Borreliose bei Hunden

Borreliose bei Hunden

Der Erreger der Borreliose ist ein Bakterium, das besonders in feuchten Gebieten häufig vorkommt. Borrelien leben im Darm von Zecken und werden durch die Zecken übertragen. Sobald eine mit Borrelien infizierte Zecke den Hund beißt, werden die Borrelien freigesetzt. Eine Übertragung der Erreger auf das "gebissene Tier" geschieht allerdings erst nach etwa 24 Stunden. Das Entfernen der Zecke innerhalb dieser Zeit kann die Infektion verhindern. Die Diagnose einer Borreliose ist

schwierig, da es keine eindeutigen Symptome gibt.

Es gibt unterschiedliche Merkmale der Borreliose bei Hunden. Informieren Sie Ihren Tierarzt, wenn die Möglichkeit besteht, dass beim Hund die Gefahr der Borreliose bestehen könnte, wenn Ihr Hund über mehrere Stunden von Zecken attaktiert wurde. Wiederholt auftretende Fieberschübe, Futterverweigerung, Lymphknotenschwellungen oder Lethargie könnten Symptome für eine Borreliose beim Hund sein. Auch Herzprobleme und neurologische Erscheinungen – wie Gesichtslähmungen – oder auch Erkrankungen der Nieren, selbst schwere Augenentzündungen könnten durch eine Borreliose beim Hund auftreten. Eine Borreliose kann nur vom Tierarzt durch verschiedene, tierärztliche Untersuchungsmethoden diagnostiziert werden.

Nachweis von Borrelien beim Hund erfolgt durch Laborbefund

  • der Nachweis erfolgt über Borrelien-Antikörper im Blutserum, die als Immunantwort des Immunsystems des Hundes auf eine Borrelien-Infektion (Antikörper-Titer) gebildet werden
  • die Borrelien-Antikörper im Blut des Hundes lassen sich nach ca. 3 bis 5 Wochen nach der Borrelien- Infektion nachweisen. Der eindeutige Nachweis ist jedoch kaum möglich, da Borrelien-Antikörper auch bei vollkommen gesunden Hunden vorkommen.
  • Tierärzte nutzen hierzu den Indirekten Hämagglutinationstest (IHA), Immunfluoreszenstest (IFT), Western-Blot, Immunoblot, Enzym-Immunoassay (EIA), C6-ELISA-Test

Der behandelnde Tierarzt wird die Behandlung eines von Borrelien befallenen Hundes mit einem Antibiotikum – Tetracyclin, Amoxicillin oder Doxycyclin – vornehmen. Die Medikamente müssen täglich über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. Weitere, individuelle Therapien werden je nach den jeweiligen Symptomen beim Hund angewendet. Leider ist die Therapie nicht immer erfolgreich, Rückfälle sowie Spätfolgen können auftreten.

 Die sicherste und unkomplizierteste Vorbeugung ist die Vermeidung eines Zeckenbisses, durch eines der verschiedenen Präparate, die frei erhältlich sind. Außerdem sollte der Hund täglich – am besten gleich nach dem Spaziergang – nach Zecken untersucht werden, um Zecken rechtzeitig entfernen zu können. Wenn sie sichergehen wollen und sie an der Bisswunde eine Veränderung in Form von Hautrötung oder –Schwellung entdecken, können sie die entfernte Zecke zur Untersuchung vom Tierarzt einschicken lassen. Eine vorbeugende Impfung des Hundes gegen Borrelien ist ebenfalls möglich.

  • Die Borreliose kann bei Hunden Lahmheit, Humpeln und Hinken des Hundes verursachen
  • Die Borreliose kann bei Hunden Fieber auslösen
  • Die Borreliose kann bei Hunden das Allgemeinbefinden stören, Müdigkeit, Abgeschlagenheit - der Hund ist schlapp
  • Die Borreliose bei Hunden kann die befallenen Gelenke anschwellen lassen und berührungsempfindlich machen. Beim behutsamen Abtasten der Gelenkes, zeigt es der Hund das Wegziehen des Beines
  • Die Borreliose bei Hunden kann langfristig immer wieder Gelenkentzündungen (Arthritis, Borrelienarthritis), hervorrufen, auch an mehreren Gelenken (Oligoarthritis) gleichzeitig
  • Die Borreliose bei Hunden kann einen "steifen Gang" verursachen, der Hund vermeidet beim Gehen die Bewegung der Gelenke
  • Die Borreliose bei Hunden spürbare Temperaturerhöhungen an den betroffenen Gelenken verursachen, durch die Entzündungen der Gelenke 
  • Die Borreliose kann bei Hunden Beschwerden an verschiedenen, wechselnden Gelenken verursachen
  • Die Borreliose kann bei Hunden Lähmungserscheinungen an unterschiedlichen Gelenken hervorrufen
  • Die Borreliose kann bei Hunden Beschwerden und Schmerzen an der Wirbelsäule und den Wirbelgelenken verursachen
  • Bei der Borreliose kann ein Hund Schmerzen haben, wenn er nach einer Ruhephase wieder in Bewegung kommt
  • Durch die Borreliose ist meistens beim Hund das Ellenbogengelenk, Kniegelenk, Pfoten- Bereich infiziert und betroffen, in schweren Fällen kann ein gekrümmter Rücken entstehen, (Katzenbuckel beim Hund)
  • Die Borreliose bei Hunden kann Appetitlosigkeit (Anorexie) bis hin zur Futter- Verweigerung auslösen
  • Durch die Borreliose können die Lymphknoten beim Hund anschwellen
  • Wenn Sie bei Ihrem Hund bemerken, dass Verhaltensänderungen und Bewegungsunlust - bis zur Aggression - vorkommen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

 

Vermutete Folgen der Borreliose bei Hunden bei sehr schweren Verläufen 

  • Der Hund hat neurologische Symptome wie Meningitis, Hirnhautentzündung, Entzündung der Rückenmarkshäute.
  • Myokarditis (Erkrankung des Herzens) des Hundes
  • Glomerulonephritis (Erkrankung der Nieren) des Hundes

 

Haben Sie weitere Tipps, Informationen oder Erfahrungen mit der Borreliose bei Hunden? Andere Hundebesitzer freuen sich bereits über Ihren Beitrag.

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