Gesunde Kleintiere

Gesunde Kleintiere

Bei der Gesundheit der Kleintiere ist die artgerechte Haltung und abwechslungsreiche, gesunde Ernährung des Tieres Voraussetzung für das Wohlergehen des Tieres. Jede Kleintier-Art lebt in Ihrem natürlichen Lebensraum auf ihrer individuellen Weise. Die artgerechte Haltung sollte diesem natürlichen Lebensformen möglichst nahe kommen, und die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Kleintier-Arten hinsichtlich der Ernährung, Impfungen, Bewegungsbedarf, Parasiten- Bekämpfung und sinnvolle Impfungen der Kleintiere berücksichtigen.

Impfungen spielen in der Gesundheits-Prophylaxe der Kleintiere nach wie vor eine wichtige Rolle. Sie sollten die Impfungen durchführen, die je nach Kleintierart empfohlen wird, um die Grundimmunisierung gegen infektiöse, bekannte Krankheiten zu sichern. Weitere Impfungen sind je nach Lebenssituation des Kleintieres notwendig. Da immer mehr Menschen mit ihren Tieren international verreisen - und/oder auch immer mehr Kleintiere aus dem Ausland importiert werden - entsteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr für sehr junge und sehr alte Kleintiere, die häufig noch keinen ausreichenden Impfschutz besitzen oder deren Immunsystem noch nicht - oder nicht mehr - voll funktionsfähig ist.

Futter der Kleintiere

Jede Kleintier-Art stellt seine individuellen Ansprüche an sein artgerechtes Futter. Deshalb ist es wichtig, das optimale Futter für das richtige Tier möglichst so auszuwählen, wie das Tier es naturgemäß zur Verfügung hat. Als Hauptnahrung empfiehlt sich das im Zoofachhandel erhältliche Fertigfutter, individuell je nach Kleintier-Art. Darin enthalten sind unterschiedliche Körnersorten sowie Preßpellets und Grünfutter. Als Grundnahrungsmittel sollten auch Heu, Körner und Kraftfutter zur Verfügung stehen. Erfahrungsgemäß bestehen trotz Frische und Qualität der gekauften Futtermittel häufig Unausgewogenheiten zu Lasten der Mineralien und Vitamine. Gravierende Fehlversorgungen werden insbesondere bei Jungtieren, aber während der Trächtigkeit/Säugezeit deutlich. Eine besonders wichtige Rolle in der Ernährung von Nagetieren, wie Meerschweinchen oder Kleintieren, wie Kaninchen, kommt Frischfutter wie Löwenzahn, Mohrrüben und anderen Gemüsesorten und Früchten für die Nagetier - Ernährung zu, hierbei ist auf Sauberkeit, Schadstoff- und Düngemittelfreiheit zu achten. Die Gewöhnung an Frischfutter sollte in langsamen Etappen erfolgen, da die Nagetiere bzw. Kleintiere sonst leicht Verdauungstörungen, Blähbauch oder Durchfall bekommen. Der Bedarf des Futters ändert sich mit dem Alter des Tieres, eine nachlassende Aktivität erfordert weniger Energie im Futter.

Operationen von Tieren

Manchmal ist es leider notwendig, sein Tier operieren zu lassen. Die Vor- und Nachsorge ist dabei sehr wichtig.

  • Bitten Sie den Tierarzt, das frisch operierte Tier auf einem Wärmekissen zu lagern, eventuell eigenes mit abgeben.
  • Bevor Sie das Tier wieder mit nach Hause nehmen, sollte es aus der Narkose erwacht sein. Schläft das Tier noch, könnten Komplikationen auftreten mit denen Sie als Halter überfordert sind. Ein guter Tierarzt gibt Tiere erst wieder mit, wenn die Tiere wach sind und erklärt Ihnen, wie Sie die Nachsorge durchführen müssen.
  • Auf dem Nachhauseweg und bis die Narkose völlig abgeklungen ist, muss das operierte Tier gewärmt werden. Wärmflaschen, Decken mit in den Transporter, Box oder Käfig bis das Tier wieder putzmunter ist. Damit diese Wärmflasche von einigen Tierarten nicht angenagt wird, wickeln Sie es vorsorglich in ein Handtuch.
  • Beobachten Sie das Tier gut. Fängt es von selber an zu Fressen? Frisst das Tier nicht, sollten Sie nach einer Toleranz- Zeit bei einigen Tierarten eine Zwangsernähung durchführen
  • Nach der OP sollten Kleintiere statt Einstreu etwa eine Woche Handtücher/Küchentücher im Käfig als Untergrund haben, um zu verhindern, dass Staub und Streu an die frischen Wunden gelangt.
  • Die Wunden müssen täglich kontrolliert werden, sitzen die Fäden, sind Entzündungen zu sehen? Fängt die Wunde an zu bluten oder hat das Tier sichtbare Schmerzen, sollten Sie unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen!

 

 

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