Milbenbefall beim Vogel

Milben bei Vögeln

Bei den Milben wird zwischen der roten Vogelmilbe und der nordischen Vogelmilbe unterschieden. Beides sind blutsaugende Parasiten, die den Vögeln stark zu schaffen machen. Sie können die Milben kaum mit bloßem Auge erkennen, da die rote Vogelmilben nur 0,3-0,5 mm groß sind. Sie befällt die Vögel und ernährt sich durch das Saugen von deren Blut. Durch die Blutaufnahme vergrößern sie ihren fast durchsichtig scheinenden Körper. Sehr gefährlich sind die Luftsackmilben, die

einen Erstickungstod bei den Vögeln verursachen. Sie erkennen einen Milbenbefall bei Ihrem Vogel, indem Sie die Sitzstangen mit einem weißen Tuch abwischen, oder Klebeband einen Tag lang darauf befestigen, eindeutige Blutspuren darauf sind der Beweis. Die Milben können auf andere Säugetiere und Menschen übergehen und dabei teils gefährliche Viren und Bakterien übertragen. Starker Juckreiz ist ein Anzeichen für Milbenbefall. Bei Jungvögeln und geschwächten Tieren kann die Milbe zum Tode führen.

Um einen Milbenbefall beim Vogel schnell in den Griff zu bekommen, muss der Käfig und sämtliche Accessoires des Vogels gründlich mit heißem Wasser gereinigt und anschließend gründlich desinfiziert werden. Die Nester des Vogels sollten Sie entsorgen und durch neue ersetzen. Die Vögel sollten mit einem speziellem Milbenpulver oder einer Impfung behandelt werden. Sie sollten diese Prozedur unbedingt nach einiger Zeit wiederholen, da oftmals einige Eier der Milbe nicht vernichtet wurden.

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Luftsackmilben beim Vogel
Die blutsaugenden Luftsackmilben leben in den Luftsäcken, Bronchien und in der Luftröhre des Vogels. Feuchten Sie die Federn im Halsbereich leicht an und halten den Vogel gegen eine Lichtquelle, so können Sie durch die dünne Haut des Vogels die Milben als kleine Punkte in der Luftröhre erkennen. Betroffene Vögel werden zuerst heiser, später verlieren sie ihre Stimme ganz. Die Vögel niesen, würgen und schleudern ihren Kopf hin und her. Die Vögel uatmen aufgrund der Anstrengungen mit geöffnetem Schnabel. Bei manchen Vögeln sind knackende oder röchelnde Atemgeräusche zu hören. Da die Luftsackmilben nachtaktiv sind, verstärken sich die Symptome am Abend und in der Nacht. Die Vögel sind dann unruhig und leiden an Schlafmangel. Bekämpft werden die Luftsackmilben z.B. mit dem Wirkstoff Ivermectin, der auf die Nackenhaut oder in die Flügelfalte geträufelt wird (sogenanntes Spot-On-Verfahren). Ausgehändigt wird das Präparat von Tierärzten, da es nicht frei verkäuflich in Apotheken erhältlich ist.

Achtung: Ivermectin wird nicht vertragen von Grünfinken, Stieglitzen und Buchfinken und einigen anderen Vogelarten / Finkenarten! Bitte weisen sie Ihren Tierarzt unbedingt darauf hin, dass genau recherchiert werden sollte, ob es für Ihren Vogel ungefährlich ist!

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