Würmer bei Vögeln

Wurmbefall bei Vögeln

Vögel werden von Endoparasiten befallen, auch von Würmer, die im Körper des Vogels leben und vor allem im Darm des Vogels besiedeln um sich dort rasant zu vermehren. Es gibt viele verschiedene Wurmarten; doch beim Vogel kommen vor allem die Spulwürmer (Askariden) und die Haarwürmer (Capillaria) vor, aber auch andere Wurmarten können sich beim Vogel ansiedeln. Ebenso befallen Einzeller, wie Giardien oder Kokzidien, den Darm des Vogels.

Vor allem Vögeln in Freivolieren haben oft mit Wurmbefall zu kämpfen. Die Infektionsmöglichkeiten mit Würmern entstehen meistens durch andere Vögel, Futteraufnahme oder den Schmelz (Vogelkot) überfliegender Wildvögel. Meist werden die Würmer (Parasiten) über Wurmeier im Kot infizierter Tiere aufgenommen. Manche Würmer erreichen durch Zwischenwirte, wie Schuhsohlen, Schnecken oder Insekten den Vogel. Wurmeier bleiben bis zu 14 Tagen infektiös. Der Vogel nimmt die Würmer oftmals mit Nahrung auf, häufig wenn beispielsweise die Voliere mit Wurmeiern verseucht ist. Im Darm des Vogels entwickeln sich dann die Eier zu Würmern und produzieren erneut Eier. So scheidet der Vogel mit seinem Kot wieder Eier aus, an denen sich die anderen Vögel anstecken können.

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Spulwürmer beim Vogel

Spulwürmer (Askariden) sind verhältnismäßig große weiße bis gelblich-rosa gefärbte, in den Därmen lebende Rundwürmer, die sich vom Blut des Vogels ernähren. Dadurch kann es beim zu starken Befall des Vogels zu Blutarmut, Letargie, gelegentlichem Durchfall, enormer Abmagerung, erhöhtem Schlafbedürfnis am Tage und einer Abnahme der Legetätigkeit kommen. Am Bauch eines mit Spulwürmern infizierten Vogels erkennen Sie die stark angeschwollenen Darmschlingen durch die dünne Haut. Bei Jungtieren kann eine Infizierung mit Spulwürmer zum Tod des Vogels führen. Bei einem sehr massiven Befall mit Spulwürmer kann es zu einer starken Darmentzündung und Einreißen der Darmwand oder Darmverschluss des Vogels kommen, was unweigerlich zum Tode des Vogels führt. Beim Verdacht auf Spulwürmer sollten Sie den Tierarzt aufsuchen und eine Kotprobe mitnehmen. Der Tierarzt wird bei positivem Befund ein geeignetes Wurmmittel verordnen. Wurmkuren haben keine Langzeitwirkung, sondern beseitigen grundsätzlich immer nur die vorhandenen Würmer im Körper des Vogels, darum sollten Sie Entwurmungskuren beim Vogel regelmäßig durchführen.

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Bandwürmer beim Vogel

Bandwürmer (Cestoda) können sich im Darm von Vögeln ansiedeln und dort zu schweren Verdauungsproblemen führen. Einige Gliedmaßen des Bandwurms lösen sich und werden mit dem Kot ausgeschieden. Einen Befall mit Bandwürmern erkennt man daran, dass der Vogel trotz ausreichender Nahrungsaufnahme nicht zunimmt, sondern eher immer mehr an Gewicht verliert.

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Haarwürmer beim Vogel

Haarwürmer (Capillaria) Diese bis zu 80 mm langen, sehr dünnen, farblosen Haarwürmer befallen Hühner, Puten, Enten, Singvögel, Kranicharten, Papageien und Sitticharten. Haarwürmer beim Vogel sind trotz ihrer Länge kaum mit bloßem Auge zu erkennen. Haarwürmer bohren sich in die Schleimhaut des Darms oder Blinddarms der Vögel. Ein starker Haarwurmbefall verursacht Abgeschlagenheit, Durchfall, Lähmungen (Lahmheit), Wachstumsstörungen, Abmagerung, erhöhter Schlafbedarf am Tage und komplettes Einstellen der Legetätigkeit. Bei Jungvögeln ist bei hochgradigem Befall mit Haarwürmern mit Todesfällen zu rechnen. Die Eier der Haarwürmer werden mit dem Kot ausgeschieden.

Bei einem Befall mit Hakenwürmern können die Durchfälle blutig sein. Auch kann es Probleme beim Absetzen des Kotes geben, wenn zu viele Würmer den Darm blockieren; sie können sogar zu einem Darmverschluss führen.

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Luftröhrenwürmer beim Vogel

Luftröhrenwürmer (Syngamus tracheae) Luftröhrenwürmer leben in den Luftröhren von Vögeln, Hühnern, Puten, Tauben, Papageien, Beos, Sittichen und Singvögeln. Die Luftröhrenwürmer (ca. 5-20 mm) haften fest in der Luftröhrenschleimhaut und ernähren sich vom Blut ihres Wirttieres, dem Vogel. Eine Infektion erfolgt durch die Eier, z.B. wenn Luftröhrenwürmer ausgehustet werden, oder mit dem Kot ausgeschieden werden und wieder aufgenommen werden. Die Eier oder Larven der Luftröhrenwürmer werden entweder direkt aufgenommen oder gelangen auf Umwegen dahin, dass sie vom Vogel geschluckt werden. Die Luftröhrenwürmer-Larven wandern über die Leber in die Lungen des Vogels bis hinauf in die Luftröhre, dort erst entwickeln sie sich zu ausgewachsenen Luftröhrenwürmer. Krankheitssymptome sind Blutarmut, Leber- und Lungenentzündung. Die Würmer verursachen Atemnot bei geöffnetem Schnabel, Husten, häufiges Kopfschleudern des Vogels aufgrund der Reizung der Luftröhre.

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Priemenschwänze bei den Vögeln

Priemenschwänze (Heterakis) sind sehr kleine Rundwürmer, die bei Hühnervögeln und Puten die Blinddärme besiedeln. Pfriemenschwänze verursachen knotige Wucherungen, die jeweils einen Wurm enthalten. Pfriemenschwänze verursachen bei einem Massenbefall eine Entzündung des Blinddarms und die Blinddarmschleimhaut schwillt an. Pfriemenschwänze können Überträger einzelliger Parasiten sein. Beim Verdacht auf Pfriemenschwänze sollten Sie sofort den Tierarzt aufsuchen und eine Kotprobe mitnehmen. Der Tierarzt wird bei positivem Befund ein geeignetes Wurmmittel verordnen. Da Wurmkuren keine Langzeitwirkung haben, sollten Sie diese Entwurmungskuren grundsätzlich, vorsorglich regelmäßig beim Vogel durchführen.

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Vorgehensweise beim Wurmbefall der Vögel?

Sie erkennen den Wurmbefall bei Ihrem Vogel häufig durch die Parasiten, die aus der Kloake hängen oder im Vogelkot sichtbar sind. Auch wenn der Vogel sich aufplustert, unter Gewichtsverlust leidet und/oder unter Appetitlosigkeit leidet, sollten Sie genauer hinsehen. Bei Infizierungen mit Würmern ist beim Vogel oft auch der Kot schleimig. Zur Behandlung Ihres Vogels stehen dem Tierarzt verschiedene Medikamente zur Verfügung. Zu einem möchten wir einen Hinweis geben:
Panacur ist aktuell ins Gespräch gekommen, da mehrere Todesfälle aufgetreten sind (u. a. bei Nymphen Sittichen), jedoch soll es diese Todesfälle aufgrund einer Verwechslung von "ml" und "mg" gewesen sein, da dieses Präparat sowohl in flüssiger Form als auch als in Tablettenform verabreicht wird. Da eine Überdosierung lebertoxisch wirkt (schwarzer Kot), ist die Dosierung sehr genau auf das Gewicht des Vogels abzustimmen. Bitte fragen Sie Ihren Tierarzt.

Vögel, die an einer Wurmerkrankung leiden, magern ab, haben manchmal Durchfall, fressen weniger und wirken geschwächt, manche plustern sich auf. Wie stark die Symptome sind, hängt davon ab, wie gesund und munter der Vogel vor dem Wurmbefall war. Manchmal ist der Bauch des Vogels bei Wurmerkrankungen stark geschwollen. In sehr seltenen, schweren Fällen verursachen die Würmer im Darm einen Darmverschluss (Ileus) oder der Darm bricht durch (Perforation) – dies kann für den Vogel tödlich sein. Der Tierarzt behandelt einen Wurmbefall beim Vogel mit Medikamenten gegen Endoparasiten (Anti-Wurm-Mittel, Anthelminthika).

Es ist ratsam, einen Vogel mit solchen Symptomen frühzeitig einem Tierarzt vorzustellen, je früher der Vogel bei einer Wurmerkrankung behandelt wird, desto besser ist seine Prognose. Es gibt auch verschiedene homöopathische Präparate, deren Wirkung umstritten ist. Sie sollten vorbeugend Ihre Volieren regelmäßig reinigen. Bei Neuzugängen empfiehlt sich eine Quarantäne, bis der Stuhlgang untersucht wurde.

Wenn Sie praktische Fragen, Hinweise und Anregungen zum Thema Würmer bei den Vögeln haben, freuen wir uns schon jetzt sehr über Ihren Beitrag.

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