Krankheit der Maus

Krankheiten bei Mäusen

Krankheiten lassen sich bei der artgerechten Haltung von Tieren kaum vermeiden, dementsprechend können natürlich auch Mäuse erkranken. Einige Mäuse-Krankheiten sind auf falsche Haltung zurückzuführen. Die kranke Maus braucht vor Allem Ruhe, kontrollierte Temperatur, Vitamine, eventuell eine Rotlichtlampe, die aber nur eine Ecke des Käfigs beleuchten darf, damit sich die Maus auch zurückziehen kann.

Da es selbstverständlich ist, mit einem kranken Tier zum Tierarzt zu gehen, wird nicht jedesmal darauf hingewiesen.

 

Gewichtsverlust bei Mäusen

Ein deutlicher Gewichtsverlust kann auf Krankheit oder Stress der Tiere hinweisen. Gewichtsschwankungen um 5 g die Woche bei Mäusen sind normal. Zu dünne Tiere haben hervorstechende Knochen. Nehmen alle Tiere aus einer Gruppe ab, könnte eine Mangelerscheinung vorliegen, überprüfen Sie bitte die Fütterung und Futter-Zusammenstellung.


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Kahle oder schorfige Stellen im Fell sowie häufiges Kratzen der Mäuse und Ratten

  • Kahle und schorfige Stellen weisen auf Pilzbefall, seltener auf einen Parasitenbefall hin.
  • Ist das Fell gesträubt und nicht geputzt, kann das auf eine Krankheit oder hohes Alter hinweisen.
  • Struppiges und glanzloses Fell könnte ein Zeichen vom Fettmangel sein.
  • Es gibt jedoch auch kahle Stellen, wenn die Maus bzw. die Ratte sich Haare ausgerissen oder abgeschabt hat, weil sie hängengeblieben ist.  


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Pilzbefall bei Mäusen 

Bei Mäusen kommen am häufigsten die Ring- oder Glanzflechte vor (Trichophyton mentagrophytes), seltener finden sich auch andere Microsporum Arten. Besteht der Verdacht auf Pilz bei den Tieren, sollten Sie es dringend vom Tierarzt untersuchen lassen, da diese Pilzarten auf den Menschen übertragbar sind! Deshalb sollten befallene Tiere sofort in Quarantäne (Extra-Unterkunft) und die Tiere ALLE vorsorglich nur noch mit Handschuhen anfassen! Äußerste Sauberkeit und Hygiene ist Pflicht! Sollten Sie selbst Hautrötungen oder Ausschlag bekommen, ist unverzüglich ein Hautarzt aufzusuchen. 


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Hautpilz bei den Mäusen

Eine Pilzerkrankung erkennt man an Rötungen oder kleine Bläschen auf der Haut sowie Krusten oder kreisrunde Kahlstellen bei den Mäusen. Meist beginnt es mit Haarausfall, den Sie durch eine runde, freiliegende Stelle erkennen. Auffallend ist ein besonders starker Juckreiz bei der Maus. Die Hautpilzerkrankung erfolgt durch nur zum Teil aus Haltungsfehler, wie z.B. falsches Einstreu. Allerdings befällt der Pilz vor allem geschwächte Organismen. Pilzsporen sind fast überall vorhanden, ohne dass ein Tier krank wird. Ist die Maus geschwächt, kann die Pilzerkrankung ausbrechen. Eine Hautpilzerkrankung kann nur sicher von einem Tierarzt festgestellt werden, indem er ein Hautschabsel der Stelle macht, er nimmt also ein ganz kleines Stück der Haut, und legt dieses in eine Nährlösung. Dann muss man ein paar Tage warten und kann ganz sicher sagen, ob der Hamster an einer Pilzerkrankung leidet oder nicht. Eine Pilzerkrankung ist sehr hartnäckig. Auch wenn die äußeren Anzeichen weggehen, so ist der Pilz meist unerkannt noch vorhanden. Deshalb sollte man mit einer Pilzbehandlung nicht zu früh aufhören. Nicht alle Hautveränderungen sind Pilzkrankheiten, dehalb ist eine genaue Untersuchung wichtig.

Sie sollten sich die Hände nach der Berührung mit einem an einer Pilzerkrankung leidenden Tier gut waschen und desinfizieren.


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Veränderte Augen der Mäuse

Verklebte, ständig geschlossene, trübe, graue oder verdickte sowie anderweitig veränderte Augen der Mäuse und Ratten sind ein Krankheitszeichen. Es könnte eine Bindehautentzündung oder Verletzung der Augen vorliegen.


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Vorderzähne der Maus sind zu lang oder abgebrochen

  • Die Zähne müssen so zueinander stehen, dass sie sich gut abnutzen können.
  • Die Vorderseite der Schneidezähne sollte gelb bis orange sein.
  • Sind die Zähne zu lang, bieten Sie den Tieren mehr zum Nagen an, Zweige oder harte Hundekuchen eigenen sich gut bei Mäusen und Ratten.
  • Ist ein Zahn abgebrochen, achten Sie bitte darauf, ob das Tier genug frisst. Wenn sich die Zähne des Tieres weiterhin normal abnutzen, dann reguliert sich das von selbst, sonst sollte der Tierarzt eingeschaltet werden. Kann das Tier keine Nahrung mehr aufnehmen, müssen Sie es Zwangsernähren.


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Starke Flankenatmung, Niesen, knackende Geräusche bei der Atmung, Aktivitätsverlust sind deutliche Hinweise für Atemwegserkrankungen der Tiere. 

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Kopfschiefhaltung und verklebte, schuppige Ohren der Maus

  • Verklebte Ohren weisen auf eine Infektion im Innenohr der Maus bzw. Ratte hin. Bei starken Infektionen halten die Tiere Ihren Kopf schief, kratzen sich häufig und so stark am Ohr, dass es zu Fellverlust und Schorfstellen führen kann.
  • Schuppige oder schorfige Ohren können auch Anzeichen für einen Parasitenbefall bzw. einen Pilzbefallsein.


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After der Maus ist schmutzig und verklebt. Köttel weich und matschig

Wenn der After von Ratte oder Maus verschmutzt und verklebt ist, der Kot breiig und matschig, deutet der Durchfall auf Darmprobleme hin. Auch starker, strenger Kotgeruch im Gehege weisen auf Darmprobleme hin.;

  • Häufig bekommen Mäuse und Ratten bei der Futterumstellung Durchfall. Vor allem Jungtiere sollten sehr langsam an neues Futter gewöhnt werden, da sonst der Darm kollabiert.
  • Ein weiterer Grund für Durchfall bei Ratten und Mäuse könnte gespritztes und nur unzureichend gewaschenes Gemüse oder Obst sein (also eine Vergiftung). Oder nicht gut abgetrocknetes Gemüse und Grünfutter, sowie verschimmeltes oder schlechtes Trockenfutter.
  • Häufig ist eine Bakterielle Infektion z.B. Colibacillose und Salmonellose oder Pastreurellose der Grund für Durchfall. Die Ansteckung erfolgt über die Nahrung, Kot, vom Menschen zum Tier etc. Sauberkeit ist unbedingt notwendig um andere Tiere nicht anzustecken.
  • Durchfall kann mit dem Befall von Würmern (Syphacia obvelata und Aspiculuris tetraptera) zusammenhängen. Massiver Juckreiz im Analbereich sind oft Anzeichen der Würmer. Der Tierarzt benötigt zur Diagnose eine Kotprobe, in der sich Wurmeier leicht nachweisen lassen. Behandelt wird dann meist mit Fenbendazol (Panacur).
  • Auch ein Befall mit Einzellern (Protozoen wie Trichomonas muris Giardia muris und& Spironucleus muris) kommt leider häufig bei Mäusen und Ratten vor.
  • Ein besonders gefährlicher Grund für Durchfall kann sein, dass die Mäuse folgende Dinge angenagt oder gefressen haben: Plastik, Katzenstreu (meist aber eher ein Grund für Verstopfung), andere giftige Einstreu, chemisch behandelte Gegenstände, giftige Pflanzen, Zigaretten, etc.
  • Auch Stress kann Durchfall verursachen, Vergesellschaftungen, ein Umzug kann zu Durchfall führen, darum zu solchen Zeiten lieber vorsichtig füttern.
  • Ständig wiederkehrende Durchfälle - ohne offensichtlich erkennbare Ursachen - sind meistens Folge einer falschen Ernährung oder massivem Stress im Mäuserudel. Die Futter- und die Gruppenzusammensetzung sollte überdacht werden!

Sofortmaßnahmen beim Durchfall bei Mäusen

  • Grün- und Saftfutter sofort absetzen, bis der Kot wieder fest ist. Trockenfutter sollte immer im Gehege vorhanden sein.
  • Die verschmutzte Afterregion ist zu reinigen (am besten mit einem feuchtem Waschlappen) da sonst an den Stellen Hautreizungen und Entzündungen entstehen können!
  • Versuchen Sie die Ursache für den Durchfall abzuklären, überprüfen Sie vor allem das Futter des Tieres.

Die Tiere müssen vor dem Austrocknen (dehydrieren) geschützt werden. Sollten sie nicht selber trinken, sollten Sie ihnen Wasser (oder Kamillentee) einflößen (mehrmals am Tag mit einer Pipette)! Mitunter wird das Leitungswasser nicht vertragen, prüfen sie die Qualität des Wassers). Ist ein Tier dehydriert, d.h. ausgetrocknet, muss es SOFORT vom Tierarzt mit einer elektrolytische Injektion behandelt werden. Eine Austrocknung des Tieres erkennen Sie beim Ziehen oder Zusammendrücken einer Hautfalte. Die Haus sollte sich zurückziehen und wieder am Körper anliegen. Wenn sie "stehen bleibt" und die Augen des Tieres hervorstehen, sind das Warnzeichen.

Durchfall bei Mäusen und Ratten sollten niemals länger als 24 Stunden unbehandelt bleiben. Durchfall kann zum Tode der Tiere führen! 


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Geschwollene Hoden beim Mäuserich 

Im Sommer, schwellen die Hoden von Mäusen und Ratten durch die Hitze mitunter sehr stark an. Das ist völlig normal, da damit der Samen gekühlt, außerdem ist es der Sommer Fortpflanzungs-Zeit. Aber stellen Sie den Käfig vorsorglich dennoch an einem kühleren Ort. Da die Gefahr besteht, dass die Tiere sich den Hoden an scharfkantigem Streu verletzen, kontrollieren Sie dort bitte öfter, dass sich kein Abszess gebildet hat.


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Urin, Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen der Mäuse

Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen und ein krummer Rücken beim Urinieren, ständig feuchter Afterbereich, stark riechender Urin - das sind Zeichen für eine Blasen- oder Nierenerkrankung, diese sind nur vom Tierarzt zu behandeln.


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Bauch hart, rund, angespannt, starke Flankenatmung und Inaktivität bei der Maus 

Ein angespannter Bauch, Fressunlust, aufgeplustertes angespanntes Sitzen, Inaktivität bei den Mäusen und Ratten sind Anzeichen für starke Fehlgärungen im Darm. Meist wird diese durch falsches, nasses, unverträgliches Frischfutter hervorgerufen. Geben Sie dem Tier einen Tropfen Elugan, Lefax, Sab Simplex oder ein anderes Medikament mit dem Wirkstoff Simeticon und suchen Sie unverzüglich einen Tierarzt auf.

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Tumore Verdickungen unter der Haut, tastbare, feste Veränderungen am Körper der Tiere

Wenn Sie Verdickungen / Tumore ertasten, ist unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen. Es könnte sich um Lipome, Atherome, Zysten, Liposarkome, Adenome, Krebs oder andere Wucherungen handeln. Diese können häufig, rechtzeitig erkannt, operativ entfernt werden.

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Häufiges Kratzen, Niesen, Durchfall, tränende Augen/Nase, könnten auf eine Allergie der Maus hinweisen

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Krallen zu lang, krumm

Sind die Krallen zu lang, ist es ratsam, einen Ytongstein im Gehege anzubieten. Stellen Sie den Stein so auf, dass die Mäuse und Ratten darüber laufen müssen, wenn sie zu ihrer Futterstelle möchten.


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Operationen an Mäusen

Mäuse und Ratten können nicht erbrechen und sollten auf keinen Fall vor der OP ausgenüchtert werden, das würde zu einer fatalen Verdauungsstörung und Schlimmstenfalls zu einem (mitunter tödlichen) Kreislaufkollaps führen. In der Transportbox zur OP sollten Sie Trockenfutter und Wasser befinden.

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Mäuse mit Läusen

Läuse führen zu starkem Juckreiz. Die Tierchen kann man mit bloßem Auge erkennen und besonders die Nissen (Eier) der Läuse sehen aus wie Schuppen, die man aber auch mit der Hand nicht wegbekommt. Sie scheinen an den Haaren zu kleben. Läuse sind sehr ansteckend und können auch auf den Menschen übetragen werden oder auch auf andere Tiere. Stellt der Tierarzt einen Läusebefall fest, wird er Ihenn ein Spray o.ä. verschrieben. Sie sollten auch Ihre Kleidung und Ihre Haare in dem Fall gut auf Läuse und Nissen hin untersuchen und ggf. sich selbst in der Apotheke ein Mittel holen. Wenn die Läuse abgestorben sind, sind immer noch die Nissen da, die so gut wie nicht zu zerstören sind. Man muss dann weiterbehandeln bis die Larven aus den Eiern geschlüft sind, erst dann wirkt das Mittel.

Zur Vorbeugung, weil ungezieferabweisend eignen sich Hanfprodukte, die z.B. die Hanfmatte (Nagerfloor) und das Naturstreu (Hanfstreu) von Hugro.


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