FHV Herpesinfektion bei Katzen

FHV Herpesinfektion bei Katzen

Herpes ist eine ansteckende, in schweren Fällen sogar lebensbedrohliche Infektionskrankheit der Katzen, die durch Viren entsteht. Betroffen sind vor allem Jungtiere, aber auch erwachsene Katzen, die nicht geimpft sind, können sich an Herpes anstecken. Bei ihnen verläuft die Herpes-Erkrankung meist schleppend und wird häufig chronisch. Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht nicht. Das Herpes-Virus infiziert meist Katzenwelpen und verursacht Schnupfen, Augen- und

Nasenausfluss und eine Einschränkung beim Spielen und Fressen. Bei guter Pflege sind die meisten Kätzchen nach ca. 3 Wochen wieder gesund. Geimpfte Kätzchen können ebenfalls die Herpes-Erkrankung bekommen, oft aber weniger schwer. Ungefähr 80% der FHV infizierten Katzen werden latente Überträger mit einer 45% igen Chance einer Reaktivierung des Herpes-Virus.

Prävention der FHV Herpesinfektion bei Katzen: Grundimmunisierung gegen Herpes in der 8. und 12. Lebenswoche, anschließend jährliche Auffrischung

Symptome der FHV Herpesinfektion bei Katzen

  • Nasenausfluss
  • verklebte Augen
  • Tränenfluss
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit

Das feline Herpesvirus kann völlig ruhig in den Nervenwurzeln Ihrer Katze schlummern. Wenn Ihre Katze Stresssituationen ausgesetzt ist, kann das Virus entlang der Nerven zur Hornhaut eines oder beider Augen gelangen und diese schädigen. Betroffene Katzen beginnen die Augen zu kneifen und zeigen vermehrten Augenausfluss. Einige Katzen können auch Schnupfensymptome zeigen, hören auf zu fressen und fühlen sich schlecht.

 

FHV- Augenentzündungen der Katze

Erwachsene Katzen mit Augenproblemen aufgrund einer FHV-Infektion leiden meist an einer Reaktivierung des Virus und seltener an einer primären FHV-Infektion.

Krankheitsverlauf der FHV-Infektion: Die Katze hat eitrigen Ausfluss aus Augen und Nase sowie blutige Geschwüre (Nase, Zunge, Rachen, Zahnfleisch). 

Übertragung der FHV-Infektion: Über Tröpfchen (Husten, Niesen) und Nasensekret, auch scheinbar gesunde Katzen können den FHV-Herpes-Virus in sich tragen und über Jahre hinweg Überträger sein. Alles, was den normalen Alltag verändert oder die Katze körperlich belastet, kann eine Reaktivierung des Herpes-Virus hervorrufen.
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und welche Strukturen des Auges betroffen sind. Es kann ein lokales Virostatikum (Augentropfen) oder  systemisch wirkende Tabletten eingesetzt werden. LLysin (Aminosäure) wird langfristig verabreicht und beugt dem zukünftigen  Aufflammen der Krankheit vor. Interferon kann lokal/oral immunmodulatorisch wirken. Zusätzliche immununterstützende Injektionen können nötig sein. In einigen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden, der Heilungsverlauf ist oft sehr langwierig. Das Virus kann nicht mehr aus dem Körper Ihrer Katze entfernt werden.

 

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