Tollwut bei Katzen

Tollwut bei Katzen

Bei Tollwut handelt es sich um eine Viruserkrankung, die auch bei Katzen auftreten kann. Tollwut kommt nur bei warmblütigen Tieren, meistens Säugetiere und in erster Linie Fleischfresser, aber auch Nagetiere oder Kaninchen. Tollwut (latein. Rabies) wird durch Erreger, die normalerweise eine Gehirnentzündung, eine Encephalitis auslösen, verursacht. Die Übertragung der Tollwut erfolgt über viren-infiziertem Speichel, bereits eine geringe Konzentration des infizierten Speichels im

Blutkreislauf der Katze kann eine Tollwut-Infektion auslösen. In vielen Fällen geschieht dies über eine Wunde oder einen Biss, da erkrankte Tiere meist aggressiv werden und zu Beißattacken neigen. Aber auch kleinere Hautverletzungen der Katze können bei einem Kontakt mit infiziertem Speichel den Viren als Eintrittspforte dienen. Unbehandelt führt die Tollwut bei Katzen fast immer innerhalb kurzer Zeit zum Tode des Tieres. In wenigen Ausnahmefällen können die Katzen schwere Gehirnschäden erleiden aber die Infektion überleben.

Die Inkubationszeit der Tollwut beträgt bei Katzen zwei bis acht Wochen. Sie erkennen die Tollwut bei Katzen zunächst meistens an die Wesensänderungen, es können sich Magen-Darm-Probleme und fast immer Verhaltensänderungen, wie Aggressivität, Erregung, ein gesteigerter Geschlechtstrieb, gesteigerte Lautäußerungen (Miauen), Wutanfälle mit Beißattacken ("rasende Wut = Toll-Wut"), die bereits durch kleinste Umweltreize wie Lichteinfall oder Geräusche bei der Katze durch die Tollwut hervorgerufen werden. Typisch ist auch Angst vor Wasser (Hydrophobie). Bei einer stillen Form der Tollwut der Katze kann es statt zu Wutanfällen und Raserei auch zur Zurückgezogenheit und Apathie kommen. In einem späteren Stadium der Tollwut-Erkrankung der Katze treten Lähmungen vor allem im Rachenbereich auf. Dies führt zum Sprachverlust, Schluckbeschwerden und einem vermehrten Speichelfluss, der typische "Schaum vorm Maul". Im Bereich der Hinterbeine der Katze treten im Endstadium Lähmungen auf.

Tollwut ist bisher nicht heilbar. Es gibt jedoch eine Schutzimpfung, die einen Ausbruch der Symptome verhindert. Diese Tollwut-Schutzimpfung wirkt auch noch nach der Infizierung, solange noch keine Symptome bei der Katze aufgetreten sind. Tollwut-Impfungen von Katzen (so wie allen Haustieren) sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, alle anderen Impfungen der Katze liegen im Ermessen des Katzenbesitzers.

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