der Hamster- Haltung zurückzuführen. Hamster erkranken nicht allzu häufig, aber selbst bei optimalen Haltungsbedingungen kann es zu Krankheiten der Hamster kommen. Wenn der Hamster ernsthaft erkrankt, sollter der Hamster schnellstmöglich zum Tierarzt! Je länger Sie warten, umso schwieriger wird es, dem kleinen Tier zu helfen. Grundsätzlich braucht der kranke Hamster unbedingt Ruhe, Vitamine, kontrollierte Temperatur, eventuell eine Rotlichtlampe, die aber nur teilweise den Käfig beleuchten sollte, damit

sich der Hamster an einem kühleren Platz zurückziehen kann.


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Die häufigsten Erkrankungen der Hamster

Ist ein Hamster krank, ist es wichtig, ihn schnell und kompetent zu behandeln. Die folgenden Unterseiten sollen es euch erleichtern, häufig auftretende Erkrankungen schnell zu erkennen. In jedem Fall sollte bei einem Verdacht auf eine Erkrankung ein Tierarzt schnellstmöglich aufgesucht gezogen werden. Bei einem gesunden Hamster sind die Augen klar und geöffnet, das Fell ist dicht und sieht gepflegt aus. Die Nase ist trocken, die Ohren sind sauber. Die Schwanzregion ist trocken und sauber. Die Figur idealerweise weder zu dick noch zu dünn.

Folgende Erkrankungen treten bei Hamstern vergleichsweise häufig auf:

  • Augenerkrankungen
  • Backentaschenprobleme
  • Blasenentzündung
  • Diabetes
  • Duftdrüsenentzündung beim Zwerghamster
  • Duchfallerkrankung
  • Erkältung
  • Gebärmutterentzündung
  • Hitzschlag
  • Leberzysten neurologische Defekte (Backflipping, Spinning)
  • Ovarialzysten
  • Parasiten
  • Pilzerkrankungen
  • Tumorerkrankungen
  • Zahnerkrankungen
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Augenprobleme beim Hamster

Auch die Augen des Hamsters können erkranken. Eine Krankheit, die auch andere Nager befallen kann ist Keratokonjunktivitis. Man erkennt sie daran, dass die Augen zunächst tränen und dann austrocknen. Ursache hierfür sind kleine Bakterien, begünstigt durch staubiges Streu oder kleine Augenverletzungen. Sie erkennen Augenentzündungen beim Hamster daran, dass sich um die Augen ein milchiger oder wässriger Ausfluss bildet. Rund um das Auge sind Verklebungen, Verkrustungen oder nasse Stellen. Wenn das Auge nicht behandelt wird, schwillt das Auge zu, der Hamster kann die Augen nicht mehr öffnen. Die Augenränder sind oft gerötet. Am Auge findet sich mitunter auch getrockneter Ausfluss, oder auch kahle Stellen. Alle Allgemeinerkrankungen (bakterielle Infektionen der Atemwege etc.) können mit einer Augenentzündung einhergehen! Staubige Einstreu kann die Augen reizen. Heuhalme, Stroh und Streu können die Augen verletzten, auch andere Fremdkörper können zu kleinen Verletzungen der Hornhaut führen. Entweder holen Sie sich vom TA Augensalbe für den Hamster, oder Sie nehmen ganz wenig Bepanthen Augensalbe um das Auge zu versorgen. 

Hat der Hamster häufiger tränende Augen, könnte es auf Backentaschen- Probleme hindeuten. Wenn die Backen-Taschen des Hamsters überladen sind, sie nicht geleert werden können oder entzündet sind, kann es zu Tränenfluss beim Hamster kommen. Kontrollieren Sie vorsorglich die Backentaschen! 

Quillt das Auge aus der Höhle oder ist es verdickt, kann eine Entzündung oder ein Tumor hinter dem Auge sein. Schauen Sie sich das Auge mit einer Lupe genau an. Vergleichen Sie, ob beide Augen betroffen sind - beidseitige Veränderungen sprechen für eine Infektion. Sollte nur ein Auge betroffen sein, könnte eine Augenverletzung vorliegen.

Fremdkörper im Auge des Hamsters
Steckt ein Fremdkörper im Auge des Hamsters, dass Sie nicht sofort selbst entfernen können, sollte das Tier zum Tierarzt. Beim Entfernen eines Fremdkörpers bei so kleinen Tieren kann eine falsche Bewegung das ganze Auge nachhaltig schädigen, darum bitte keine Experimente. Nur mit einer ruhigen Hand, während das Tier von einer zweiten Person fixiert wird. Zeige- und Mittelfinger werden dabei um den Hals des Hamsters gelegt, damit der Hamster den Kopf nicht wegdrehen kann, was er versuchen wird. Der Körper des Tierchens wird fest umschlossen, damit es sich nicht bewegen kann. Verwenden Sie eine Pinzette mit abgerundeter Spitze. Ist diese nicht zur Hand, dann halten Sie die Spitze vom Auge weg. Greifen Sie den Fremdkörper vorsichtig und ziehen Sie ihn mit einem Ruck heraus. Spülen Sie das Auge hinterher gut mit antibakterieller Tränenflüssigkeit. Stellen Sie das Tier schnellstmöglich einem Tierarzt vor, damit das verletzte Auge mit entsprechenden Medikamenten versorgt wird. Wird die Augenverletzung nicht behandelt, kann eine Infektion zur Erblindung des Auges führen.

Stark verklebte Augen des Hamsters
Sind die Augen des Hamsters sehr stark verklebt, sollten Sie die Augen sehr vorsichtig reinigen. Üben Sie dabei keinen Druck auf das Auge aus und reinigen Sie es nur, wenn wirklich kein Fremdkörper im Auge steckt! Verwenden Sie ein Kosmetiktuch oder ein Taschentuch zur Reinigung. Verwenden sie keine Watte! Watte fasert aus und diese Fasern reizen die Augen! Feuchten Sie das Tuch mit einer schwachen Kochsalzlösung aus der Apotheke an. Warmes Wasser oder entsprechende Augentropfen (künstliche Tränenflüssigkeit) können ebenfalls verwendet werden. Säubern Sie die Augen des Hamsters niemals mit Kamille, dass trocknet die Augen aus, die Schwebstoffe reizen die Schleimhäute mehr, als sie helfen.

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Backentaschenverstopfung und Verletzung der Backen des Hamsters

Bei der Fütterung von Schokolade, Gummibärchen und anderen Süßspeisen können die Backentaschen verkleben. Der Hamster muss dann schnellstmöglich zu einem Tierarzt, der die Backentaschen wieder ausräumt. Wenn sich der Kleine etwas Spitzes oder Scharfes in die Backentaschen gesteckt hat, kann er sich verletzen. Auch hier muss er zu einem Tierarzt, der die Backentaschen umstülpt, um die Wunden richtig zu versorgen. Unbehandelt kann in beiden Fällen eine Entzündung der Backentaschen die Folge sein.

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Bisswunde beim Hamster

Bisswunden können auftreten, wenn unbekannte Hamster zusammengesetzt werden. Wenn Hamster- Weibchen nicht paarungsbereit sind, und ein fremdes Männchen wird in ihr Revier gesetzt, versucht es, den „Eindringling“ mit Bissen zu vertreiben. Die Verletzungen befinden sich häufig in der Kopf-, Flanken- oder Afterregion. Bringen Sie den Hamster auf jeden Fall zum Tierarzt, wenn der Hamster blutet. Kleine Bisswunden und Kratzwunden sollten unbedingt sterilisiert werden, da Keime eindringen könnten, die zu Infektionen führt.  

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Borken bei Hamster

Beim sogenannten Lippengrind bilden sich hässliche Krusten und Borken an der Schnauze des Hamsters. Im Extremfall zieht sich die Erscheinung über das ganze Gesicht. Ursächlich sind Pilze und Bakterien, die durch Mangelerscheinungen oder zum Beispiel durch schlechtes Futter hervorgerufen werden.

Behandlung: Stellen Sie in leichten Fällen die Ernährung um - jedoch langsam, um Durchfall zu vermeiden! - und suchen Sie in schweren Fällen den Tierarzt auf.

 

kranke Hamster Hamsterkrankheiten Backentaschen der Hamster Schnupfen der Hamster Krankheiten der Hamster Abszesse Augenentzündung Speichelkrankheit Nassschwanzkrankheit Speichelkrankheit der HamsterDiabetes beim Hamster

Diese Krankheit ist nicht ganz so augenscheinlich wie manch andere hier beschriebene Erkrankung. Erhöhtes Körpergewicht, getrübte Augen und vermehrtes Wasserlassen können Hinweise auf Diabetes sein. Ursache ist meist eine falsche Ernährung. Zu viel Zucker und Fett in der Nahrung können Diabetes zur Folge haben. Die Diagnose kann jedoch nur der Tierarzt stellen. 

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Durchfall beim Hamster

Durchfall erkennt man am Tier selbst oft nicht, weil der Hamster sich als reinliches Tier sehr gründlich putzt. Im Nest und Gehege können Sie den Durchfall jedoch leicht erkennen: Der Kot ist dann meist schmierig oder breiig und riecht ungewöhnlich streng und stark. Durchfall tritt verhältnismäßig häufig auf und kann unterschiedliche Ursachen haben. Meist spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die eine Infektion zum Ausbruch bringen. Ursachen sind Bakterien, Viren und Einzeller (z.B. Colibacillose oder Salmonellose) - zum Ausbruch kommt es durch fehlende Hygiene im Käfig, Parasiten oder schlechtes Futter. Auch eine zu schnelle Umstellung des Futters kann die Ursache sein, gerade wenn sie den Hamster neu zu sich genommen haben. Vor allem junge Tiere müssen ganz langsam und allmählich an neues Futter gewöhnt werden, weil der Darm eine schnelle Umstellung nicht verkraftet. Auch wenn frisches Futter gespritzt und nicht ausreichend gewaschen wurde kann Durchfall auftreten. Zu nass darf das Frischfutter auch nicht sein.

Behandlung: Tritt bei Ihrem Hamster Durchfall oder verschmierter Kot auf und verhält er sich ansonsten normal, dürfen Sie ihm kein Frischfutter mehr reichen. Stellen Sie auf ungesüßten Tee, Haferflocken und Knäckebrot um. Hat sich nach einem Tag keine Besserung eingestellt, suchen Sie einen Tierarzt auf. Wahrscheinlich handelt es sich in diesem Fall um eine schwere Infektion, die durch einen Fachkundigen untersucht werden muss. 

Sofortmaßnahme bei leichtem Durchfall:

Geben Sie dem Hamster zunächst kein Saftfutter, machen Sie den Käfig sauber und sorgen Sie dafür, dass er viel Heu und getrocknete Kräuter zu Fressen bekommt. Außerdem sollten Sie den Hamster vor einer Austrocknung schützen. Achten Sie darauf, dass er regelmäßig trinkt. Trinken kann er in dem Fall normales Wasser oder abgekühlten Kamillentee sowie Pfefferminztee. Völlig weglassen sollten Sie Drops, Knabberstangen und ähnliches. Sollte sich der Durchfall nach 24 Stunden nicht verbessern bzw. hat der Hamster sehr starken Durchfall, dann sollten Sie so schnell es geht einen Tierarzt aufsuchen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt. Dann braucht der Hamster ein Antibiotikum. Nach der Antibiotikum-Gabe sollte der Hamster zusätzlich zur Stabilisierung der Darmflora ein Mittel mit dem Namen Bird Bene Bac bekommen. Fragen Sie ihren Tierarzt danach. Sollte der Hamster nicht fressen, können Sie ihm zum Aufpäppeln Baby Brei geben mit Gemüse, Reis, Hühnchen Fleisch o.ä. Wichtig ist, dass der Brei keinen Zucker und keinen Milchzucker enthält. Achten Sie auf die Packungsaufschrift. Sie können auch aus Haferflocken oder anderen Getreideflocken einen Brei herstellen. Dafür weichen Sie die Flocken in Wasser ein. Auf keinen Fall dürfen Sie Honig, Traubenzucker oder Haushaltszucker untermischen.

Sollte der Durchfall sehr stark sein oder der Hamster am nächsten Tag immer noch Durchfall haben, sollten  Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Sollte der Hamster öfter Durchfall haben, sollten Sie die Futterzusammenstellung Ihres Hamsters eventuell umstellen.

Tipp zur Breiernährung, wenn ein Hamster krank ist

  • 2-3 Teel. Alete Gemüsebrei (zartes Gartengemüse)
  • 0,5 - 1 Teel. Weizenschrot (feingemahlen)
  • 0,5 - 1 Teel. Instant-Haferflocken
  • 1/2 Zwieback, fein zerkleinert
  • 1-3 Tropfen Multivitamintropfen
  • 2 Teel. zermahlene Pellets, Grünrollis o.ö.
  • eventl. etwas Honig o. Traubenzucker

Alles mit Wasser oder Aminosäurelösung zu Brei verdünnen, mehrmals täglich in kleinen Portionen dem Hamster eingeben. Sie sollten zweimal täglich das Gewicht des Hamsters kontrollieren und notieren.

Achtung, dieser Brei ist nur zum Aufpäppeln der Hamster gedacht, die selbst nicht mehr in der Lage sind, Nahrung aufzunehmen. Das kann sein, dass sie einmal zu schwach sind (z.B. geschwächt durch eine Antibiotikagabe mit Behandlung) oder es kommt schon mal vor, dass einem Hamster ein Zahn abbricht und er deshalb keine Körner knacken kann. Nimmt der Hamster ab, so ist auf jeden Fall der Rat eines Tierarztes einzuholen.


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Erkältung des Hamsters

Die Symptome unterscheiden sich nicht von denen beim Menschen - Husten, Niesen, Keuchen, verklebte Augen. Der Käfig sollte an einem ausreichend warmen Ort stehen, außerdem dürfen Hamster weder Zufluft noch Feuchtigkeit ausgesetzt werden.

Behandlung: Hat sich das Tier erkältet, stellen Sie die Ursache fest und beseitigen Sie sie. Stellt sich innerhalb eines Tages keine Besserung ein, suchen Sie den Tierarzt auf.

Der Hamster hat Schnupfen

Durch Kälte oder Zugluft oder auch starke Temperaturschwankungen kann der Hamster einen Schnupfen  bekommen oder sogar an einer Lungenentzündung erkranken. Sie erkennen die Erkältung an der Atmung des Hamsters, es hört sich an wie ein leises Pfeifen. Dazu kommen Niesen, Schnupfen und Futterverweigerung. Manche Hamster leeren dann auch ihre Backentaschen unkontrolliert und vernachlässigen sich. Bei leichtem Schnupfen (Pfeiftöne beim Atmen) sollten Sie dem Hamster Vitaminpräparate geben, Raumtemperatur kontrollieren bei 20°C, für Ruhe sorgen. Zeigt sich in den nächsten Stunden keine Besserung oder hat das Tier weitere Beschwerden, gehen Sie bitte sofort zum Tierarzt.

Niesen der Hamster

Niesen kann aufgrund einer Allergie des Hamsters auftreten, z.B. gegen das Streu oder auch das Heu. Wenn Sie neues  Streu oder einen neuen Hamster haben, sollten Sie erst einmal testen, ob Ihr Hamster hierauf eine allergische Reaktion zeigt. Niesen kann auch der Anfang einer Lungenentzündung sein, die bei rechtzeitiger Behandlung geheilt werden kann.

 

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Gelenkentzündungen der Hamster

Bei Vitamin E Mangel des Hamsters kann zu Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates des Hamsters oder auch zu Gelenkentzündungen führen. Dann sollten Sie dem Hamster entsprechendes Futter wie Weizenkeime, Haferkeime oder Hafer, Quark oder Joghurt, frisches Obst oder Gemüse anbieten.

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Hautpilzerkrankungen der Hamster

Eine Pilzerkrankung erkennt man an Rötungen oder kleine Bläschen auf der Haut sowie Krusten oder kreisrunde kahle Stellen. Meist beginnt es mit Haarausfall, den man durch eine runde, freiliegende Stelle erkennt. Auffallend ist ein besonders starker Juckreiz. Die Hautpilzerkrankung erfolgt durch nur zum Teil aus Haltungsfehler, wie z.B. falsches Einstreu. Allerdings befällt der Pilz vor allem geschwächte Organismen. Pilzsporen können fast überall vorhanden sein ohne dass ein Tier krank wird. Ist der Hamster geschwächt,kann die Pilzerkrankkung ausbrechen. Sie ist auch auf dem Menschen durch Hautkontakt übertragbar.

Deshalb sollten Sie unbedingt Ihre Hände nach der Berührung mit einem an einer Pilzerkrankung leidenden Tier sauber waschen und desinfizieren. Eine Hautpilzerkrankung kann nur von einem Tierarzt diagnostiziert werden, indem er ein Hautschabsel der betroffenen Stelle des Hamsters in eine Nährlösung legt. Dann muss man ein paar Tage warten und kann ganz sicher sagen, ob der Hamster an einer Pilzerkrankung leidet oder nicht. Eine Pilzerkrankung ist sehr hartnäckig. Auch wenn die äußeren Anzeichen weggehen, so ist der Pilz meist unerkannt noch vorhanden. Deshalb sollte man mit einer Pilzbehandlung nicht zu früh aufhören. Nicht alle Hautveränderungen sind Pilzkrankheiten, deshalb ist eine genaue Untersuchung wichtig. 

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Hirnhautentzündung (LCM) beim Hamster

Hamster bis zu einem Alter von 3 Monaten können Hamster diese Krankheit auf Babys im Mutterleib übertragen. Die Ansteckung erfolgt durch Körperflüssigkeit, z.B. eine Bissverletzung. Schwangere sollten von der Anschaffung eines neuen Hamsters verzichten. Heutzutage stammen die Hamster meist aus LCM-freien Zuchten. 

 

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Knochenbrüche des Hamsters

Knochenbrüche des Hamsters entstehen durch Abstürze. Diese sind durch Unachtsamkeit der Menschen verursacht oder durch fehlerhafte  Einrichtung des Käfigs sowie zu hohen Käfigen.

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Lymphozytäre Choriomeningitis (LCM) / Hirnhautenzündung

Die Krankheit tritt zwar sehr selten auf, ist jedoch auf den Menschen übertragbar. Es handelt sich hierbei um einen Virus, der häufig zwischen dem dritten und sechsten Monat auftritt. Die Ausscheidung und somit auch die Übertragung der Erreger erfolgt über Kot, Urin, Milch und Speichel und ist nur bis zum dritten Monat möglich. Ältere Tiere werden nicht von der Krankheit befallen. Symptome sind beim Hamster kaum bis gar nicht zu erkennen. In Einzelfällen kommt es zu Entwicklungsstörungen, Streckkrämpfen, Lähmungen oder Bindehautentzündung. Der Tierarzt kann die Krankheit mithilfe eines Bluttests diagnostizieren. Nach einer dreiwöchigen Behandlung hat es der Kleine meist überstanden. Infiziert sich ein Mensch mit diesem Virus, sind die Krankheitsanzeichen ähnlich wie bei einer Grippe: Fieber, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Es ist jedoch auch eine schwere Verlaufsform möglich, bei der es zu einer Hirnhautentzündung oder Meningozephalitis (Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten) kommen kann. Schwangere Frauen sollten auf die Anschaffung eines Hamsters verzichten, da der Virus auch auf den Fötus übertragen werden kann, wenn sich die werdende Mutter selber angesteckt hat. Hierbei kann es zu Missbildungen und Fehlgeburten kommen. Um eine Ansteckung vorzubeugen, sollte der kleine Nager aus einer LCM-freien Zucht stammen. 

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Läuse beim Hamster

Läuse führen zu starkem Juckreiz. Die Tierchen kann man mit bloßem Auge erkennen und besonders die  Nissen (Eier) der Läuse sehen aus wie Schuppen, die man aber auch mit der Hand nicht wegbekommt. Sie scheinen an den Haaren zu kleben. Läuse sind sehr ansteckend und können auch auf den Menschen übertragen werden oder auch auf andere Tiere. Stellt der Tierarzt einen Läusebefall fest, wird er Ihnen ein Spray o.ä. verschrieben. Sie sollten auch Ihre Kleidung und Ihre Haare in dem Fall gut auf Läuse und Nissen hin untersuchen und ggf. sich selbst in der Apotheke ein Mittel holen. Wenn die Läuse abgestorben sind, befinden sich dort immer noch die Nissen, da diese sich nicht zerstören lassen. Sie sollten dementsprechend weiter die Bekämpfung in regelmäßigen Abständen wiederholen bis alle Larven aus den Eiern geschlüpft sind. Es ist wesentlich einfacher, zur Vorbeugung ein Ungeziefer-abweisendes Mittel einzusetzen. Hierfür eignen sich umweltfreundliche Hanfprodukte, wie z.B. die Hanfmatte oder Hanfstreu speziell für Nager aufbereitet oder andere Mittel.

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Milben

Eine weitere Hauterkrankung ist ein Räudemilbenbefall. Die Haut wird borkig und hart und auch hier leidet der Hamster unter starkem Juckreiz und ist sehr reizbar. Ein Grund kann sein: Unterversorgung an Vitamin A und E. Milben erkennt man ebenfalls oft an Haarausfall, teilweise Juckreiz. Manchmal erkennt man die Milben schon mit bloßem Auge, dann ist die Diagnose einfach. Es gibt aber auch Milbenarten, die man nicht mit bloßem Auge erkennen kann. Dann muss der Tierarzt eine genaue Diagnose stellen bevor mit einer Behandlung begonnen wird. Nicht immer geht ein Milbenbefall mit einem Juckreiz einher. Zur Vorbeugung, weil ungezieferabweisend eignen sich Hanfprodukte, wie z.B. Hanfmatten oder Hanfstreu. 

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Nassschwanzkrankheit

Sehr junge Hamster (unter 8 Wochen) können an der Nassschwanzkrankheit erkranken. Das Fell im Bereich des Schwanzes ist großflächig feucht, eventuell begleitend durch einen Mastdarmvorfall. Hier kann ein Antibiotikum noch helfen, wenn man sofort zum Tierarzt geht. Ursache ist oft Stress (Futterumstellung oder falsches Futter, zu kleiner Käfig, zu frühe Trennung von der Mutter). Meist sterben die Tiere an dieser Krankheit, weil Hamsterhalter zu spät zum Tierarzt kommen. Hamster, die älter als 8 Wochen sind, erkranken in der Regel nicht mehr an dieser Krankheit.

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Salmonellose beim Hamster

Bei verschmutzter Einstreu oder Futter kann der Hamster unter Salmonellose erkranken. Es handelt sich um  eine seltene, aber ansteckende Krankheit. Der Hamster hat Durchfall und verweigert das Fressen. Der Hamster muss sofort zum Tierarzt, das Tier kann sonst innerhalb weniger Tage sterben. Bei Durchfall kein Frischfutter geben, am Besten nur Heu oder Kräuter und Wasser. Sollte es dem Hamster am nächsten Tag nicht besser gehen, könnte eine ernste Erkrankung dahinterstecken. Sie sollten mit dem kranken Tier zum Tier

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Speichelkrankheit der Hamster

Der Hamster kann an eine Virusinfektion, der Speichelkrankheit, leiden. Diese zeigt sich durch  Mumps-ähnliche Symptome, eventuell durch Lähmungen des Hamsters, dann ist der sofortige Gang zum Tierarzt notwendig.

 

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Tumore beim Hamster

Unabhängig von Haltungsbedingungen und Ernährung können Hamster an Tumoren erkranken. Sie können gut- und bösartig sein und im und am ganzen Körper des Hamsters vorkommen. Manchmal sieht man sie auf der Haut oder kann sie unter der Haut fühlen. Manche Tumore bemerkt man jedoch nicht. Wer eine Veränderung an seinem Hamster bemerkt, sollte zum Tierarzt, der erst einmal herausfindet, worum es sich überhaupt handelt und ob eine Operation möglich und nötig ist.

 

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Verletzungen

Kleinere Verletzungen wie Bisswunden heilen meist schnell. Eine Behandlung der Wunde ist nicht nötig, da Hamster die Heilung durch stetes Lecken selbst fördern. Auf Stürze reagieren Hamster meist mit Schock und bleiben regungslos liegen. Legen Sie das Tier daraufhin in seinen Käfig zurück und beobachten es. Dauert der Zustand des Schocks sehr lang, muss ein Tierarzt hinzugezogen werden. Wieder auf den Beinen, müssen Sie auf ungewöhnliche Bewegungsabläufe bzw. Veränderungen im Gangbild achten. Diese könnten auf Brüche oder innere Verletzungen hinweisen. Auch in diesem Fall ist der Tierarzt aufzusuchen.

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Zahnprobleme 

Die Nagezähne der Hamster müssen ständig abgenutzt werden um eine Nahrungsaufnahme zu gewähren.

Die Nagezähne der Hamster wachsen ständig nach und müssen deshalb immer wieder abgenutzt werden. Geschieht dies nicht oder in zu geringem Maße, deformieren sie oder brechen ab. Bei einer Deformierung muss ein Tierarzt die Zähne beschneiden oder den Hamster einschläfern, da die Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist. Brechen die Zähne ab, geben Sie dem Tier eine Mischung aus Mineralstoffen, um das Wachstum zu fördern.

Prävention: Zur Vorbeugung sollte der Hamster stets genug Holz und hartes Futter zum Knabbern haben. Normale Zähne sollten so zueinanderstehen, dass sie sich beim Knabbern gut abnutzen können. Von der Farbe her sollte die Zahnvorderseite gelb bis orange sein. Behalten Sie die Zähne des Hamsters immer gut im Auge, reguliert sich die Zahnabnutzung nicht von selbst, gehen Sie auf jeden Fall sofort zum Tierarzt. 

Karies beim Hamster

Durch zu süße Ernährung (Drops, Knabberstangen, Nagergebäck u.ä.) kann der Hamster, das er sich nicht die Zähne putzen kann, an Karies leiden. Das führt zu einer Entzündung des Zahnfleisches, die sich innerlich ausbreitet und das Auge herausdrückt. Hier sollte schnellstens Antibiotika verabreicht werden, sobald es diagnostiziert wird.

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Bei folgenden Auffälligkeiten empfiehlt sich der Gang zu einem Tierarzt: 

  • Auge tränt, wird zugekniffen oder ist verklebt/gerötet
  • kahle oder lichte Stellen im Fell / struppiges Fell
  • gerötete, schuppige Haut
  • das Fell um den After/Schwanzbereich herum ist nass bzw. verklebt/verschmutzt
  • plötzliche starke Gewichtszu- oder abnahme
  • verschmutzte oder krustige Ohren
  • feuchte Nase / Niesen oder Atemgeräusche
  • der Hamster frisst nicht/schlecht oder leert seine Backentaschen nicht mehr
  • plötzliche Inaktivität / Apathie
  • Zittern kann auf Schmerzen hindeuten
  • sichtbare oder ertastbare Geschwüre / Beulen
  • blutige / verkrustete Stellen am Körper

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Wann und womit sollten Hamster aufgepäppelt werden?

Das Gewicht unserer Hamster ist ein guter Indikator für ihre Gesundheit des Tierchens. Ein Hamster, der aus unbekannten Gründen Gewicht verliert, muss unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden – Päppeln ersetzt auf keinen Fall den Tierarztbesuch! Wenn der Tierarzt eine Diagnose erstellt und Medikamente verschrieben hat, dann kann man damit beginnen, den Hamster parallel zur Therapie zu päppeln.

Aufpäppeln der Hamster 

  • bei Krankheit (z.B. zum Verabreichen von Antibiotikum)
  • bei Untergewicht (z.B. bei Kleinanzeigen-Notfellchen, denen nicht mehr fehlt als ein gesundes Gewicht)
  • bei Zahnproblemen
  • nach Operationen
  • während der Schwangerschaft/nach der Geburt/zur Aufzucht
  • wenn das Tier älter ist und rasch an Gewicht verliert
  • Bei Zwerghamstern sollten Sie die Diabetes- Gefahr beachten. 

    In Akutfällen ist es aber immer wichtiger, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen und Nahrung in das Tier zu bekommen.

     Gepäppelt werden kann z.B. mit: 

  • Hirsebrei (entweder zum Anrühren aus der Babyabteilung oder selbstgekocht und abgekühlt) angereichert mit gemahlenen Nüssen und Ölsaaten

  • Buchweizenbrei (selbstgekocht und abgekühlt mit mit gemahlenen Nüssen und gemörserten Ölsaaten angereichert)
  • Gemüsebrei bzw. Fleischbrei aus dem Gläschen (z.B. Pastinake) – muss frei von Gewürzen und ohne Zwiebeln und Lauch sein – da Gemüsebrei nicht viele Kalorien enthält, sollte er ebenfalls mit geriebenen Nüssen und gemörserten Ölsaaten angereichert werden 7-Korn-Brei, mit Ölsaaten und Nüssen angereichertGemüse- und Obstgläschen alleine enthalten kaum Kalorien und sollten zwingend mit Ölsaaten und Nüssen bzw. Schmelzflocken angereichert werden. (die Gläschen sollten frei von Zucker, Gewürzen, Lauch/Zwiebeln, Steinobst und exotischen Früchten seinSchmelzflocken mit Wasser als „Porridge“ gekocht und abgekühlt

In Extremfällen kann auch z.B. auf Schmelzflocken, 7-Korn-Brei, Quark und andere, an sich wegen der Diabetesgefährdung nicht geeignete Dinge, zurückgegriffen werden – das sollte aber die Ausnahme sein und nur dann genommen werden, wenn das Tier nichts anderes mehr frisst. 

Wenn der Hamster die Nahrung verweigert, bitte nicht zwangsernähren – denn wenn die Nahrung in die Luftröhre kommt, kann das zum Tod des Hamsters führen. Wenn das Tier weder Nahrung noch Wasser zu sich nimmt, sollten Sie sofort mit dem Hamster einen Tierarzt aufsuchen! 


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Lebenserwartung der Hamster

Die Angaben zur Lebenserwartung des Hamsters sind unterschiedlich. Es gibt Hamster, die bestimmte Altersgrenzen weit überstreiten und andere Hamster, die schon sehr früh von uns gehen. Dies kann auch bei optimalen Haltungsbedingungen passieren, da man z.B. genetische Defekte durch Überzüchtung oder auch manche Krankheiten geschehen. Durchschnittlich werden Hamster bis zu 1 1/2 bis 2 1/2 Jahre alt.


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