Artgerechte Haltung der Geckos

Artgerechte Haltung von Geckos

Geckos sind sehr gierige Fresser, die in der freien Natur schnell auch mal eine kleinere Echse verschlingen. Im Terrarium sollte man allerdings kleine Insekten, Grillen, Heuschrecken oder Käferlarven füttern. Das Futter sollte vor der Fütterung mit einer Vitamin-Kalk-Mischung bestäubt werden, denn gerade trächtige Weibchen oder auch Jungtiere benötigen sehr viele Mineralien. Bei guter Fütterung können Geckos sehr schnell wachsen, da Jungtiere das Futter schon im Wachstum umsetzen.

Darum sollten Jungtiere einmal wöchentlich ein Fastentag eingelegt bekommen. Frisches Wasser sollte den Tieren täglich zur Verfügung stehen.  Die beste Möglichkeit, Gecko Krankheiten zu vermeiden, besteht darin, dem Gecko eine artgerechte Haltung zukommen zu lassen. Leider gibt es nur wenig Tierärzte, die sich mit Geckos auskennen und entsprechend schwierig gestaltet sich eine Behandlung. 

 

Krankheiten der Geckos

Augenentzündungen bei Geckos

Augenentzündungen bei Geckos entstehen meistens durch Infektionen, bei denen zu kalte Haltung oder Zugluft die Ursache ist. Die Augen schwellen dabei in der Regel an und sind gerötet oder sogar verklebt. Mit Wärme und einer antibiotischen Augensalbe kann man die Tiere behandeln.

 

Krankheiten der Geckos durch Bakterien: 

  • Pseudomonas spec. und Aeromonas spec. Diese Bakterien kommen in feuchtem Milieu vor. Bei Reptilien sind sie regelmäßig an Infektionen des Magen-Darm-Traktes und Harnwegsinfektionen aber auch an Wundinfektionen, Pneumonien und Septikämien beteiligt. Da eine große Antibiotika Resistenz besteht, gestaltet sich die Therapie erkrankter Reeptilien oft schwierig.
  • Enterobacteriaceae Für einige Krankheitsbilder der Reptilien sind auch die Vertreter der Enterobacteriaceae verantwortlich, hierbei kommen die klassischen Salmonella und Escherichia coli und Klebsiellen, Proteus und Enterobacter vor.
  • Staphylokokken und Streptokokken stellen einen wichtigen Anteil der physiologischen Keimflora dar. Dennoch gelten einige Keimarten ebenfalls als fakultativ pathogen wie z.B. Staphylococcus aureus, der einerseits Haut und Schleimhäute besiedelt aber auch eitrige Entzündungen in sämtlichen Organen der Reptilien verursachen kann. Da bei kranken und gesunden Tieren häufig  die selben Keimarten auftreten, ist eine Befundinterpretation schwierig. Durch eine Kotprobe kann ein Bakterienfall sehr schnell nachgewiesen werden. Die Diagnostik der bakteriellen Infektionen stellt in der Reptilienmedizin besondere Ansprüche an das Labor und an den untersuchenden Tierarzt, da Reptilien adaptierten Keime kryophil nur bei 28 C wachsen. Der Tierarzt untersucht die Probe im Labor und macht anschließend einen Behandlungsvorschlag. Um bakteriellen Infektionen vorzubeugen, sollten Sie die „Hygiene des Terrariums“ optimieren und die Keimbelastung im Terrarium senken. Zusätzlich sollten die Haltungsbedingungen im Terrarium optimiert werden, um durch das Wohlbefinden der Reptilien eine Stärkung des Immunsystems zu bewirken.

 

Lungenentzündungen bei Geckos

Lungenentzündungen bei Geckos kommen meistens durch zu kalte Haltung bzw. Zugluft. Eine Lungenentzündung äußert sich durch erschwertes Atmen. Eine Infrarotbestrahlung (unebdingt unter Beaufsichtigung) sowie die Zugabe von Antibiotika können helfen.

 

Magen- und Darmerkrankungen bei Geckos

Magen- und Darmerkrankungen am Gecko erkennen Sie an der Futterverweigerung oder Herauswürgen des Futters sowie stinkendem, breiigenr Kot Ihres Geckos. In einer Verdünnung von 50 mg/ kg Körpergewicht sollten Sie Ihren Geckos 10 Tage lang Chloromycetin verabreichen. Eine weitere Möglichkeit ist die Zugabe von Sulmet (R) (6,5 g/ Liter) in das Trinkwasser der Geckos.

 

Verfettung des Geckos

Bekommen Geckos die falsche Fütterung oder ein Überangebot an Nahrung, kann es schnell zur Verfettung kommen. Diese kann für den Gecko tödlich enden. Sobald eine Verfettung entdeckt wird, hilft nur, die Futtermenge bzw. das Futter entsprechend anzupassen. 

 

Häutungsprobleme der Geckos

Bei einer zu trockenen Haltung kann der Gecko Häutungsprobleme bekommen. Indem man die Luftfeuchtigkeit im Terrarium erhöht, kann man das Problem aber relativ schnell in den Griff bekommen. Als Halter sollte man darauf achten, dass sich Geckos vor allem im Bereich der Zehen gut häuten. Wenn dies nicht passiert, können sich die Zehen abschnüren und dann absterben. Keine Probleme bei der Häutung gibt es dann, wenn sich zwei Tage danach keine alte Haut mehr am Gecko befindet. Ansonsten sollte man den Gecko in lauwarmem Wasser baden und die Hautreste selbst entfernen. 

 

Milbenbefall des Geckos

Wenn Sie bei Ihrem Gecko zwischen den Schuppen (vorwiegend im Bereich der Augen, Ohren und Achseln) rote, ein bis zwei Millimeter große Milben entdecken, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann einem ein Mittel gegen Milben verschreiben. Wichtig ist dann, nicht nur den Gecko, sondern auch seine Einrichtungsgegenstände zu behandeln. Entstehen können Milben durch Tiere aus dem Zoohandel, Einrichtungsgegenstände aus der Natur, Futter oder schlechte Haltung.

 

Würmer bei den Geckos

Meistens werden Würmer über das Futter oder neue Tiere weitergegeben. Im Kot lassen sie sich relativ schnell entdecken. Die Heilungschancen sind hier sehr gut. Vom Tierarzt bekommt man ein Mittel verschrieben, außerdem muss man das Terrarium und die Einrichtungsgegenstände reinigen und gut desinfizieren.

 

Wunden des Geckos

Normalerweise können Hautverletzungen beim Gecko von selbst wieder abheilen. Als Halter muss man aber darauf achten, dass sich kein Dreck in der Wunde einnistet. Die Heilung unterstützen kann ein dünnes Bestreichen der Wunde mit Bepanthen. Wenn eine Wunde aber schon länger besteht und nicht abheilen will, sollte ebenso ein Tierarzt aufgesucht werden wie bei großen Wunden. 

 

Verdauungsprobleme bei einem Gecko

Verdauungsprobleme beim Gecko sind meistens auf eine schlechte Ernährung zurückzuführen. Wenn es zu Durchfall oder Erbrechen kommt, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Hat der Gecko Sand gefressen, hilft in der Regel schon ein Bad in lauwarmem Wasser und eine leichte Bauchmassage. 

 

Mangelerscheinungen beim Gecko

Wird der Gecko unzureichend mit Vitaminen oder Kalzium versorgt, können Mangelerscheinungen, wie zum Beispiel Rachitis, auftreten. In diesem Fall sollte man die Ursache ausfindig machen und beseitigen. Wenn man dies nicht tut, können sich die Knochen des Geckos verformen, besonders dann, wenn er sich noch im Wachstum befindet. Am besten ist, man bestäubt Futtertiere ein Mal in der Woche mit einem Vitamin- und Kalziumpulver und gibt dem Gecko eine zerkleinerte Sepaischale in einer Schüssel ins Terrarium.

Haben Sie noch weitere praktische Hinweise zur Haltung der Geckos? Dann bereits jetzt DANKE SCHÖN für Ihren Beitrag... ;-)

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