Aspergillose beim Vogel

Die Aspergillose (Schimmelpilzkrankheit, Schimmelpilzmykose) ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Vögel. Vögel sind den Pilzsporen nicht nur durch die Atemluft ausgesetzt, sondern auch über das Futter. Vor allem für größere Papageienvögel, die Saatenmischungen mit Erdnüssen erhalten, besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. Erdnüsse, Körner und Saaten sind häufig mit Schimmelpilzsporen belastet. Da die Sporen nicht sichtbar sind, frisst der Vogel das Futter, das Sie ihm

guten Gewissens geben. Doch beim Fressen wirbelt der Vogel die Sporen auf und atmet sie ein. Außerdem schluckt der Vogel einen Teil der Sporen mit den Körnern herunter. Tiere mit einem intakten Immunsystem wehren diese Erreger problemlos ab. Aber sobald Ihr Vogel gesundheitlich angegriffen ist - oder unter Mangelerscheinungen leidet - kann es plötzlich für die normalerweise intakten Abwehrkräfte zu viel sein. Eine Ansteckungsgefahr bei anderen Vögeln ist ausgeschlossen.

Symptome der Aspergillose beim Vogel

Allgemein sind viele betroffene Vögel dann häufig müde, insgesamt geschwächt, sie haben wenig Appetit, mögen nicht mehr fliegen, wirken apathisch oder magern ab, auch geben sie kaum noch Laute von sich. Die Aspergillose befällt alle lebensnotwendigen Organe und kann sogar zum Tode des Vogels führen, wenn die Aspergillose nicht rechtzeitig behandelt wird. Bronchien, Lungen und das Herz der Vögel sind besonders vom Befall gefährdet. Am Anfang wirkt die Aspergillose harmlos und wird leicht als Erkältung abgetan. Doch da die Aspergillose das zentrale Nervensystem befällt, haben die Vögel kaum eine Chance auf Heilung, wenn die Diagnose zu spät gestellt wird. Haben bereits Pilzgifte den Körper überschwemmt, oder ist das Gehirn angegriffen oder gar entzündet, kann es zu Krämpfen bei den infizierten Vögeln kommen. Manche Vögel wirken orientierungslos und fallen einfach von der Stange.

Behandlung der Aspergillose beim Vogel

Ihr Tierarzt kann schnell und unkompliziert die Aspergillose- Diagnose stellen, wenn er in der Nasenöffnung bereits den Pilz-Rasen sieht. Bei einer chronischen Aspergillose verändern sich die Organe des kranken Vogels, diese Verdichtungen und Veränderungen sind jedoch nur durch Röntgenbilder zu erkennen. Auch Pilzgranulome (knotenartige Gewebebildung) werden bei dieser Röntgenaufnahme offensichtlich, falls sie vorhanden sind. Bei größeren Papageien greifen erfahrene Tierärzte auf die Endoskopie, da sie mit Hilfe einer kleinen Kamera, die sie in den Körper des Vogels einführen, die Auswirkungen der Aspergillose sehen können. Je nachdem, welche Atmungsorgane betroffen sind und wie die Krankheit fortgeschritten ist, wird der Tierarzt individuell die  Aspergillose-Therapie festlegen und wirksame Medikamente verschreiben. Eine vollständige Ausheilung der Aspergillose ist bei Vögeln nicht zu erwarten, sie bleiben zeitlebens chronisch krank.

Haben Sie Erfahrungen mit der Aspergillose beim Vogel gesammelt, dann informieren Sie andere Besitzer von Vögeln über Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen, oder stellen Sie auch sehr gerne  Fragen zum Thema "Aspergillose beim Vogel".

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