Sterilisation & Kastration der Hunde

Sterilisation | Kastration der Hunde

Sie als Hundehalter sollten sich darüber bewusst sein, dass Sie mit der Kastration bzw. Sterilisation einen folgeschweren Eingriff in Körper und Leben ihres Hundes durchführen lassen. Die Kastration bzw. Sterilisation Ihres Hundes kann zur besseren ganzheitlichen Gesundheit und zu einer längeren Lebensdauer Ihres Hundes beitragen, trotzdem stellt die Frage der Kastration bzw. Sterilisation ihres Haustieres immer eine verantwortungsbewusste Entscheidung dar. Eine Pauschalkastration

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ist sowohl aus tierschützerischen wie aus verhaltensbiologischen Gründen abzulehnen.

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Gesundheitliche Vorteile

Bei einer Kastration werden der Hündin die Eierstöcke entfernt. Die Sterilisation von Hündinnen soll das Risiko für Brustkrebs verringern und zur Vermeidung von Krebs der Harnwege und/oder Eierstöcke beitragen. Auch Harnwegsinfektionen, die bei nicht sterilisierten Hündinnen häufig vorkommt, sollen verhindert werden. Eine gesundheitliche Absicherung der Hündin durch Kastration ist auch nach neueren veterinärmedizinischen Erkenntnissen nicht das beste Mittel. Eine ungeplante Trächtigkeit und eventuell problematsich verlaufende Geburten für die Hündin werden durch die Kastration bzw. Sterilisation ausgeschlossen. Auch die Risiken, die mit einer Abtreibung einhergehen, gibt es nach einer Kastration nicht mehr. Bei einer Kastration besteht das Risiko von Gesäugetumoren.

 

Gründe zur Kastration einer Hündin:

  • wiederkehrende Scheinschwangerschaften u.a. auch, weil als Spätfolge ein erhöhtes Risiko für bösartigen Milchdrüsenkrebs genannt wird
  • Gebärmutterentzündungen und Vereiterungen, Eierstockzysten
  • bei zyklusabhängigen Gesäugetumoren
  • bei hormonell bedingten Erkrankungen

Einige Tierärzte sterilisieren die Hündinnen bereits vor ihrerer ersten Läufigkeit, andere Tierärzte lehnen diesen Eingriff zu so einem frühen Zeitpunkt ab. Es ist unumgänglich, dass die Kastrationsentscheidung eine Einzelfallentscheidung sein muss, die nach Abwägung aller wichtigen Vor- und möglichen Nachteile gefällt werden sollte, möglichst durch Heranziehung der Meinung eines zweiten Tierarztes/Tierärztin, sowie eines kompetenten Hundeführers/in, der/die den Hund auch in den angeblich kritischen, problematischen Situationen erlebt hat.

 

Kastration bzw. Sterilisation bei Rüden

Die Kastration, bei der dem Rüden beide Hoden entfernt werden, verhindert Hodentumore und kann das Risiko für Prostataerkrankungen verringern. Durch die Kastration bzw. Sterilisation wird auch das Auftreten perianaler Tumore oder von Hernien, die bei älteren und nicht kastrierten Rüden häufig festgestellt werden, reduziert. Bereits früh kastrierte Rüden verhalten sich anderen Rüden gegenüber weniger aggressiv und lassen sich nicht von läufigen Hündinnen ablenken. Zudem tendieren kastrierte Rüden weniger zur "Kennzeichnung des Territoriums", sie setzen ihre Duftspuren nach dem Eingriff oftmals schwächer oder vermeiden es ganz, auch die "Paarung" mit Gegenständen oder Menschen hört oft nach dem Eingriff auf. Weiterhin können aggressive Ausbrüche Ihres Hundes zurückgehen und somit auch die Wahrscheinlichkeit, sich bei einer Auseinandersetzung zu verletzen. Eine Kastration/Sterilisation kann die Tendenz der Hunde "Herumzustreunen" verringern, wird sich aber nicht auf das gesamte Aktivitätsniveau auswirken. Sollte ein Hund nach dem Eingriff der Kastration/Sterilisation zunehmen, lässt sich das auf eine Überfütterung oder/und zu geringe Aktivität zurückführen.

Gründe zur Kastration beim Rüden:

  • häufig wiederkehrende, eitrige Vorhautentzündungen
  • Veränderungen an den Hoden,
  • ein in der Bauchhöhle verbliebener Hoden kann unter Umständen ein Kastrationsgrund sein
  • Verschiedene Tumorerkrankungen
  • Wenn in der näheren Umgebung sehr viele unkastrierte Hündinnen leben und ein Rüde darunter leidet, dass er lange massivem Stress ausgesetzt ist, dadurch nicht mehr richtig frisst und gar sein Immunsystem geschwächt wird
  • Wenn ein Rüde im hohen Alter an wiederkehrenden Problemen mit der Prostata oder dem Enddarm leidet

Die medizinischen Vorteile, Ihren Hund kastrieren bzw. sterilisieren zu lassen, übertreffen das Risiko, dass bei der Betäubung etwas schief läuft. Bei vielen modernen tierärztlichen Verfahren kommen Geräte zum Einsatz, die die Herz- und Atemfrequenz während der Operation überwachen und einen optimalen Zustand des Patienten gewährleisten. Für Ihren Tierarzt handelt es sich um einen Routineeingriff, die meisten Hunde werden noch am selben Tag wieder nach Hause entlassen.

Nach dem Eingriff sollten die Hunde ein paar Tage lang im Haus gehalten und nur in ruhiger Umgebung an der Leine geführt werden. Vermeiden sie sprunghafte Bewegungen und das Beissen und Knabbern an der Naht, Ihr Tierarzt wird Ihnen weitere Ratschläge zur Pflege des Tieres nach dem Eingriff und für die Zeit nach dem Entfernen der Nähte geben.

 

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Haben Sie Fragen oder Tipps zur Kastration bzw. Sterilisation bei Hunden? Dann freuen wir uns sehr über Ihren Beitrag...

 

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