Katzenseuche | Katzenpest

Die Katzenseuche | Katzenpest

Die Katzenseuche (Panleukopenie) ist eine häufig tödlich verlaufende, virusbedingte Katzenkrankheit. Die Katzenseuche ist auch bekannt als Katzenstaupe, Katzenpest, infektiöse Enteritis der Katzen, Agranulomatose und Aleukozytose. Der Erreger der Katzenseuche ist ein gegen Umwelteinflüsse äußerst widerstandsfähiges Virus - der Gattung Parvovirus - mit einer Größe von etwa 18 bis 26 Nanometern Durchmesser. Die Vermehrung des Virus findet im Zellkern der

betroffenen Zelle während der Phase der Zellteilung statt. Junge, nicht geimpfte Katzen sind für die Infektion am empfänglichsten für die feline Panleukopenie.


Der Erreger ist gegenüber Umwelteinflüssen sehr unempfindlich und kann bei Zimmertemperatur über ein Jahr infektiös bleiben, die meisten handelsüblichen Desinfektionsmittel können inhn nicht inaktivieren. Das Virus ist hoch ansteckend und wird mit dem Kot und den Körperflüssigkeiten ausgeschieden. Da das Virus sehr resistent gegenüber äußeren Einflüssen ist, kann es bis zu einem Jahr in der Umwelt überleben. Die Übertragung der Infektion kann durch direkten Kontakt mit dem Kot infizierter Katzen oder indirekt über die kontaminierte Umwelt bzw. kontaminierte Objekte wie Lager, Futternapf oder auch Kontaktpersonen erfolgen. Die Katzen infizieren sich über die orale Aufnahme des Virus.

Symptome der Katzenseuche | Katzenpest

Sie erkennen die sichtbaren Anzeichen der Panleukopenie vor allem durch Symptome des Verdauungstraktes (Erbrechen und Durchfall, der oft blutig ist) sowie Fieber, Fressunlust und starke Mattigkeit und Depression bei der Katze. Aufgrund dieser Symptome kommt es sehr rasch zu Dehydratation (Austrocknung) und Anämie (Abnahme der roten Blutkörperchen). Die Anzahl der weißen Blutkörperchen der Katze nimmt oft ebenfalls rapide ab (Leukopenie).

Ungeimpfte Kätzchen sind besonders gefährdet und die Krankheit kann bei ihnen rasch zum Tod führen. Wird eine Katze während der Trächtigkeit mit Katzenseuche (Panleukopenie)infiziert, schädigt das Virus das Gehirn der ungeborenen Kätzchen. Überlebende Kätzchen weisen starke Behinderungen auf, vor allem Gleichgewichtsstörungen und Gangprobleme. Typische Symptome einer Katzenseuche sind blutiger Durchfall und/oder Erbrechen. Die Katzenseuchen- Infektion lässt sich per Labortests durch den Virusnachweises im Kot der infizierten Katze oder durch Nachweis der Virusexposition anhand von Blutproben diagnostizieren. 

Prophylaxe
Zur Vorbeugung einer Infektion und Erkrankung an feliner Panleukopenie sind sehr wirksame Impfungen verfügbar. Kätzchen sollten frühzeitig geimpft werden. Bei der Impfung von trächtigen Kätzinnen ist darauf zu achten, keine Lebendimpfstoffe einzusetzen

Mit einer Behandlung werden nur die Symptome bekämpft. Die Therapie muss aggressiv sein und so früh wie möglich eingeleitet werden. In der Regel ist eine stationäre Aufnahme der Tiere erforderlich. Antibiotika werden eingesetzt, um Sekundärinfektionen zu bekämpfen. Eine Flüssigkeitstherapie dient der Bekämpfung der Dehydratation, während zusätzlich Blut und andere Flüssigkeiten verabreicht werden können, um die Anämie und den Mangel an weißen Blutkörperchen zu beheben. Zusätzlich können auch Medikamente gegen das Erbrechen verabreicht werden.

Infizierte Tiere sollten sofort von anderen Katzen getrennt und isoliert werden. Zudem müssen unverzüglich strengste Hygienemaßnahmen eingeleitet werden, um durch wirksame Desinfektion eine weitere Kontamination der Umwelt, sowie der Kontaktpersonen (Kleidung, Hände, etc.) zu verhindern. Wirksame Mittel gegen den Virus der Katzenseuche sind: Natriumhypochlorit, Formaldehyd und Glutaraldehyd.

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