Impfungen bei Hasen und Kaninchen

Auch bei Hasen und Kaninchen sollten Impfungen den Lebensumständen des Kaninchen angepasst werden. Kaninchen und Hasen, die ins Freie kommen (gilt auch für Balkon), Kaninchen die in ländlicher Umgebung leben und Hasen und Kaninchen, die mit rudelfremden Kaninchen in Kontakt kommen, müssen unbedingt geimpft werden. Bei Kaninchen, die nur in der Wohnung gehalten werden,  raten einige Veterinäre und Tierkliniken von Vorsorge-Impfungen ab, weil jede Impfung auch ein

Risiko birgt. Aber es gibt eben genug Fälle in denen es dringend angeraten ist. Am besten Sie fragen einen Kaninchen-erfahrenen Tierarzt, inwieweit er einen Impfschutz für Ihr Kaninchen empfiehlt.

 

3 wichtige Impfungen gegen Kaninchenkrankheiten

RHD | Chinaseuche (Rabbit Haemorrhagic Disease)

RHD heißt auch Chinaseuche, da der Virus ursprünglich aus Asien kommt. Sie ist sehr ansteckend und endet tödlich für die oinfiziereten Hasen und Kaninchen. Die Inkubationszeit (Ansteckungszeitraum) beträgt 24 bis 72 Stunden (1 bis 3 Tage). Übertragen wird das Virus  durch blutsaugende Insekten wie Stechmücke und vom Kaninchenfloh, aber auch durch Milben, Zecken und Läuse. Eine Übertragung durch Futter ist ebenfalls möglich, vor allem gesammeltes Grünfutter steht in Verdacht RHD zu übertragen. Fliegen können ebenfalls RHD übertragen. Der Calicivirus verbreitet sich von Tier zu Tier, über Speichel, Kot, Urin. Aber auch von Kaninchen zu Kaninchen oder von Mensch zu Kaninchen wird RHD übertragen, da eine Tröpfcheninfektion möglich ist.

Ein Tier, das an der Chinaseuche erkrankt ist, wird apathisch, bekommt Atemnot und Fieber, es blutet aus den Nasenöffnungen und erstickt letztendlich qualvoll. Die Krankheit ist unheilbar, aber Antibiotika und andere Medikamente werden unterstützend eingesetzt. Überlebt ein Tier den Calicivirus, überträgt es auch noch Monate nach der Erkrankung das Virus. Auch die perfekteste Hygiene bietet keinen Schutz vor dem Calicivirus, sondern nur eine Impfung. Kaninchen können ab der etwa achten Lebenswoche geimpft werden. Nach einer Grundimmunisierung durch zwei Impfungen, reicht eine jährliche Auffrischung des Impfschutzes. RHD ist nicht auf den Menschen übertragbar. 

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Kaninchenpest | Kaninchenseuche oder Myxomatose

Die Kaninchenpest oder Myxomatose kommt aus Südamerika. Eine Myxomatose beim Kaninchen (Kaninchenpest, Kaninchenseuche) ist eine Erkrankung, die durch Viren (Leporipox-Viren) ausgelöst wird. Eine Myxomatose ist für Kaninchen sehr ansteckend. Überträger der Viren sind Insekten, vor allem Kaninchenflöhe und Stechmücken. Die Kaninchen können sich auch durch direkten Kontakt mit erkrankten Artgenossen oder über mit Erreger beschmutztes Futter anstecken. 

Viele Wildkaninchen sind auch in Deutschland erkrankt – deshalb ist äußerste Vorsicht geboten, wenn Sie ein Kaninchen finden, das die folgenden Symptome aufweist: geschwollene Augenlider oder geschlossene, verquollene Augen, Schwellungen an Kopf und Genitalien. Kaninchen stecken sich indirekt mit der Kaninchenpest nicht nur ihre Artgenossen an – über Insekten wie Kaninchenflöhe oder Stechmücken werden die Viren weiter verteilt. Beißt ein Floh bzw. sticht eine Mücke ein mit Kaninchenpest oder Myxomatose infiziertes Kaninchen, nimmt das Insekt mit dem Blut jeweils auch die Myxomatose-Viren auf. Mit der nächsten "Blutsmahlzeit" überträgt das Insekt dann die Viren auf ein gesundes Kaninchen.

Die Kaninchen können sich auch durch direkten Kontakt mit Artgenossen und mit Kaninchenpest / Myxomatose- Erregern befallenem Futter anstecken. Die Kaninchenpest tritt vor allem in wärmeren und feuchten Monaten  (Juli / August) auf. 

Risiken einer Myxomatose-Infektion beim Kaninchen

    • Kaninchen-Ausstellungen
    • Reisen mit Kaninchen
    • Enge Tierhaltung und Kaninchen mit Flohbefall
    • Mit Insekten und Erregern verunreinigtes, mit Myxomatose  infiziertes Futter
    • Nicht geimpfte Kaninchen ermöglichen die Verbreitung vom Myxomatose-Virus
    • Kontakt mit anderen erkrankten Kaninchen
    • In seltenen Fällen kann eine Myxomatose-Impfung zu einer (meist leichten) Kaninchenpest führen

Ohne Impfschutz liegt die Heilungsrate der Kaninchenpest oder Myxomatose bei nur knapp 20%. Zur Grundimmunisierung sind zwei Impfungen erforderlich, danach reicht halbjährlich eine Auffrischung. Die Myxomatose ist nicht auf den Menschen übertragbar.

 

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Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa cuniculi)

Der ansteckende Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa cuniculi) ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Luftwege der Kaninchen. Beim Kaninchenschnupfen handelt es sich um eine ansteckende, bakterielle Erkrankung der Atemwege der Kaninchen. Kaninchenschnupfen zeigt die gleichen Symptome wie eine normale Erkältung, also Schnupfen, Niesen, Nasenausfluss, schwere Atmung, Bronchitis, Lungen- und Ohrenentzündung. Später wird das Niesen von flüssigem, zunächst klarem, später eitrigem Nasenausfluss begleitet. Das Sekret verklebt das Fell um die Nase. Da sich die mit Kaninchenschnupfen infizierten Kaninchen mit den Pfoten diese Region ständig putzen, ist das Fell hier ebenfalls oft verklebt oder fehlt sogar und die Haut ist wund gerieben.

Beim Kaninchenschnupfen können Atemgeräusche wie Rasseln oder Röcheln auftreten, im schlimmsten Fall fängt das Kaninchen an, durch das Mäulchen zu atmen, wenn der Schleim die Nase verstopft. Kaninchenschnupfen wird oft noch begleitet von entzündeten, nässenden Augen und einem verschlechterten Allgemeinzustand des Tieres. Die Kaninchen werden lustlos, müde und fressen oft auch schlechter. Das Fell der Kaninchen kann an Glanz verlieren und struppig werden. Kaninchenschnupfen ist schwer von einer normalen Erkältung zu unterscheiden.

Als bakterielle Erreger des Kaninchen-Schnupfens gelten Pasteurella multocida, Bordetella bronchisepica und Staphylococus. Die Ansteckung eines Kaninchens wird begünstigt, wenn bei der Haltung der Kaninchen die Hygiene nicht sonderlich viel Beachtung findet, durch andere Kaninchen (neue Tiere) oder andere Haustiere. Eine Behandlung des Kaninchen-Schnupfens mit Antibiotika ist möglich, bringt aber oft nur Linderung.

Die Impfungen gegen Kaninchen-Schnupfen erfolgen durch eine Grundimmunisierung, in der zwei mal geimpft wird und der regelmäßgen, jährlichen Auffrischung der Impfung. Die Impfung gegen Kaninchenschnupfen sollte nicht gleichzeitig mit der Myxomatose- oder RHD- Impfung erfolgen. Der Kaninchenschnupfen ist nicht auf den Menschen übertragbar.

 

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