Zeckenbisse bei Katzen

Zeckenbisse bei Katzen

Zecken können auch bei Katzen zwei ernst zunehmende Krankheiten verbreiten, auch wenn im Gegensatz zu Hunden die Katzen wesentlich seltener durch Zeckenstiche mit Krankheitserregern infiziert werden. Zecken sind kälteempfindliche Spinnentiere, die erstarrt in Laubschichten des Waldbodens überwintern und kommen mit den ersten wärmeren Frühlingstagen wieder zum Vorschein!

Ab eine Temperatur von 10 ° Grad ist die Zecke aktiv. Noch begünstigend ist die wärmere Jahreszeit mit hoher Luftfeuchtigekeit von 80-95%. Bei den für die Zecken günstigen Temperaturen kommt es zu einer rasanten Vermehrung bis hin zum Massenbefall. Zecken übertragen für Mensch und Tier gefährliche Krankheitserreger wie z.B. die Borreliose-Bakterien, die Gelenksentzündungen verursachen und die FSME (Hirnhaut-Entzündung)!
Durch den Speichel der Zecken können Nervensystem, Herz und Nieren sowie andere Organe geschädigt werden. Die australische Zecke Ixodes holocyclus verursacht eine starke Lähmung, die unter Umständen lebensbedrohlich für die Katze werden kann. Borreliose, Babesiose oder auch FSME sind bei Katzen nur sehr selten, aber sie werden durch Zeckenbisse auch auf die Katzen. Hat sich die Zecke mit Ihrem Saugrüssel, der mit Widerhaken versehen ist, einmal festgesaugt, ist es schwierig die Zecke von der Katze zu entfernen. Oft bleibt das Mundwerkzeug in der Haut stecken und verursacht Juckreiz, Entzündungen bis hin zu Vereiterungen und Abszesse.

übertragen. 

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Zeckenparalyse bei Katzen

Die Zeckensaison beginnt im Frühjahr (ab ca. Februar) bis in den Herbst (Oktober) hinein. Das Speichelsekret vieler Zecken, zu denen auch Schildzecken und die Braune Hundezecke gehören, enthält Nervengifte, um das Gewebe beim Zeckenstich zu betäuben. In manchen Fällen, die von der Zeckenart aber auch von Zustand und Immunsystems des Opfers abhängen, kann das Nervengift eine lähmende Wirkung haben und zur Paralyse führen. Es ist nicht bekannt, welche Faktoren die Ausbildung giftigen Zeckenspeichels beeinflussen.Die Symptome beginnen meist erst einige Tage, nachdem die Zecke sich festgebissen hat. Zunächst kommt es zu einer allgemeinen Schlaffheit, die in eine Lähmung der hinteren Gliedmaßen übergeht. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage folgt die komplette Lähmung der Beine. Setzt eine Lähmung der Atemmuskulatur ein, die durch ernste Atembeschwerden deutlich wird, kann innerhalb weniger Tage der Tod eintreten.

Behandlung und Vorbeugung der Zeckenparalyse bei Katzen

Ein Zeckenstich ist kein akuter Notfall. Die Symptome bessern sich meist schnell, wenn die giftige Zecke entdeckt und entfernt wird. Es gibt verschiedene Zeckenzangen. Als Prophylaxe gilt nach dem täglichen Freigang der Katze diese gründlich nach Zecken abzusuchen. Leider sind im Fell eine voll gesogene Zecke oder die kleinen Larven und Nymphen (die auch in dem Stadium fürs Tier gefährlich werden kann) leicht zu übersehen. Mit einer Zeckenzange oder einer speziellen Schlinge kann man mühelos die Zecke mit Kopf entfernen.

Zur Vorbeugung des Zeckenbefalls gibt es Antiparasitika in Ampullenform, die in regelmäßigen Abständen aufs Fell aufgetragen werden.
Weiter gibt es spezielle und vor allem wirkungsvolle Halsbänder, die es nicht im Zoofachhandel gibt. Diese Bänder bieten der der Katze über ein halbes Jahr Schutz gegen Zecken. Beide Präparate schützen gleichzeitig die Katze - und auch den Mensch - vor Flöhen.

Teebaumöl oder andere ätherische Öle sind wirkungslos, da Zecken nur auf Körperwärme und nicht auf Gerüche reagieren!! Katzen können sogar daran sterben.
Bitte die Zecken nicht mit Öl, Alkohol, Nagellack oder Klebstoff behandeln. Das bewirkt nur, dass die Zecke Ihren Speichel in die Katze abgibt!
Bitte die Zecke nicht herausdrehen, verwenden Sie spezielles „Werkzeug“ wie Schlinge oder Zeckenzange etc.

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