Fisch-Krankheiten

Krankheiten der Fische im Aquarium

Die häufigststen Fischerkrankungen sind Infektionskrankheiten der Fische, Parasitosenbefall und wasserbedingte Schäden, aber auch Stressfaktoren in den Haltungsbedingungen führen zu Fischkrankheiten. Auch Verletzungen, Erbkrankheiten, Missbildungen, und Tumore kommen bei Fischen vor. Im Überblick finden Sie die häufigsten Krankheiten der Fische im Aquarium, typische Symptome der Erkrankungen und Hinweise, was Sie zur Behandlung unternehmen können.

Infektiöse Bauchwassersucht

Die Infektiöse Bauchwassersucht ist eine Krankheit der Fische, die schwer behandelbar und nur in einigen seltenen Fällen erfolgreich ist. Ob Viren oder Bakterien für die Krankheit Immungeschwächter Fische verursachen, ist ungeklärt. Die Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudonomas, die in jedem Aquarium vorkommen, sind an der Erkrankung beteiligt. Sie erkennen die Infektiöse Bauchwassersucht daran, dass der Bauch des erkrankten Fisches extrem angeschwollen ist, die Schuppen stehen ab. Der Fisch hat oftmals Glotzaugen, die Haut kann sich ablösen und der Fisch kann Geschwüre bekommen.

Weitere mögliche Symptome der infektiösen Bauchwassersucht:

  • Entzündete (rote) Stellen am Fisch-Körper
  • Blasse Stellen am Körper des Fisches
  • Pilzbefall des Fisches
  • Bläschen an der Seitenlinie des Fisches
  • Kiemen des Fisches sind blass
  • After des Fisches ist entzündet
  • After des Fisches ist vorgestülpt

Das Verhalten des Fisches verändert sich, er atmet schneller, schaukelt an der Wasseroberfläche und dem Bodengrund. Der Fisch wirkt apathisch. Ursache des angeschwollenen Bauchs kann der Verfall eines/ mehrerer innerer Organe (Leber, Niere usw.) sein, durch den Flüssigkeit in die Bauchhöhle abgesondert wird, der Bauch bläht auf. Ist der Darm befallen, sondert der Fisch schleimigen Kot ab, der Fisch frisst nicht mehr. Später wird die Darmschleimhaut abgestoßen und ausgeschieden, dabei können weiße schleimige Teile am After hängenbleiben. Im Endstadium treten dann das Nierenversagen und Harnwegsinfektionen auf, Wasser sammelt sich in Bauchhöhle, Schuppentaschen und Augenhintergrund.

Die infektiöse Bauchwassersucht muss SOFORT behandelt werden, Die Behandlung mit Sera Baktopur 50ml oder den folgenden Mitteln kann versucht werden:

  • Aquarium Münster Aquafuran (Nifurpirinol)
  • JBL Furanol (Nifurpirinol)
  • Sera Baktopur direct (Nifurpirinol)
  • Sera Bakto Tabs (Nifurpirinol)

Eine Salzbehandlung mit 2 - 5 Gramm/Liter Wasser kann bei einer infektiöse Bauchwassersucht unterstützend wirken, die Salz-Dosis ist abhängig von der Fischart und deren Salz-Verträglichkeit. Durch die Salzbehandlung wird die Osmoseregulation vor allem über die Fischhaut unterstützt, so dass ein Teil der überschüssigen Flüssigkeit abgeben wird. Wenn kein Behandlungs- Erfolg eintritt, sollten Sie den Fisch erlösen.

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Chlorvergiftung beim Fisch

Chlor ist hochgiftig, bereits kleinste Dosierungen (0,1mg/L) können zum Tod des gesamten Fisch-Besatzes führen. Dabei werden durch das Chlor die Kiemen angegriffen und zerstört. Somit kommt es zur Atemnot und zum Erstickungstod.An einer Chlorvergiftung können alle Fische im Aquarium erkranken. Die betroffenen Fische sind farblos und mit einer dicken Schleimschicht bedeckt, außerdem können rote Flecken auftreten. Häufiges Scheuern an Steinen und unkoordiniertes Schwimmen sind zu beobachten. Sie sollten die Fische sofort in entchlortes Wasser umsetzen. 

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Diskusseuche

Die Diskusseuche ist eine Pilz- und Viruserkrankung an der vorrangig Diskus-Buntbarsche und Skalare erkranken. Sie erkennen die Diskusseuche am apathischen Verhalten und der Fressunlust der kranken Fische. Einige Fische gehen schnell ein. Die Diskusseuche, die vermutlich aus Asien eingeschleppt wurde, hat schon hohe Verluste verursacht. Die Ausbreitung der Diskusseuche muss durch Quarantänemaßnahmen verhindert werden. Die betroffenen Fische können Sie wie folgt behandeln:

  • Sera Costa med (für 1000l) 50ml (für 1000l)
  • JBL 7002255 Punktol Ultra 100 ml
  • Sera Baktopur 50ml
  • Schalten Sie das Aquarium-Licht bitte während der gesamten Behandlung aus
  • Filtern sich nicht nicht über Torf, Aktivkohle, Zeolith
  • Verwenden Sie keine Wasseraufbereiter oder Pflanzendünger

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Fischtuberkulose

Die Fischtuberkolose ist eine bakterielle Erkrankung, die alle Fische bekommen können. Sie erkennen die Fischtuberkulose daran, dass die Fische unter Fressunlust und demzufolge Abmagerung leiden, häufig Hohlbäuchigkeit, die Farben der Fische verblassen, die Augen treten nicht selten hervor, Tiere wirken apathisch und ziehen sich zurück. Gegen den Erreger, ein Mycobacterium, gibt es keine wirksame Abwehr. Das gesamte Aquarium muss ausgeräumt und desinfiziert werden.

  • Wirbelsäule ist stark gekrümmt
  • Der Hinterleib des Fisches ist angeschwollen
  • Die Augen des Fisches stehen hervor (Glotzaugen)
  • Die Fische fressen nicht mehr und magern ab
  • Eingefallener Bauch
  • Fische sondern sich ab und verstecken sich

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Flossenfäule der Fische

Die Flossenfäule ist eine bakterielle Erkrankung, die Sie an der Trübung der Flossenränder der Fische und dem Ausfransen der Fisch-Flossen erkennen, oft verbunden mit Pilzbefall. Die Flossenfäule tritt häufig in Becken mit Flossen zupfenden Fisch-Arten auf. Sie sollten schnellstmöglich die Wasserqualität im Becken verbessern und die Flossen- zupfenden Fische aus dem Becken entfernen. Vitamin-C-reiches Fisch-Futter anbieten und mit baktopur 50 ml oder JBL Ektol bac 200ml behandeln. Nach der Behandlung sollten Sie das Wasser min. 24h mit Aktivkohlefiltern und ca 50 % des Wasser wechseln.  

  • Flossenränder der erkrankten Fische sehen milchig weiß aus, sie fransen aus,
  • Die Flossen der erkrankten Fische bekommen Löcher
  • Entzündete, rote Stellen an den Flossen der Fische

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Geschädigte Schwimmblase

Die geschädigte Schwimmblase ist eine bakterielle Erkrankung, die alle Fische, besonders aber Ballon-Mollys befallen kann. Sie erkennen es an Gleichgewichtsstörungen, die Fische schwimmen schräg mit dem Kopf nach unten oder sogar auf dem Rücken. Die Geschädigte Schwimmblase kann durch Infektionen ausgelöst werden, aber es kann eine angeborene Fehlfunktion sein. Bei einer bakteriellen Infektion kann eine Behandlung mit Antibiotika (Tierarzt!) versucht werden. Setzen Sie den Fisch in ein Quarantäne-Becken mit niedrigem Wasserstand. 

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Haut- und Kiemensaugwürmer bei Fischen

Sie erkennen den Wurmbefall durch heftige Kiemenbewegungen; Fische hängen zumeist an der Wasseroberfläche oder kratzen sich häufig an Gegenständen; die Kiemen sind oft gerötet, blutig oder stark verschleimt. Es gibt 2 Kiemensaugwürmer-Arten - einerseits die Lebendgebärenden Kiemensaugwürmer (hier gibt es wirkungsvolle Medikamente) und die Eierlegenden-Kiemensaugwürmer bei denen die Eier meist gegen die Medikamente resistent sind.

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Iridovirose bei den Fischen

An der Iridovirose können viele Fisch-Arten erkranken. Besonders gefährdet sind Guramis, Skalare und Schmetterlingsbuntbarsche. Sie erkennen die Iridovirose durch das Apathische Verhalten der Fische, Fressunlust und Dunkelfärbung. Der Fisch-Körper ist manchmal aufgebläht (Hinweis auf eine vergrößerte Milz). Iridoviren sind auch für Lymphocystis verantwortlich. Es gibt leider keine erfolgversprechende Behandlung der Iridovirose, dementsprechend gibt es eine hohe Todesrate bei den erkrankten Fischen.

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Kiemenwürmer | Kiemensaugwürmer bei Fischen

Kiemenwürmer oder Kiemensaugwürmer (Dactylogyrus undTetraonchus) sind kleine mit Haken besetzte Würmer, die sich in den Kiemen und der Haut der Fische einnisten und dann die Schleimhäute und Kiemengewebe zu der Fische zerfressen. Bei starkem Befall führt das zum Tod des Fisches.

Die betroffenen Fische habenTrübungen der Haut und Verfärbungen der Kiemen, die schwach rosa bis gelblich sind. Die Kiemendeckel stehen ab, können aber auch komplett geschlossen bleiben. In den Kiemen befinden sich kleine Punkte oder Fäden. Die Fische schwimmen unruhiger, schießend und schreckhafter durch das Wasser. Ständiges scheuern, stetiges "Gegen die Strömung schwimmen" ist zu beobachten. Bei starkem Befall atmen die Fische sehr schwerfällig, liegen am Boden oder schwimmen oft an die Oberfläche um Luft zu holen. Bei leichtem Befall können kurze Kochsalzbäder von ca. 10-15 Min zur kurzzeitigen Abschwellung der Kiemendeckel führen. Bei stärkerem Befall hat sich auch eine Behandlung mit Formalin bewährt. Die Kiemenwürmer müssen komplett aus dem Aquarium entfernt werden, indem Sie die Fische in ein Quarantänebecken umsetzen und das Aquarium desinfizieren. 

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Laichverpilzung beim Fisch

Die Laichverpilzung ist eine Pilz- und Viruserkrankung, an der die meisten Fisch-Arten erkranken, oft Grundeln. Sie erkennen es am Watteartiger Belag auf dem Laich. Häufig sind anfangs nur unbefruchtete Fisch-Eier betroffen, aber die Ausbreitung erfolgt sehr schnell. Sie sollten die verpilzten Eier schnell entfernen und Methylenblau oder ähnliche Mittel in das Wasser des Ablaichbeckens geben.

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Lernaea-Befall des Fisches

Lernaeas sind gut sichtbare, bis zu 20 mm lange Parasiten, die aus dem Fischkörper herausragen. Sie verursachen oft Geschwüre oder Löcher, die sich leicht entzünden. Sie sollten die Würmer nicht mit einer Pinzette entfernen, da die Würmer meist sehr tief  im Fisch stecken. Beachten Sie das eine Behandlung nur sinnvoll ist wenn nicht mehr wie 1 – 2 Würmer pro Fisch sichtbar sind. Damit JBL Aradol Plus 250 100ml DE/UK/TR/RO helfen kann, sollte die Wassertemperatur über 18 °C liegen. Füttern Sie die betroffenen Tiere in den ersten 3 Tagen nach Behandlungsbeginn nicht.  Ab dem 4. Tag können Sie dann mit reduzierter Futtergabe die Fütterung beginnen. Nach der Behandlung sollten Sie einen min. 60 % Wasserwechsel durchführen und min. 24h über Aktivkohle filtern, um die Medikamentenrückstände aus dem Wasser zu filtern. 

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Lochkrankheit beim Fisch

Die Lochkrankheit befällt oft die Diskus-Buntbarsche und andere Cichliden. Sie erkennen die Lochkrankheit durch Löcher mit Gewebezerfall, hauptsächlich im Kopfbereich des Fisches. Häufig mit bakteriellen Sekundärinfektionen und Geschwürbildung verbunden. Da die Krankheit möglicherweise durch einen Vitaminmangel ausgelöst wird, Vitamin-B- und C-reiches Futter anbieten und die sofortige Behandlung mit Metronidazol beginnen.

  • Kraterähnliche Löcher im Kopfbereich der an der Lochkrankheit erkrankten Fische
  • Weiße Flecken, aus diesen Flecken tritt meist weißliches Gewebe aus
  • Pickel im Kopfbereich der Fische, die aufbrechen und weißlichen Inhalt abgeben

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Lymphocystis beim Fisch

Lymphocystis ist eine Pilz- und Viruserkrankung die alle Fische bekommen können. Die Viruserkrankung verursacht weiße, knötchenartige Geschwülste auf dem Körper (treten manchmal auch unsichtbar im Fisch-Körper auf). Oft breiten sich die Knötchen nicht weiter aus und die Tiere überleben.

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Maulfäule bei Fischen

An der Maulfäule können alle Fische, besonders aber lebend gebärende Fische erkranken. Sie erkennen es am Baumwollartigen Flaum in der Maulregion, Fressunlust und oft auch Schwimmstörungen. Erreger sind Bakterien der Gattung Flexibacter. Verbessern Sie die Wasserqualität und verringern Sie die Besatzdichte. Die Behandlung mit Sera Baktopur 50ml kann versucht werden. 

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Neonkrankheit bei Fischen

Die Neonkrankheit zeigt sich durch verblassende Körperfarben und weiße Stellen unter der Haut der Fische. Erreger ist ein Sporentierchen. Eine Behandlung ist nicht möglich. Betroffene Fische müssen sofort herausgefangen werden, damit sich die übrigen Exemplare nicht anstecken.

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Pseudomonasis bei Fischen

Die Pseudomonasis- Krankheit ist eine bakterielle Infektion, die oft mit Blutungen in der Maulgegend und mit Körpergeschwüren der Fische sowie nicht selten auch inneren Blutungen verbunden sind. Es kann eine Behandlung mit Antibiotika (Tierarzt!) versucht werden, aber ein Erfolg ist dabei nicht garantiert, weil es viele resistente Erregerstämme gibt.

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Samtkrankheit bei Fischen

Die Samtkrankheit entsteht durch Parasiten und zeigt sich durch einen goldgelben, samtigen Belag auf Körper und Flossen der Fische. Befallene Fische scheuern sich sehr häufig, bei starkem Befall kann sich die Haut ablösen. Zumeist heftiges Atmen und lethargisches Verhalten der Fische. Bitte erhöhen Sie sofort die Wassertemperatur. Die frei schwimmenden Stadien des einzelligen Erregers lassen sich mit handelsüblichen Medikamenten abtöten.

  • Fische liegen am Boden und klemmen die Flossen
  • Die Haut der Fische ist von samtigen Belägen befallen
  • Die erkrankten Fische fressen nicht mehr und magern ab
  • Fische atmen heftig und schnappen nach Luft
  • Fische& scheuern sich
  • Fische sondern sich ab, verstecken sich
  • Haut der Fische ist verschleimt
  • erhöhte Schleimabsonderung bei den Fischen
  • Schleimhaut der kranken Fische löst sich

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Sauerstoffmangel bei Fischen

Sie erkennen, dass die Tiere unter Sauerstoffmangel leiden, wenn die Fische fast ausschließlich an der Wasseroberfläche schwimmen, weil dort der meiste Sauerstoff vorhanden ist. Führen Sie bitte sofort Teilwasserwechsel durch und kontrollieren Sie die Geräte, besonders Filter und Membranpumpe. Besatzdichte überprüfen.

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Stickstoffvergiftung bei Fischen

Wenn eine Stickstoffvergiftung vorliegt, haben die Fische hervorstehende Augen. Die Fische schwimmen an der Wasseroberfläche oder in der Nähe des Filterauslaufes. Die sich schneller als normal bewegenden Kiemen sind oft braun. Sie sollten die Fische in einen Behälter mit unvergiftetem Wasser umsetzen. Beckenwasser austauschen. In Zukunft häufiger Wasserqualität überprüfen und, wenn nötig, tägliche Teil Wasserwechsel durchführen.

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Unterkühlung der Fische 

Fische die unterkühlt sind, sind lethargisch und zeigen Gleichgewichtsstörungen. Diese Symptome treten plötzlich auf. Es sind stets alle Tiere betroffen. Sie sollten sofort die Wassertemperatur überprüfen. Kontrollieren, ob Heizstab oder Thermostat defekt sind. Aber bitte Vorsicht: Kein heißes Wasser nachfüllen, sondern Temperatur langsam erhöhen.

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Vergiftungen der Fische 

Vergiftungserscheinungen der Fisch sind an unterschiedlichen Symptomen erkennbar, Vergiftungen können zu leichten Beschwerden aber auch zum Tod der Fische führen. Vergiftete Fische schwimmen häufig mit angeklemmten Flossen im Kreis. 

Falsche Haltungsbedingungen, falsche Fütterung und zu starke Belastung von Nitrit, Nitrat und Phosphat können Vergiftungen der Fische verursachen. Aber auch mit Chlor und Kupfer vorbelastetes Leitungswasser ist für Fische giftig, so wie auch die unsachgemäße Reinigung der Hände oder Dekorationsgegenstände noch giftige Substanzen enthalten können.

  • Laugen und Säuren (Detergenzien) Vergiftungen bei Fischen

Laugen und Säuren setzen die Oberflächenspannung des Wassers stark herab und können zum Tod der Fische führen. Dies ist jedoch von Mittel, Dosierung und Beckengröße abhängig. Laugen und Säuren greifen die Kiemen an und zerstören die roten Blutkörperchen sowie die schützende Schleimhaut. Vermeiden Sie unbedingt, dass Reinigungs-, Wasch- und Spülmittel ins Aquarium gelangen.

  • Kupfer, Eisen und Bleivergiftungen der Fische

Bei diesen Schwermetallen sind geringe Dosierungen toxisch und führen langfristig zum Tod der Fische. Die Fische reagieren mit einer stark vermehrten Schleimhautabsonderung, die Kiemen werden stark angegriffen, wodurch die Atemfrequenz steigt und der Erstickungstod eintreten kann. Weitere Symptome sind hektisches Schwimmen und herum-schießen der Fische. Kupfer und Blei können durch Wasserleitungen oder durch Dekorationsgegenstände (Mineralhaltige Steine usw.) ins Aquarium gelangen.

  • Stickstoffverbindungen 

Stickstoff-Verbindungen sind im Aquarium meistens vorhanden. Durch Fischkot, Pflanzenabfälle und Futterreste entstehen diese Abbauprodukte. Dabei entstehen folgende Produkte Ammoniak (NH3), Ammonium (NH4), Nitrit (NO2), Nitrat (NO3) und Harnstoffe. Durch den Abbau dieser Stoffe wird Sauerstoff verbraucht. Steht dieser Sauerstoff nicht ausreichend zur Verfügung verlangsamt sich der Abbau und die Werte der Stickstoffverbindungen steigen. Dabei können sie Vergiftungen der Fische hervorrufen, die sogar zum Tod der Tiere führen kann. Oberste Grenzwerte für Ammoniak à 0,2 mg/L, Nitrit sollten nicht überschritten werden, Nitrat mit 200mg/L und der Ammonium ist individuell vom PH-Wert abhängig.

  • Schwefelwasserstoff

Schwefelwasserstoff entsteht durch Faulgas im dreckigen und faulenden Bodengrund. Schwefelwasserstoff-Gas erkennen Sie am nach faulen Eiern riechenden Geruch des Beckens. Schwefelwasserstoff-Gas ist das giftigste Gas im Fisch-Becken, schon geringste Mengen führen zum Tod der Fische. Sie erkennen die Entwicklung dieser Gase durch vermehrtes Algen-Wachstum im Bodenbereich. Die Fische bekommen eine veränderte Kiemenfärbung (meist violett) und zeigen deutliche Atemnot (Oberflächen-Schwimmen). Turmdeckelschnecken können als wirksames Mittel gegen die Fäulnis im Bodengrund helfen. Weiterhin sollten Sie den Boden mit einer Mulmglocke bei regelmäßigen Wasserwechseln durcharbeiten, auch grober Kies verhindert die Faulgas-Entwicklung. Sand sollte regelmäßig gereinigt werden.

Sie erkennen Vergiftungen der Fische recht schwer, da die Fische meisten Symptome aufweisen, die auf Krankheiten der Fische schließen lassen. Erkennungsmerkmale für Vergiftungen:

  • Atemprobleme der Fische
  • Schreckhaftigkeit der Fische
  • Umherjagende Fische im Aquarium
  • intensivere Färbung oder starkes Verblassen
  • Taumeln der Fische
  • Apathie

Sie sollten die Fische entweder SOFORT in ein anderes Becken umsetzen und die Ursache der Vergiftung suchen oder den Wasserwechsel von mindestens 80-90% durchführen. Als Neuwasser wird unbelastetes oder aufbereitetes Wasser verwendet.

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Wasserschimmel / Fischschimmel

Die Risikogruppe für diese Fischkrankheit sind eigentlich alle Fische, besonders aber schlecht gehaltene Brackwasserfische. Die Pilze aus der Gattung Saprolegnia bilden wattebauschartige Beläge. Häufig werden offene Wunden infiziert. Die Sporen sind in jedem Aquarium vorhanden. Die Behandlung erfolgt indem Sie Vitamin-C-reiches Futter und Bäder in handelsüblichen Medikamenten.

  • Watteähnlicher Belag auf Augen, Kiemen und Flossen
  • eingerissene Flossen
  • Weißer, wattebauschähnlicher Belag aus einzelnen Fäden

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Weißpünktchenkrankheit der Fische

Symptome der Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose) sind kleine weiße Pünktchen auf dem ganzen Fisch-Körper, zumeist verbunden mit stark verschleimter und entzündeter Haut (häufige scheuernde Bewegungen der Tiere). Sie sollten eine leichte Erhöhung der Wassertemperatur vornehmen, um den Lebenszyklus des Erregers zu beschleunigen und handelsübliche Medikamente gegen Parasiten einsetzen,  wenn Ihre Fische an der  Weißpünktchenkrankheit erkrankt sind.

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