Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)

F I P bei Katzen

Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit (Bauchfellentzündung), die ausschließlich Katzen befällt. Die FIP- Erkrankung tritt weltweit auf. Eine infizierte Katze kann das Virus für Wochen, Monate oder sogar viele Jahre beherbergen. Die Katze kann genesen, zum Virusträger werden oder die tödliche Erkrankung entwickeln. Die FIP betrifft in einem Bestand nie alle Katzen, sondern immer nur ein bis zwei Katzen, besonders

Jungtiere im Alter von etwa vier Monaten bis zwei Jahren. Infizierte Katzen scheiden das Coronavirus über Speichel und Kot aus. Die Aufnahme des Coronavirus erfolgt durch Inhalation oder Verschlucken des Virus, nach direktem Kontakt mit einer infizierten Katze, oder durch kontaminierte Futterschalen, Spielsachen, Transportkörbe oder sonstigen Gegenstände. Das Coronavirus ist für mehrere Wochen überlebensfähig, kann jedoch durch einfache Haushaltsreiniger und Desinfektionsmittel inaktiviert werden.

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) kann mit einer Symptomatik der Katze in den oberen Atemwegen beginnen. Niesen, leichter Nasenausfluss und vermehrter Tränenfluss sind die typischen Anzeichen einer Erkältung der Katze. Einige Katzen entwickeln eine leichte Darmsymptomatik mit Durchfall, Fressunlust und verminderte Aktivität. Gelegentlich werden in den Augen der Katze entzündliche Ablagerungen sichtbar. Zwischen der Ansteckung und der Mutation der Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) können Wochen, Monate oder gar Jahre liegen. Nicht jede Katze, die eine Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)-Infektion aufweist, muss zwangsläufig an FIP erkranken!!! Kommt es jedoch zur Mutation des Corona-Virus zum FIP-Virus, lebt die Katze in der Regel nur noch wenige Tage bis Wochen. Die Inkubationszeit kann bei Katzen nach der Primärinfektion viele Jahre betragen. Bei jungen Katzen ist der Ausbruch der Erkrankung immer am intensivsten und grundsätzlich tödlich.

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Die Krankheitserscheinungen einer Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) sind im Anfangsstadium nur sehr allgemeiner Art. Die Katze ist zumeist über längere Zeit fieberhaft. Die Futtermenge wechselt und mit fortschreitender Erkrankung an Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) verliert die Katze ihren Appetit zunehmend. Die Katze magert ab. Häufig werden auch Erbrechen, Durchfall, Lähmungen, Atembeschwerden und Anämien bei den an FIP erkrankten Katzen beobachtet. Je nach Verlaufsform der Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) nimmt im Endstadium der Bauchumfang infolge von Flüssigkeitsansammlung zu, oder aber es kommt zu “trockenen” Veränderungen von Leber, Niere und anderen Organen der Katze. Da es keine aussichtsreiche Behandlungsmöglichkeit gibt, endet die Erkrankung leider immer tödlich. Lediglich die Beschwerden der Katze können anfangs mit Medikamenten gelindert werden.

Seit 1993 ist ein Impfstoff in Deutschland zugelassen, der jedoch sehr umstritten ist! (Geimpft werden dürfen nur Katzen, die noch keinen Antikörper aufweisen, ein Test ist  vor der FIP-Impfung unumgänglich. Ihr Tierarzt wird Blutuntersuchungen durchführen, und beim Verdacht einer Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)  – auch den Coronavirus-Test anfordern um die Antikörper gegen Coronavirus zu bestimmen. Achtung: Dieser Coronavirus-Test kann nicht zwischen der Infektion mit dem harmlosen Coronavirus und dem krankmachenden FIP-Virus unterscheiden. Es ist demnach nicht zu empfehlen den Coronavirus-Test bei gesunden Katzen durchzuführen um eine FIP nachzuweisen oder auszuschließen. Über 50 % der gesunden Katzen in der Gesamtpopulation haben Antikörper gegen Coronavirus, die im Test nachgewiesen werden können. Ist die Diagnose FIP jedoch eindeutig gestellt,  sollten Sie auf Behandlungsversuche bei der Katze verzichten, da leider jede therapeutische Maßnahme zu spät ist.

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