Zahnerkrankungen der Katze

Zahnerkrankungen der Katze

Das Milchgebiss kleiner Katzen hat 26 Zähne, das bleibende Gebiss der Katzen hat 30 Zähne. Das Katzen-Gebiss hat in jeder Kieferhälfte 3 Schneidezähne, einen Eck- oder Hakenzahn und es befinden sich im Oberkiefer 3 und im Unterkiefer nur 2 vordere Backenzähne und jeweils ein hinterer Backenzahn. Trotz sorgfältiger Zahnpflege, lückenlosem Impfschutz und vorbildlicher Ernährung können sich Zahnschäden bei den Katzen entwickeln. Daher sollte man mindestens einmal jährlich die Zähne der Katze vom Tierarzt untersuchen lassen.

In einem gesunden Katzengebiss befindet sich die Mundflora, also die dort siedelnden Mikroorganismen im Gleichgewicht. Der Speichelfluss in der Maulhöhle und die Bewegungen der Zunge und der Lefzen üben eine reinigende Funktion aus. Auch die vom Immunsystem der Katze vermittelten Abwehrmechanismen funktionieren in einer gesunden Maulhöhle einwandfrei. Aber auch bei Katzen bleiben nach jeder Mahlzeit Nahrungsreste an den Zähnen kleben. Diese Rückstände bilden einen idealen Herd für Bakterien. Plaque bei Katzen kann sich besonders gut bei Zahnfehlstellungen, engen Zahnzwischenräumen, auf rauen Zahnoberflächen oder am Zahnfleisch-Rand bilden und festsetzen. Zu Beginn entwickeln sich weiche Zahnbeläge, die teils aggressive Bakterien enthalten, die innerhalb kurzer Zeit zu Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates führen. Diese Bakterien können auch in innere Organe der Katze abgeschwemmt werden und dort Schäden verursachen. Am Zahn selbst sind sie nicht nur für üblen Mundgeruch verantwortlich, sondern langfristig auch für Zahnausfall und andere Gesundheitsprobleme bei geschwächtem Immunsystem der Katze.

Zahnsteinbildung bei Katzen

Die Zahnvorsorge und Zahnhygiene für Ihre kleinen Schmuse-Lieblinge ist enorm wichtig. Zahnstein erkennen Sie daran, dass die Zähne der Katze gelbliche bis bräunliche Verfärbungen aufweisen. Das äußert sich zunächst am Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn, später ist der ganze Zahn der Katze von dem Belag überzogen. Anfangs handelt es sich noch um relativ weiche Beläge, doch innerhalb weniger Tage härten diese Beläge zum Zahnstein aus. Diese Keime, der Druck und die Rauhigkeit des Zahnsteins irritieren das umliegende Zahnfleisch, das sich darauf hin oft entzündet. Eine Gingivitis ist entstanden, die der Tierarzt jedoch noch durch eine professionelle Zahn-Reinigung entfernen kann. Je mehr Plaque sich an den Zähnen Ihrer Katze bildet, desto wahrscheinlicher tritt auch Mundgeruch als eines der typischen Symptome für Zahnstein bei Katzen auf.

Behandlung der Zahnerkrankungen einer Katze

Wenn keine Maßnahmen gegen den Zahnstein unternommen werden, breitet sich die Entzündung weiter aus - es entsteht eine Parodontitis. Die Schleimhauttaschen werden immer tiefer, bis Plaque und Zahnstein sich zwischen Kieferknochen und Zahn schieben. Die entzündlichen Vorgänge im umliegenden Gewebe zerstören dabei zusammen mit von Bakterien freigesetzten Enzymen die elastischen Haltefäden, die den Zahn in seinem Zahnfach festhalten. Schließlich wird auch das knöcherne Bett der Zähne, der Kieferknochen, angegriffen. Folgen sind ein Schwinden der Knochensubstanz, Lockerung der Zähne und letztendlich Zahnverlust. Oft merkt man den Katzen relativ wenig an, aber sie können auch starke Zahnschmerzen bekommen. Dann ziehen sie beispielsweise weiches Futter dem Trockenfutter vor, kauen nur noch auf einer Seite oder verweigern sogar die Futteraufnahme. Darum sollten Sie unbedingt regelmäßig die Zähne Ihrer Katze kontrollieren.

Häufige Zahnerkrankungen bei Katzen sind:

  • Zahnfleischentzündungen (durch Plaquebakterien, d. h. vor allem durch Zahnbelag, aber auch durch Zahnstein verursacht)
  • Parodontitis (Erkrankungen des Zahnhalteapparates)
  • Entzündungen der Zahnwurzel bei den betroffenen Katzen
  • Zahnfrakturen (abgebrochener Zahn)
  • FORL (bei Katzen, eine Erkrankung, bei der sich Teile des Zahns auflösen, dabei kann der Nerv freiliegen und heftige Zahnschmerzen auslösen)
  • Stomatitis-Gingivitis (bei Katzen eine sehr schmerzhafte und leider häufige Erkrankung)
  • Bei jungen Kätzchen: Probleme mit dem Zahnwechsel (Milchzähne fallen nicht aus, brechen ab oder beißen sich infolge einer Zahn-Fehlstellung im Kiefer ein)
  • Kieferfehlstellungen und Zahnfehlstellungen bei der Katze

Zahnerkrankungen können im ganzen Körper der Katze streuen und Grundkrankheiten von Herz, Leber, Niere, Lunge oder anderen Organen verursachen. Nicht nur übler Geruch aus dem Maul der Katze und vermehrter Speichelfluss, sondern auch Zahnfleischentzündungen und dementsprechend Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme können Folge einr Zahnerkrankung der Katze sein. 

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FORL bei Katzen

Die FORL (feline odontoklastische resorptive Läsion) ist eine Zahnerkrankung der Katze, die gekennzeichnet ist durch eine außerordentlich schmerzhafte Zerstörung der Zahnhartsubstanz durch körpereigene Zellen. Jede dritte Katze leidet unter FORL. Neueste Untersuchungen beweisen, dass fast 50% aller Katzen über 5 Jahren unter FORL leiden. FORL nimmt mit dem Alter der Katze zu, Katzen über 5 Jahre sind doppelt so häufig betroffen als jüngere Katzen. Da ca. 72% der Katzen über 6 Jahre Parodontose- Probleme haben, gilt FORL als Hauptursache. Eine Überversorgung mit Vitamin D3, sowie eine Störung im Calcium-Phosphor-Verhältnis, kann ebenfalls Einfluss auf die Ausbreitung einer FORL haben. 

Bei FORL greift der Katzenkörper die eigenen Zähne an und es entstehen Löcher in den Zähnen der Katze, weil der Organismus die harte Zahnsubstanz auflöst. FORL entwickelt sich fast ausschließlich am Wurzelzement (Bereich der Schmelz-Zement-Grenze) Nähe des Zahnhalses kurz unterhalb der Maulschleimhaut. Von hier aus schreiten die zahnhartsubstanzauflösenden Prozesse tiefer in das Dentin (Zahnbein) fort. Dieses führt über geöffnete Dentinkanälchen und dem späteren Durchbruch in die Pulpa (Zahnnerv) zu den massiven Schmerzen der Katze. Bei FORL gilt Parodontitis als Hauptrisiko, da die meisten von FORL betroffenen Katzen schon einmal an Parodontis litten oder noch leiden. Je nach Entstehung und Krankheitsverlauf der FORL unterscheiden sie sich in:

FORL Typ 1 bei dem entzündliche Prozesse bei der Entstehung der FORL beteiligt sind. Dieses sind oft Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis), mit Knochenabbau. Die Zahnhartsubstanzdefekte sind ausgefüllt mit Entzündungszellen.

Bei FORL Typ 2 gibt es keine vorausgegangenen Entzündungsprozesse. Das Fortschreiten der FORL wird jedoch durch Entzündungen begünstigt. Bei FORL Typ 2 kann der Tierarzt reparative Prozesse durchführen, die durch das Auffüllen der entstandenen Läsionen mit zement- oder knochenartigem Ersatzgewebe stattfindet. Leider handelt es sich jedeoch um eine fehlerhafte Reparatur, da eine Verknöcherung zwischen Kiefer und Zahnwurzel stattfindet. Diese sog. Ankylosierung führt dann zum Elastizitätsverlust des Zahnes im Knochenfach. Durch die nun fehlende stoßbrechende Wirkung kommt es bei Belastung oft zum Abbrechen der Zahnkrone, meist in Höhe der Maulschleimhaut. Eine Füllungstherapie bei FORL-Zähnen hat schlechte Langzeitprognosen, da die Entzündungsprozesse im Wurzelbereich fortschreiten.

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Die Maul-Rachen-Entzündung bei Katzen

Die Maul-Rachen-Entzündung (Stomatitis-Faucitis-Pharyngitis) bei Katzen entwickelt sich ähnlich wie die FORL, führt aber zu einer fulminanten Entzündung der Maulschleimhaut. Das Calicivirus, ein normaler Durchfallerreger, der bei vielen betroffenen Katzen nachgewiesen wurde. Auch hat man festgestellt, dass das katzenspezifische Immunschwächevirus FIV die Ausprägung sowohl der Maul-Rachen-Entzündung als auch der FORL begünstigt. Diese Maul-Rachen-Entzündung wird feuerrot und ist für die Katze extrem schmerzhaft. Die Entzündung sieht man entweder am Zahnfleisch der Backenzähne oder im Rachenraum der Katze. Die Maul-Rachen-Entzündung kann dort den gesamten Rachenring betreffen. Wird die Maul-Rachen-Entzündung nicht behandelt, fressen die betroffenen Katzen kaum noch, verlieren Gewicht und pflegen sich nicht mehr richtig. Der Tierarzt unterscheidet die Stomatitis-Faucitis-Pharyngitis von der einfachen Zahnfleischentzündung, da sie sich nicht auf die Zahnfleischtaschen beschränkt und sich im Rachenraum ausbreitet.


Behandlung der Maul-Rachen-Entzündung / Stomatitis-Faucitis-Pharyngitis

Die Therapie beginnt meist mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln für Katzen. Die betroffenen Stellen des Rachens können mit einem Laserstrahl verödet werden, das wirkt vorübergehend schmerzlindernd. Die Virus-Bekämpfung ist sehr schwierig, erfolgt nur über teure Medikamente und bringt bei den Katzen unterschiedlichen Erfolg. Vermutlich spielen bei der Maul-Rachen-Entzündung die Zähne eine zentrale Rolle. Die Behandlung einer Stomatitis-Faucitis-Pharyngitis bedeutet alle Zähne der Katze zu reinigen, alle erkrankten Zähne zu ziehen ( manchmal sind es alle Backenzähne), wenn möglich tägliche Spülungen mit Chlorhexidin durchzuführen und Antibiotika und Kortison zu verabreichen. Die Erfolgsrate bei der Extraktion der Zähne liegt deutlich über 50 % und ist die sicherste und langfristig gesehen und die günstigste Variante, da die Gesamt-Extraktion unter Narkose die Beschwerden rasch und nachhaltig lindert.

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Zahnfleischentzündung | Gingivitis bei Katzen

Unter Gingiva versteht man das Zahnfleisch, das den Zahn der Katze umrundet. Als Erreger einer Zahnfleisch-Entzündung bei der Katze kommen prinzipiell alle in der Mundflora vorkommenden Bakterien in Betracht. Eine Gingivitis entsteht sehr schnell, die Zahnfleisch-Entzündung kann sich innerhalb 48 Stunden entwickeln. Bei einer Zahnfleisch-Entzündung ist das Zahnfleisch der Katze meist direkt am Rand der Zähne gerötet, häufig blutet es und ist schmerzempfindlich.

Oftmals geht eine Gingivitis auch mit anderen Erkrankungen des Mund-Rachen-Raumes einher:

  • Gingivitis = Zahnfleischentzündung -Bakterielle Infektion, meist durch Zahnstein oder Zahnbeläge (Plaque), beispielsweise mit Pasteurella oder Bartonella
  • Gingivahyperplasie = Schwellung oder Wucherung des Zahnfleisches
  • Konkremente = Zahnstein
  • Parodontitis= Entzündung des Zahnhalteapparates
  • Stomatitis = Entzündung der Mundschleimhaut
  • Pharyngitis = Entzündung des Rachens
  • FORL =  Feline odentoklastische resorptive Läsion, neck lesions
Bei der felinen chronischen Gingivo-Stomatitis leidet die Katze unter meist schweren Entzündungen des Zahnfleischs und der Maulschleimhaut im gesamten Maul- und Rachenbereich.
 Das Immunsystem der Katze spielt hierbei eine wichtige Rolle, da die Katze auf Bakterien oder Viren mit einer starken Entzündung reagiert, oder es entwickelt sich eine Immunsuppression (das Immunsystem ist zu schwach).

Mögliche Ursachen einer Zahnfleisch-Entzündung der Katze:

  • Infektion mit Viren, z.B. Calicivirus oder Herpesvirus
  • Schwäche oder Erkrankungen des Immunsystems durch Viren oder andere Erkrankungen der Katze
  • Nierenversagen
  • Verletzung durch Fremdkörper, ätzende Substanzen
  • Zahnerkrankungen, häufig Zahnwurzelerkrankungen, wie FORL
  • Zahnwurzelabszesse
  • Tumore
  • Vergiftungen, z.B. Thallium-Vergiftung

Geht die Entzündung nicht zurück, entstehen Zahntaschen, in denen sich Futterreste und Bakterien festsetzen. Eine fortgeschrittene Gingivitis ist sehr schmerzhaft. Die Katzen speicheln vermehrt, riechen unangenehm aus dem Maul, sind oft mit den Pfoten im Maulbereich aktiv und haben im fortgeschrittenem Stadium Schwierigkeiten beim Fressen. In diesem Stadium müssen die Zähne und das Zahnfleisch in Narkose saniert werden. Dazu gehört ein gründliches Scaling mit einem Ultraschallgerät, eine Politur und eine Fluoridierung der Zähne. Zahnfleischtaschen werden chirurgisch entfernt und antibiotisch versorgt. Röntgenaufnahme dienen dazu, festzustellen, ob die angegriffenen Zähne noch wurzelgesund sind. Sind die Wurzeln mitbeschädigt, so müssen die erkrankten Zähne leider extrahiert werden, um der Katze weitere Schmerzen zu ersparen. Katzen kommen sehr gut ohne ihre Zähne zurecht. Sie haben das Gebiss eines Fleischfressers mit einer harten Gaumenplatte, es dient somit nicht dem Kauen sondern dem Reißen von Fleisch. Viele Katzen erholen sich innerhalb weniger Tage nach dieser Operation und fressen nach dem Abklingen der Wundschmerzen unbekümmert ihr Nass- und Trockenfutter. Darum ist das Zahnziehen der Tortur des wiederholten Tierarztbesuches, den häufigen Narkosen und den dauerhaften Schmerzen vorzuziehen.

Symptome einer Gingivitis bei Katzen

  • rotes, geschwollenes oder auch blutendes Zahnfleisch bei der Katze
  • wucherndes Zahnfleisch und auch Rückgang des Zahnfleisches
  • vermehrtes Speicheln der Katze
  • vermehrtes Schmatzen oder Schmerzen beim Fressen. Katzen verweigern das Fressen, wenn die Schmerzen beim Kauen zu stark sind
  • Mundgeruch
  • Appetitlosigkeit
  • Wenn die Katze mitten im Fressen anfängt zu fauchen oder sogar wegläuft
  • Wenn die Katze beim Fressen den Kopf schief hält
  • Der Unterkiefer der Katze kann beim Gähnen klappern oder sie faucht beim Gähnen
  • Katzen kratzen sich häufig mit der Pfote am Maul
  • Der Rückgang des Zahnfleischs sowie teilweise freiliegende Zahnhälse
  • Teilweise stark gerötete Schleimhaut, bis hin zu geschwürigen Veränderungen der Schleimhaut im Maul der Katze
  • Ausfall von Zähnen der Katze

Ein Tierarzt sollte schnellstmöglich eine genaue Anamnese erstellen. Sofern Zahnstein vorhanden ist, sollte dieser schnellstens entfernt werden. Je nach Symptomen und Kranken-Vorgeschichte der Katze sind eventuell Abstriche sinnvoll um etwaige Virenerkrankungen auszuschließen. Ein Röntgenbild ermöglicht Klarheit um das Ausmaß der Läsionen zu beurteilen. Bei einer chronischen Gingivitis hat die Katze meistens keine Schmerzen, jedoch kann eine chronifizierte Gingivitis in eine Parodontitis oder den Verlauf einer bestehenden Parodontitis beschleunigen. Wenn eine virale Erkrankung Auslöser der Gingivitis bei der Katze ist, ist es wichtig schnellsten die Viruserkrankung zu behandeln. Bei manchen viralen Erkrankungen ist der Einsatz von Cortison jedoch ungeeignet, da das Cortison das Immunsystem unterdrückt und somit die Viruserkrankung schneller voran schreiten kann.
Ob bestimmte Trockenfuttersorten oder Leckerlis die die Zähne reinigen, ist umstritten, jedoch soll das Risiko geringer sein, wenn die Katze regelmäßig größere Fleischstücke selbst zerkleinern muss. Es ist sehr wichtig eine chronische Gingivitis zu bekämpfen, da die aggressiven Bakterien auch andere Organe der Katze schädigen, in dem sie sich darin ablagern. In Fachkreisen wird eine chronische Gingivitis durchaus als eine mögliche Ursache der chronischen Niereninsuffizienz angesehen. Zahnerkrankungen der Katzen,  Zähneputzen bei der Katze, Zahnbehandlungen bei Katzen, Zahnfleischentzündung | Gingivitis bei Katzen, Maul-Rachen-Entzündung / Stomatitis-Faucitis-Pharyngitis, FORL, Maul-Rachen Entzündung bei Katzen, Gebiss der Katze,

Zähneputzen bei der Katze

Sie können Ihrer Katze das Zähneputzen angewöhnen, wenn Sie behutsam und geduldig vorgehen. Am Besten gewöhnen Sie Ihr Kätzchen daran, indem Sie immer wieder einmal über Mäulchen und Lippen streicheln. Dann öffnen Sie ab und zu mal das Mäulchen. Sobald sich das Kätzchen das gefallen lässt, können Sie mit den Fingerspitzen Zähne und Zahnfleisch vorsichtig massieren. Bestechen Sie Ihre Katze nach der Massage ruhig mit einem Leckerli :-). Die Zahn- und Zahnfleischmassage wird nun mit etwas spezieller Katzenzahnpasta auf den Fingern fortgesetzt. Diese speziellen Zahnpasten schmecken meist recht gut, und nun ist es oft gar nicht mehr so schwer, auch die Zahnbürste in das Massageprogramm einzuführen.... und danach wird gekuschelt. 
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Zahnbehandlungen bei der Katze

Da die Katzen das Mäulchen nicht freiwillig für den Tierarzt öffnen und nicht stillhalten, kann der Tierarzt die Zähne der Katze nur unter Narkose behandeln. Auch das Abkratzen der Zahnbeläge können Katzen ohne Betäubung kaum ertragen. Da bei Katzen unter dem Zahnbelag fast immer bereits beschädigte Zähne sind, ist die Berührung für die Katze sehr schmerzhaft. Das grobe Abkratzen verursacht zusätzlich Schäden im Zahnschmelz, in diese kleinen Fissuren setzen sich dann viel schneller neue Bakterien und neue Beläge. Darum ist immer eine Zahnreinigung mit dem schonendem Ultraschallgerät empfehlenswert. Anschließend sollten die Zähne poliert werden, um Mini-Kerbungen im Schmelz zu glätten, abschließend sollten die Zähne immer zum Schutz fluoridiert werden. Je nach Zustand der Maulhöhle der Katze und Stärke des Zahnsteinbefalls wird der Tierarzt eine Behandlung mit Antibiotika empfehlen. Grundsätzlich birgt jede Narkose ein Risiko, beim jungen Tier ist es geringer als bei älteren Katzen, doch aufgrund dieses generellen Narkose-Risikos benötigt der Tierarzt Ihre Einverständniserklärung vor jeder Narkose.


Zähne bei der Katze ziehen

Das Ziehen der Zähne beim Tierarzt ist eine langwierige, aufwendige Prozedur, denn Katzen haben insgesamt 14 Backenzähne. Einige der Backenzähne der Katze haben zwei oder sogar drei Wurzeln. Diese müssen vor dem Ziehen getrennt und die Wurzel des Zahns muss vorsichtig aus dem Knochenbett gelöst werden. Bei Katzen mit FORL gestaltet sich die Extraktion noch schwieriger, weil die Zähne oftmals durch Löcher im Zahn-Halsbereich geschwächt sind und dadurch schnell abbrechen. Zudem führt die Erkrankung im Wurzelbereich zu Narbengeweben, die eine Zahnextration erschweren. Viele Zähne sind zum Zeitpunkt der Behandlung schon abgebrochen und vom Zahnfleisch bedeckt. Es wird empfohlen, auch diese Zahn-Wurzelreste zu entfernen um weitere Entzündungen zu vermieden und ein erneutes Aufflammen der Autoimmunerkrankung vorzubeugen. Bedenken Sie bitte auch , dass die Katzen in größeren Zeitintervallen altern als wir. Bei der Katze bedeutet das Hinauszögern der Zahnbehandlung um ein halbes Jahr in Bezug auf den Alterungsprozess der Katze, als wäre das Tier um mehr als ein ganzes Jahr gealtert.

Jetzt interessieren uns Ihre Erfahrungen, Berichte und Tipps zu den "Zahnerkrankungen der Katze".... ;-)

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