Krankheiten der Meerschweinchen

Die häufigsten Krankheiten beim Meerschweinchen

Meerschweinchen sind nicht sehr anfällig für Krankheiten, trotzdem kann das Tier trotz guter Pflege krank werden. Wird ein Meerschweinchen jedoch einmal krank, wäre es gut einen "Meerschweinchen- erfahrenen Tierarzt" aufzusuchen. Meerschweinchen werden beim Tierarzt häufig nur rudimentär diagnostiziert. 

Der regelmäßige Gesundheits-Check beim Meerschweinchen

Augen: Die Augen sind klar und sauber, keine Verkrustungen oder Ausfluss
Ohren: Die Ohren sind sauber und trocken, keine Krusten oder Dreck
Maul: Das Maul ist trocken und hat keine Krusten o.ä.
Nase: Die Nase ist trocken und ohne Krusten
Krallen: Die Krallen sind sauber und kurz
Fell: Das Fell ist glänzend und dicht (auf Verfilzungen achten, ggf. Fell schneiden)
Zähne: Die Zähne sind gerade, gleichmäßig abgenutzt und nicht zu lang
Kaudaldrüse: Das Fell um die Kaudaldrüse ist sauber und nicht verklebt
Perinealtasche: Die Perinealtasche ist sauber
Analregion: Die Analregion ist sauber
Gewicht: Das Gewicht ist konstant, bei Schwankungen von 50 g und mehr pro Woche oder kontinuierlicher, leichter Gewichtsabnahme einen Tierarzt aufsuchen

Fütterungsfehlern bei Meerschweinchen ist eine zu kohlenhydrat-, fett- oder eiweißreiche sowie rohfaserarme Nahrung können Krankheiten verursachen, die über Zahnerkrankungen, Durchfall, Aufblähung, Harnsteine bis hin zu Krämpfen reichen und sogar den Tod des Tieres zur Folge haben können. Haltungsfehler wie mangelnde Hygiene, nasse Einstreu, Zugluft oder direkte Sonneneinstrahlung bzw. zu hohe Umgebungstemperaturen fördern ebenfalls Erkrankungen verursachen.

 

Abszesse beim Meerschweinchen
Abszesse sind Schwellungen, die häufig im Hals- und Ballenbereich des Meerschweinchens auftreten. Die Heilungsaussichten sind gut, die Abszesse im Ballenbereich heilen jedoch etwas langsamer ab. Die Abszesse beim Meerschweinchen entstehen, wenn durch Wunden in der Haut oder Schleimhaut Bakterien in die Haut eindringen.

  • kleine harte Knötchen unter der Meerschweinchen Haut, die sich verkapseln
  • später auch weiterwachsend und weich

Behandlung von Abszessen: bei verkapselten kleine Knötchen und Abszessen kann "aufweichen" und ein Auflösen des Knotens beim Meerschweinchen mit homöopahtischen Mitteln versucht werden. Sollte das nicht funktionieren, sollten Sie zum Tierarzt gehen. Der Tierarzt punktiert den Abszess, um Flüssigkeit herauszuholen. Kann die Flüssigkeit nicht herausgezogen werden, wird der Abszess mit einem kleinen Schnitt geöffnet und die Flüssigkeit oder der Eiter herausgedrückt.

Größere, weiche Abszesse werden operativ eröffnet oder komplett mit der Kapsel entfernt. Die Wunde sollte nicht vernäht werden, da sie sich schnell entzünden kann. Deshalb sollte sie von innen nach außen heilen. Die Wunde muss dann mehrere Tage mit Wasserstoffperoxyd gespült werden, um die Wunde zu reinigen. Nach einigen Tagen können Sie auf eine Desinfektionslösung (Betaisadona oder Lavasept) umsteigen.

 

Atemwegserkrankungen beim Meerschweinchen

Atemwegserkrankungen / Atemwegsinfekte / Atembeschwerden beim Meerschweinchen entstehen meistens durch trockene Luft und auch staubiges Heu oder Einstreu begünstigen Atemwegserkrankungen. Abhilfe dieser Beschwerden schaffen Sie durch staub-armes Heu und Streu. Im Winter sollten Sie außerdem an den Heizkörpern Luftbefeuchter mit Wasser anbringen und regelmäßiges, mehrfach tägliches Lüften (bitte Zugluft beim Meerschweinchen vermeiden). Eine Pilzinfektion der Atemwege deutet auf eine Immunschwäche hin. Eine Ansteckung geschieht meist durch schlechtes, verdorbenes oder verschimmeltes Futter oder feuchte Einstreu.

Ursachen für Atemwegserkrankungen / Atemwegsinfekte:

  • Pilzinfektion der Atemwege
  • Bakterielle Ursachen (Streptokokken, Pasteurellose, Pseudotuberkulose, Tuberkulose, Bronchitis)
  • Virusbedingte Ursachen (Lungenentzündung, Erkältung)

Die Symptome, an denen Sie die Atemwegserkrankungen beim Meerschweinchen erkennen, sind: Abmagerung, Husten, Fieber, Kurzatmigkeit, Appetitlosigkeit, Vermehrtes Niesen,Teilnahmslosigkeit

 

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Behandlung von Atemwegserkrankungen /Atemwegsinfekten:

Trennen Sie das erkrankten Meerschweinchens von den anderen Tieren und richten Sie Rotlicht auf einem Teil des Käfigs, in dem das erkrankte Meerschweinchen verbracht wird. Die Behandlung mit Antibiotika und evtl. Schleimlösern, Spitzwegerich und Pfefferminze kann unterstützend eingesetzt werden

Inhalation mit Salzwasser (wirkt ebenfalls schleimlösend), dazu lösen Sie 4 TL Salz in 1 l kochendem Wasser auf, stellen die Schüssel mit dem Wasser auf den Boden direkt vor der Transportbox mit dem Meerschweinchen und decken alles mit einem Handtuch ab. Lassen Sie das Meerschweinchen mehrmals täglich ca. 15 Min. inhalieren. Bitte beachten Sie, dass eine Seite der Transportbox frei bleiben muss, damit das Meerschweinchen dem Dampf etwas ausweichen kann.

 

Diplokokken Seuche beim Meerschweinchen

Das Tier magert ab, bekommt Schnupfen und die Nasennebenhöhlen und die Atemwege entzünden sich. Bitte beachten Sie die Ansteckungsgefahr für andere Meerschweinchen. 


Durchfall beim Meerschweinchen
Durchfall wird durch eine Darminfektion verursacht (Kotprobe mit zum Arzt nehmen), oder durch verdorbenes oder falsches Futter. Bei länger anhaltendem Durchfall sollten sie mit ihrem Tier zum Tierarzt gehen! 


Erkältungskrankheiten beim Meerschweinchen
Erkältungskrankheiten sind bei Meerschweinchen keine Seltenheit. Da es sich um Infektionskrankheiten handelt, die durch Bakterien und Viren ausgelöst werden, sollten Sie es nicht auf die leichte Schulter nehmen. 


Flechten beim Meerschweinchen
Es entstehen kahle Stellen, ähnlich wie bei manchen Hautpilzen.

 

Leukämie beim Meerschweinchen
Bei der Leukämie bei Meerschweinchen handelt es sich um eine ansteckende, durch Viren verursachte Krankheit. Die Leukämie macht müde, apathisch und appetitlos. Die Lymphknoten, sowie Leber und Niere schwellen an. Für Leukämie gibt es keine Heilung, jedoch leben einige Tiere leben mit dieser Krankheit noch lange.


Listeriose beim Meerschweinchen
Die Symptome sind Atembeschwerden, Bewegungsstörungen und Drehbewegungen.
Die Aussicht auf Heilung ist gering. Vorsicht, die Ansteckungsgefahr auf Menschen ist möglich, die als Infektion zur Gehirnhautentzündung führen kann. Schwangere Frauen sind besonders gefährdet, da eine Ansteckung zum Fruchtod führen kann.

 

Meerschweinchenlähme oder -pest
Hierbei handelt es sich um eine sehr ansteckende Viruskrankheit, wobei der Erreger über das Maul in die Verdauungsorgane gelangt. Die Inkubationszeit beträgt 10-30 Tage. Die Tiere sind lustlos, bekommen Atemnot, leichtes Zittern und erhöhte Temperatur. Die Meerschweinchen magern ab und es führt zur Lähmung der Hinterbeine.
Die Heilungsaussichten sind sehr schlecht und die erkrankten Tiere gehen meistens ein.
Falls sie Anzeichen dieser Krankheit bei ihrem Tier entdecken, begeben Sie sich bitte sofort zum Tierarzt. Wenn sie noch andere Meerschweinchen halten, müssen diese sofort von dem erkrankten Tier getrennt und die Käfige desinfiziert werden.
Der Virus kann auch durch Menschen übertragen werden, die mit erkrankten Tieren in Berührung gekommen sind.

 

Pseudomonaden-Infektion beim Meerschweinchen
Hierbei handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, die durch Unsauberkeit auftritt. Die Symptome bestehen aus einer Bindehaut- und Ohrenentzündung, Blasen- und Niereninfektion und der Infektion von kleinen Hautwunden, die häufig mit Eiter bedeckt sind. Bei den sehr seltenen Erkrankungen Tuberkulose und Pseudotuberkulose sollten die Meerschweinchen eingeschläfert werden, da die Heilungschancen fast gleich Null sind. 


Staphylokokken-Infektion beim Meerschweinchen
Es bilden sich eitrige Entzündungen auf der Haut, sowie an den Augen, Ballen in Wunden und Gelenken. Die Infektion ist heilbar. Reinigen Sie die Entzündungen mit einem milden Desinfektionsmittel.

Speicheldrüseninfektion beim Meerschweinchen
Es handelt sich hierbei um eine ansteckende Krankheit, bei der die Speichel- und Tränendrüsen von einem Virus befallen werden.
Es kann zu einem kurzeitigen Ausfluss am Auge oder zu einer starken Tränen- und Speichelproduktion kommen. In den meisten Fällen genesen die Tieren von alleine. Diese Krankheit ist sehr selten. 


Tollwut beim Meerschweinchen
Diese Krankheit macht sich durch ein verändertes Verhalten und meistens Beißwütigkeit bemerkbar.
Oft nimmt das Meerschweinchen weniger Wasser zu sich und zeigt ein verändertes Fressverhalten.
Menschen können sich durch die Bisse anstecken! Leider ist keine Heilung möglich.
Allerdings tritt diese Krankheit bei Meerschweinchen nur sehr selten auf. Zum Beispiel, wenn bereits infizierte Wildtiere in das Freigehe eindringen und die Krankheit übertragen.

 

Toxoplasmose beim Meerschweinchen
Manchmal bleiben bei dieser sehr ansteckenden Krankheit die Symptome aus, ansonsten bestehen
sie aus Fieber, einem gekrümmten Rücken und Lähmungen. Die Heilungschancen sind gut.

 

Tuberkulose beim Meerschweinchen
Die Tuberkulose hat dieselben Symptome wie die Lungenentzündung, ist aber chronisch. Die Heilungschancen sind schlecht und es besteht eine Ansteckungsgefahr für den Menschen (besonders für Kleinkinder). Bei den sehr seltenen Erkrankungen Tuberkulose und Pseudotuberkulose sollten die Meerschweinchen eingeschläfert werden, da die Heilungschancen fast gleich Null sind.

 

Parasiten beim Meerschweinchen
Meerschweinchen können von allerlei Ungeziefer wie Zecken, Flöhen, Läusen und Milben heimgesucht werden. Läuse und Flöhe kommen allerdings seltener vor. Die Meerschweinchen werden dann unruhig, kratzen und beißen sich ins Fell.
Häufiger treten die Haarlinge auf, kleine Parasiten, die von Haar- und Hautteilchen leben.
Da sie immer in großen Massen auftreten, können Ekzemen auftreten. Das führt wiederum dazu, dass sich das Meerschweinchen andauernd kratzt bis hin zu blutenden und offenen Wunden. Auch das Immunsystem wird hierdurch geschwächt.


Bei einem Milbenbefall entsteht meistens zuerst eine Krustenbildung an Mund Nase und Ohren. Die Meerschweinchen verlieren teilweise ihre Haare und es entstehen kahle Stellen. Die Haut ist an diesen Stellen verkrustet und beginnen zu wässern.
Es besteht die Gefahr, dass sich das Tier blutig kratzt und Infektionen entstehen.


Im Sommer im Freigehege besteht die Gefahr, dass die Meerschweinchen von Zecken befallen werden.

Würmer beim Meerschweinchen
Verschiedene Wurmsorten können bei Meerschweinchen auftreten. Allerdings passiert dies eher selten und häufiger bei Tieren die sich im Freien aufhalten. 

Der Zwergbandwurm (Hymenolepis nana syn. Rodentolepis nana) ist ein zu den Bandwürmern (Cestoda) gehörender Parasit, der Nagetiere befällt. 


Wenn Ihnen bekannt ist, was man gegen die einzelnen Krankheiten der Meerschweinchen unternehmen kann, freuen sich andere User bereits sehr über ihre Erfahrungen und Pflegetipps bei diesen Krankheiten der Meerschweinchen.

 

Hautparasiten des Meerschweinchens

Parasiten-Art am Meerschweinchen: Sarkoptesräude (Trixacarus caviae),
auch Grabmilbe genannt, diese Milbenart lebt unter der Haut und ernährt sich vom Lymphe und Zellflüssigkeit. In Fachbüchern ist nachzulesen, das sich diese Milbenart zunächst an den Lippen und auf dem Nasenrücken ansiedelt. Unsere eigenen Erfahrungen zeigen aber, dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss, mitunter findet man den Befall nur am Rücken im hinteren Bereich.
Symptome am Meerschweinchen: Starker Juckreiz, Hautläsionen (schorfige, blutige Stellen), Haarausfall, das Tier wirkt unruhig und kratzt sich häufig, im fortgeschrittenen Verlauf springt das Tier sogar quietschend vor Schmerzen in die Höhe oder gibt sich ganz auf und wird apathisch und es läßt sich nur ungern anfassen da es Schmerzen hat. Die Tiere magern ab und im Extremsten Fall sterben sie an einem Befall.
Sie erkennen es am Meerschweinchen: Eine erste Sie erkennen es am Meerschweinchen ist bei einem starkem Befall oft schon durch Sichtung möglich, da die Wunden und Kusten sehr charakteristisch sind, eine eindeutige Sie erkennen es am Meerschweinchen ist allerdings nur durch ein Hautgeschabsel möglich (wobei ein negativer Befunde nicht unbedingt auch bedeutet, dass keine Milben vorhanden sind).

 

Parasiten-Art am Meerschweinchen: Raubmilbe (Cheyletiella parasitivorax),
sie leben in den oberen Hautschichten und ernähren sich von Hautpartikeln und anderen Milbenarten. Die Eiablage der Raubmilbe findet am Haaransatz statt. Sie sind nicht wirtspezifisch und gehen auch auf andere Tiere über.
Symptome am Meerschweinchen: Das erste Indiz für diese Milbenart sind große auffallende Schuppen, mitunter werden die Tiere auch unruhiger (es kommt sogar zu Rangkämpfen in der Gruppe) durch den entstehenden Juckreiz. Im Extremfall magern die Tiere ab und haben auch Haarausfall.
Sie erkennen es am Meerschweinchen: Mittels eines einfachen Tesaabklatsches sind diese Milben gut unter dem Mikroskop zu erkennen.

 

Parasiten-Art am Meerschweinchen: Pelzmilbe/Haarmilben (Chirodiscoides caviae),
diese Milben lassen sich überall auf dem Tier finden (es wird zwar in der Fachliteratur darauf hingewiesen, sie würde nur auf dem Rücken und an der Schenkelinnenseite vorkommen, aber das können wir nicht bestätigen) und kommen häufig vor. Besonders geschwächte und Junge Tiere sind oft befallen. Diese Milbenart lebt auf der Haut und klammert sich dort an den Haaren fest, auch die Eier werden an den Haaren fest angebracht.
Symptome am Meerschweinchen: Meist bleibt ein Befall mit Pelzmilben lange Zeit symptomlos. Nur bei stark geschwächten Tieren oder einem extremen Befall kann es zu vermehrtem Juckreiz, leichtem bis stärkerem Haarausfall (vor allen an den Flanken) und Rötungen der Haut kommen. Im Extremfall magern auch hier die Tiere ab und haben starken Juckreiz.
Sie erkennen es am Meerschweinchen: Mittels eines einfachen Tesaabklatsches sind diese Milben gut unter dem Mikroskop zu erkennen. Bei hellen Tieren erkennt der Halter bei genauem Hinsehen kleine, schwarze Fleckchen, Schuppen im Fell.

 

 

Parasiten-Art am Meerschweinchen: Haarlinge (z. B. Gliricola porcelli, Gyropus ovalis und Trimenopon hispidum)
Haarlinge siedeln überall auf dem Tier, bevorzugt lassen sie sicham Kopf und an der hinteren Rückenpartie und in der Aftergegend finden.
Symptome am Meerschweinchen: Haarausfall, Hautläsionen (schorfige, blutige Stellen), Juckreiz (das Tier wirkt unruhig und kratzt sich häufig). Im fortgeschrittenen Verlauf ist das Tier stark geschwächt, anfällig für weitere Infektionen und wirkt extrem unruhig bis es sich völlig aufgibt, abmagert und verstirbt.
Sie erkennen es am Meerschweinchen: Mittels eines einfachen Tesastreifens sind Haarlinge gut unter dem Mikroskop zu erkennen. Die Haarlinge selber sind als kleine, längliche Würmchen (1 - 2 mm lang) in weiß oder schwarz meist gut zu sehen.

 

Parasiten-Art am Meerschweinchen: Herbstgrasmilbe (Trombicula autumnalis),
die Larven der Herbstgrasmilbe machen vor Meerschweinchen und vielen anderen Tieren nicht halt, sie leben in den oberen Hautschichten und ernähren sich von Blut und Gewebsflüssigkeiten. Diese Milben sind häufig auf Graswiesen zu finden und treten gerade im Herbst massenhaft auf.
Symptome am Meerschweinchen: Am Kopf, an den Ohren und vor allem bei hellen Tieren sind Hautrötungen zu erkennen, es kommt ebenfalls zu Juckreiz, leichtem Haarausfall und Quaddelbildung.
Sie erkennen es am Meerschweinchen: Mittels eines einfachen Tesaabklatsches sind diese Milben gut unter dem Mikroskop zu erkennen.

 

Parasiten-Art am Meerschweinchen: Flöhe
(verschiedene, nicht wirtspezifische Arten, wie beispielsweise Katzenflöhe (Ctenocephakudes felis), Kaninchenfloih (Spilopsyllus cuniculi))
Symptome am Meerschweinchen: Die Tiere haben starken Juckreiz, sind nervöser und es lassen sich rote Punkte und kleine Ekzeme finden.
Sie erkennen es am Meerschweinchen: Flöhe und vor allem der Flohkot sind mit blosem Auge meist als kleine schwarze Punke erkennen.

 

Parasiten-Art am Meerschweinchen: Schmeißfliegenlarven (Calliphoridae)
Schmeißfliegen legen ihre Eier bevorzugt an der Afterregion des Wirtstieres ab, dort ernähren sich die Maden von dem Gewebe und Wundsekreten. Besonders häufig werden schwache, alte und kranke Tiere befallen. Mehr Info siehe auch: Sommerprobleme, Madenbefall
Symptome am Meerschweinchen: Die Tiere sind extrem unruhig oder haben sich schon aufgegeben. Die Haut ist am After großflächig zerstört und zeigt starke Krusten.
Sie erkennen es am Meerschweinchen: Meist lassen sich die Larven als weiße Würmchen in der Wunde gut erkennen.

 

Parasiten-Art am Meerschweinchen: Zecken (Ixodida) 
es gibt verschiedene Zeckenarten, in Deutschland finden wir in erster Linie die Schildzecken im hohen Gras, in Gebüschen und Sträuchern. Sie gehen auf verschiedene Tierarten und Menschen. Sie suchen ihren Wirt nur zum Blutsaugen zwischen ihren verschiedenen Lebensstadien auf. Wichtigster Schutz für Tiere in Außenhaltung ist ein niedrig halten der Wiese.
Sie erkennen es am Meerschweinchen: Zecken sind je nach Entwicklungssstadius von wenigen mm bis cm groß und als kleine Spinnentiere gut mit blosem Auge zu erkennen. Meist sieht man den Hinterleib aus der Haut ragen, mit dem Kopf bohren sie sich in die Haut um Blut zu trinken. Zeckenbisse sind als kleine rote Punkte zu erkennen, mitunter entzünden sich die Bisse, dann werden es große Quaddeln.
Behandlung: Ist es zu einem Zeckenbiss gekommen, sollte der unerfahrene Halter einen Tierarzt aufsuchen, der die Zecke entfernt und dann gleich die Wunde desinfiziert. Der erfahrene Halter kann die Zecke heraushebeln, hilfreich sind dabei Zeckenzangen und die Zeckenkarte. Die Wunde sollte desinfiziert werden. Die Wunde muß gut beobachtet werden, zeigen sich Zeichen einer eitrigen Infektion ist der Tierarzt aufzusuchen, evtl ist dann eine Behandlung mit Amoxicillin-Präparaten notwendig. Mehr Informationen finden Sie hier: Zecken

 

Zahnprobleme bei den Meerschweinchen

Das Meerschweinchen ist an eine energiearme, rohfaserreiche Kost angepasst. Es besitzt lebenslang nachwachsende Zähne (wurzellose Zähne), die einen ständigen Zahnabrieb durch intensive Kau- und Nagetätigkeit benötigen. Zahnerkrankungen sind ein häufiges Problem bei Meerschweinchen. Es können die Schneidezähne wie auch die Backenzähne (Prämolaren und Molaren) betroffen sein. Alle 20 Zähne des Meerschweinchens wachsen ständig lebenslang. Das Zahnwachstum wird durch die Kautätigkeit reguliert: Das Futter und die sich gegenüberliegenden Zähne sorgen dafür das die Zähne nicht zu lang wachsen. Meerschweinchen haben keine Probleme mit Zahnstein und Karies. 

Verschiedene Typen von Zahnproblemen können bei Meerschweinchen beobachtet werden:

  • Schneidezahn- und Backenzahnfrakturen
  • überstarkes Längenwachstum der Zähne
  • scharfe Zahnspitzen
  • infizierte Zahnwurzeln und Zahnabszesse

Ein Hauptgrund für ungenügenden Zahnabrieb ist eine unausgewogene Ration Raufaser im Futter. Kauen an Käfigdrähten, Stürze oder anderweitige Unfälle können Frakturen an Zähnen hervorrufen. Stark verlängerte Schneidezähne sind normalerweise eine Folge von übermäßig gewachsenen, verlängerten Backenzähnen. Wenn die Schneidezähne zu lang wachsen, können Meerschweinchen Schwierigkeiten haben, größere Futterstücke zu zerkleinern. Verlängerte Backenzähne können beim Kauen einen ungewöhnlich starken Druck auf die Zahnwurzeln des Meerschweinchens ausüben. Das führt zu Schmerzen und beschädigten Wurzeln und endet manchmal in Wurzelabszessen.

 Da sich Schneidezähne niemals verlängern ohne signifikante Backenzahnerkrankungen, sollte das einfache Abknipsen der Schneidezähne niemals eine vernünftige Behandlungsmöglichkeit sein !

Manche verlängerte Backenzähne des Meerschweinchens entwickeln scharfe Kanten (Spikes) oder sie wachsen in unnormale Richtungen. Das kann zu Verletzungen im Mund und Zunge führen, hierdurch bekommen die Meerschweinchen Fressschwierigkeiten. 

Die Behandlung von Zahnerkrankungen bei Meerschweinchen hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab. Sie zielt darauf, eine annähernde Herstellung von normaler Anatomie und Funktion zu erreichen.

Behandlungstechniken der Meerschweinchen-Zähne

  • das Schleifen der Zähne auf normale Länge und Größe
  • das Extrahieren von erkrankten Zähnen
  • Schmerzbehandlung
  • Entzündungsbehandlung
  • Infektionsbehandlung

In einigen Fällen kann die Zugabe von raufaserhaltigem Futter (Grasheu) helfen, die Zähne in der richtigen Länge zu halten.
Trotz einer verstärkten Zufütterung von Heu müssen aber den meisten Meerschweinchen mit Zahnproblemen lebenslang ca. alle 1 - 4 Monate die Zähne auf Normalniveau getrimmt werden. 

 

Auf folgende Antibiotika sollte beim Meerschweinchen unbedingt verzichtet werden, da sie beim Meerschweinchen erwiesenermaßen toxisch sind:

  • Penicillin
  • Lincomycin
  • Ampicillin
  • Amoxicillin
  • Cephalosporine jeder Art
  • Clindamycin
  • Erythromycin (die sog. PLACE-Regel)
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