Krankheiten der Echsen

Die beste Gesundheitsvorsorge für Echsen ist die artgerechte Haltung 

Lebensraum, Lichtverhältnisse, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Futter der exotischen Echsen im Terrarium sollten - den Verhältnissen der jeweiligen Echsenart entsprechend - ihrer Lebensform "in freier Natur" angepasst werden. Wenn Ihre Echse trotzdem einmal erkrankt sein sollte, erkennen Sie es häufig durch das veränderte Aussehen und/oder Verhalten der Echse. Sobald Sie eine Erkrankung bei Ihrer Echse vermuten, sollten Sie die Echse vorsorglich in Quarantäne

schicken. Die Krankenstation - separate Unterbringung - gewährt der Echse die notwendige Ruhe, schützt andere Mitbewohner vor Ansteckungsgefahren und die Echse vor Biss-Attacken der Mitbewohner. Besuchen Sie mit der betreffenden Echse möglichst einen Tierarzt, der Erfahrungen mit Echsen, bzw. Reptilien oder Amphibien hat. Leider gehört die Behandlung von Reptilien noch nicht überall zur tiermedizinischen Grund-Ausbildung. Wenn Sie keinen spezialisierten Tierarzt finden, hat  jeder normale Tierarzt / Veterinär auf jeden Fall umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit Tieren und kann eine Diagnose stellen, Ihnen zeigen welche Behandlung Sie an Ihrer Echse durchführen sollten, welche Medikamente die Echse benötigt und diese auch verschreiben. Chirurgische Eingriffe und Injektionen nimmt selbstverständlich jeder Tierarzt an der Echse vor. 

 
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Eingeweidegicht der Echsen

Ablagerungen harnsaurer Salze, die an allen Organen der Echse möglich sind, können zu Schalen um Herz und Lunge führen. Die Funktionalitaät der Organe der Echse können hierdurch so weit eingeschränkt werden, daß die betroffene Echse stirbt.

Sie erkennen die Eingeweidegicht am Ruckartigen Öffnen und Sperren des Mauls, ähnlich wie bei der Lungenentzündung, aber ohne Bläschenbildung.

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Äußere Verletzungen der Echse

Bisswunden, abgebrochener Schwanz oder abgequetschte Zehen der Echsen sollten, solange es nässende Wunden sind, mit  Antibiotika-Puder versorgt werden. Nachdem die Wundränder spröde werden, sollten Sie Antibiotika-Salbe auftragen. Bitte Keine Pflaster oder Verbände anbringen. Verwundete Echsen in einem möglichst sterilen Quarantäne-Terrarium unterbringen.

 
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Häutungsschwierigkeiten der Echsen

Häutungs- Schwierigkeiten der Echsen können durch Haltungsfehler, Störung des Allgemeinbefindens, Befall von Außenparasiten und durch Vitaminmangel verursacht werden. Bei anormal häufigen Häutungen der Echsen besteht Erschöpfungsgefahr, deren Ursache aufgrund eines Überangebotes von Vitaminpräparaten hervorgerufen worden sein. Überprüfen Sie bitte die Haltungsbedingungen und vor allem die klimatischen Voraussetzungen und erhöhen oder verringern Sie die Fütterung von Vitaminpräparaten.

 
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Augenlidschwellung der Echsen

Mangel an Vitamin A, aber auch Entzündung des Auges oder Umgebung des Auges können Augenlid- Schwellungen bei Echsen verursachen. Bitte überprüfen Sie als erstes die Intensität der eventuell eingesetzten UV-Strahler. Bitte reinigen Sie verklebte Augen der Echsen mit sterilen Augentropfen. Täglich Refobacin Augensalbe oder ein ähnliches Präparat auf das geöffnete Auge streichen. Außerdem einmal wöchentlich einen Tropfen Arovit => pro 100g Körpergewicht und dreimal wöchentlich einen Tropfen eines Multivitamin-Präparates pro 100 g Körpergewicht jeweils oral verabreichen.

 
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Kiefervereiterung, Maulfäule bei Echsen

Aus den Luftwegen oder aus dem Verdauungstrakt hochgewürgter Schleim kann die Schleimhäute des Maules reizen. Vitaminmangel und Verletzungen können zu Kiefervereiterungen führen. Sie erkennen es an Ablagerung von zähem Schleim, punktuelle Abszesse, großflächige Nekrosen (Gewebezerfall) am Kiefer und in der Mundhöhle.

Reinigen Sie das Maul der Echse bitte mit Kamillosan. Bei Vereiterung des Kiefers Aureomycin Dentalpaste täglich bis zur Heilung auftragen. Ist nach einer Woche noch keine Besserung eingetreten, eine Dentalpaste mit anderem Wirkstoff anwenden. Die tägliche, orale Verabreichung von Multivitamin (1 ml pro kg Körpergewicht) unterstützt die Behandlung. Ist keine Vereiterung zu erkennen, sollten Sie die Echse genau beobachten. Schleimansammlungen im Maul können auf eine Lungenentzündung (unten) oder eine Darmerkrankung hinweisen. Empfehlenswert ist es, die UV-Bestrahlung zu intensivieren und ein Multivitaminpräparat (1 ml pro kg Körpergewicht) zu verabreichen. Alle Manipulationen am Kiefer müssen besonders vorsichtig durchgeführt werden, weil ein durch die Eiterung geschwächter Kiefer leicht bricht und die Echse dann keine Nahrung mehr aufnehmen kann.

 
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Hautnekrosen bei Echsen

Die Hautnekrosen treten häufig aufgrund einer Stoffwechselstörung durch mangelnde UV-Bestrahlung auf. Sie erkennen eine Hautnekrose durch Abszesse (Eiterherde) in der Haut. Der Tierarzt spaltet die Abszesse und reinigt die Wunden mit 3 prozentiger Wasserstoffperoxid-Lösung. Sie unterstützen diese Behandlung durch das Auftragen von antibiotikahaltiger Salbe oder Puder. Wenn nach einer Woche keine Besserung eintritt, muß das Antibiotika-Präparat gewechselt werden. Bitte achten Sie auf die vollwertige Zusammensetzung des Futters und ausreichender Vitaminversorgung und UV-Bestrahlung.

 
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Lungenentzündung bei Echsen

Eine Lungenentzündung bei Echsen ist eine durch Bakterien hervorgerufene Infektion, die durch ständig überhöhte Temperatur im Terrarium ohne Nachtabsenkung begünstigt wird. Sie erkennen eine Lungenentzündung der Echse an der erheblich verringerten Aktivität, Bläschen auf den Nasenlöchern, schaumiger Schleim im Maul, Niesen, ruckartiges Öffnen und Sperren des Mauls, meistens verbunden mit röchelnden Atemgeräuschen.

Die Behandlung erfolgt als sechs- bis zehntägige Antibiotika- oder Sulfonamid-Therapie. Täglich (60 bis 100 mg pro kg Körpergewicht) Terramycin oral oder die Hälfte der Menge intramuskulär verabreichen. Auch das Präparat Bayrena kann der Echse gegeben werden. Am ersten Tag (80 mg pro kg Körpergewicht) intramuskulär, an den folgenden vier Tagen jeweils (40 mg pro kg Körpergewicht). Außerdem ist es empfehlenswert, täglich Vitamine dem Futter zuzusetzen. Um ein Wiederaufflackern der Infektion auszuschließen, müssen die Medikamente noch zwei Tage nach Abklingen der Krankheitssymptome verabreicht werden. Zeigt ein Medikament während des genannten Zeitraums keinen Erfolg, sind die Erreger gegen das Mittel resistent, das Präparat muß dann gewechselt werden. 

 
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Zitterkrampf der Echsen

Wenn nur ein Tier am Zitterkrampf erkrankt, liegt wahrscheinlich eine individuelle Stoffwechselstörung vor, ansonsten kann eine generelle Unterversorgung mit Vitamin B Ursache vom Zitterkrampf sein. Sie erkennen einen Zitterkrampf der Echsen im Anfangsstadium nur als eine geringfügige Vibration der Echse. Im mittleren Stadium zittern die Gliedmaßen und der Schwanz, wenn die Echse sich gestört fühlt. Das kann bereits eintreten, wenn Sie an das Terrarium treten. Der Zitterkrampf ist nicht zu verwechseln mit dem »Winken« der Agamen bei der Balz. Wenn Sie das Tier in die Hand nehmen, spüren Sie die Vibration des Tierkörpers wenn es an Zitterkrampf leidet. Bei fortgeschrittenem Zitterkrampf liegt die Echse flach auf dem Boden, verweigert die Nahrung und läßt sich auf den Rücken legen, ohne sich wieder umzudrehen. In diesem Zustand ist die Echse kaum noch zu heilen. Am häufigsten leiden Leguane unter dem Zitterkrampf.

Die Behandlung der Echsen erfolgt durch das Einsetzen von hochdosiertem Vitamin B, wenn der Zitterkrampf rechtzeitig diagnostiziert wird. Der Tierarzt wird 3 bis 5 Tage täglich Betabion, 100mg pro kg Körpergewicht, intramuskulär in die Extremitäten injizieren. Er kann während dieser Zeit auch im täglichen Wechsel Injektion und die gleiche Menge Betabion-Tabletten der Echse verabreichen. Danach werden wechselweise bis zum völligen Abklingen der Symptome Betabion-Tabletten, 100mg pro kg Körpergewicht, und ein Multivitamin-Präparat, 1 ml pro kg Körpergewicht, verabreicht. 

 
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Ödematöse Schwellungen der Echsen

Sie erkennen die Ödematöse Schwellungen der Echse vor allem an den geschwollenen Gliedmaßen. Ödematöse Schwellungen sind oft Begleiterscheinungen des Zitterkrampfes. Die Behandlung ist wie bei Zitterkrampf; außerdem intensive Calciumgaben in Form von zerkleinertem Sepiaschulp. Die Behandlung dauert mindestens vier Wochen.


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Rachitis bei Echsen

Unzulängliche Kalkeinlagerungen im Knochengerüst der Echse durch mangelndes Calcium oder Vitamin D Angebot, zu geringe UV-Bestrahlung, unnütz beschleunigtes Wachstum durch überhöhte Temperaturen oder ständiges Futterangebot ohne zwischenzeitliche Bewegung (Mästen) können die Rachitis bei Echsen verursachen. Meistens weisen nicht alle Tiere rachitische Mängel aus, es können also bei den erkrankten Echsen individuelle Störungen vorliegen.

Krankheitszeichen: Verkrümmungen der Wirbelsäule, der Gliedmaßen und des Schwanzes sowie Deformationen der Kiefer. Tritt vor allem in der Wachstumsphase auf.
Überprfen Sie bitte die o.g. Bedingungen nach möglichen Ursachen. Abzuraten ist von einer intensiven Versorgung mit Vitamin D, da eine Überdosierung leicht möglich ist. Hilfreich ist ein Multivitamin Präparat, 1 ml pro kg Körpergewicht, in täglichem Wechsel mit Biocalan, 0,5 ml pro kg Körpergewicht, eine Woche lang oral verabreicht. In der zweiten Woche die Hälfte, in der dritten Woche ein Viertel der angegebenen Mengen verabreichen. Außerdem intensive Calciumgaben.

 
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Entzündungen im Verdauungstrakt der Echsen

Sie erkennen Entzündungen im Verdauungstrakt der Echse an der erheblich verringerten Aktivität der Echse, eingeschränktem Appetit und breiigem, übelriechenden Kot.

Behandlung: Durch vorausgegangene Kotuntersuchungen sollten Wurmerkrankungen und Amöhenruhr ausgeschlossen worden sein. Liegen keine Kotbefunde vor, muß sofort eine Behandlung eingeleitet werden, weil sonst wertvolle Zeit verloren ginge. Die Therapie ist wie bei der Lungenentzündung.

 
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Hautmykosen bei Echsen

Verschiedene Hautpilze, deren Verbreitung durch ungünstige Klimaverhältnisse, (meistens durch zu niedrige Temperatur bei zu hoher Luftfeuchtigkeit), begünstigt werden, rufen Hautmykosen bei den Echsen hervor. Sie erkennen es an unterschiedlich große, flächige Hautveränderungen ohne Eiterbildung.

Die Behandlung ist schwierig, da sich das Pilzmyzel in den tieferen Gewebeschichten schon weit verbreitet hat, bevor es auf der Haut der Echse sichtbar wird. Außerdem haben viele Mykosen ein ähnliches Erscheinungsbild, so daß oft nicht auf Anhieb das richtige Medikament gefunden wird.

 
Therapie der Echsen mit pilztötenden Präparaten

  • Myko-jellin
  • Travogen
  • Asterol
  • Daktar

die Präparate wurden erfolgreich Echsen und anderen Reptilien eingesetzt, um Pilzerkrankungen zu behandeln. Die Behandlung dauert jedoch mindestens zwei Wochen, bevor Sie eine erste Reaktion bei den Echsen erkennen können. Bitte setzen Sie das Medikament nicht vorher ab, und wechseln Sie das Medikament nicht vor Ablauf der Zeit!

Achtung: Auf keinen Fall Solutium castelani einsetzen, es wirkt in einer offenen Wunde giftig bei den Echsen.

 
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Darmvorfall bei Echsen

Ein Darmvorfall ist bei Echsen nur selten zu beobachten. Ein Darmvorfall wird wahrscheinlich durch harten, trockenen Kot hervorgerufen, der mit großer Kraftanstrengung herausgepreßt wird. Sie erkennen einen Darmvorfall bei Echsen an der deutlichen Veränderung der Kloake.

Wenn Sie den Darmvorfall rechtzeitig entdecken, kann der Tierarzt den ausgestülpten Darmabschnitt nach vorsichtiger Reinigung mit Kamillosan-Lösung mit Hilfe von Vaseline wieder zurückmassieren. Ein älterer Vorfall, der schon entzündliche Veränderungen aufweist, wird mit antibiotikahaltiger Salbe, die man täglich nachstreicht, zurückmassiert. Um dem labilen Darmabschnitt Halt zu geben, wird die Kloake mit einem Wattebausch verschlossen und mit Leukoplast verklebt um den Darm nicht zu beanspruchen, erhält das Tier zwei Wochen keine Nahrung.


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Penisvorfall der Echsen

Ein Penisvorfall ist bei Echsen äußerst selten. Sie erkennen einen Penisvorfall dadurch, dass der vorgestülpte Teil des Hemipenis meist so stark geschwollen ist, daß er nicht mehr in die Hemipenistasche paßt. Der Tierarzt wird versuchen, durch kühlende Salben die Schwellung zum Abklingen zu bringen und dann den Hemipenis zurückzumassieren. Gelingt das nicht, wird eine Amputation notwendig.

 
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Legenot der Echsen

Ursache der Legenot bei Echsen sind nicht sicher festzustellen. Störungen bei der Eiablage können Legenot zur Folge haben. Sie erkennen die Legenot bei dem Echsen-Weibchen am unförmig aufgetriebenem Leib. Eier, die deutlich als Erhebung unter der Haut wahrzunehmen oder zu ertasten sind oder vergebliches Pressen nach vorausgegangenem Graben.

Die Behandlung einer Legenot der Echsen erfolgt als intramuskuläre Injektionen mit dem wehenfördernden Medikament Oxytocin, 15 - 20 I. E. pro kg Körpergewicht. Tritt keine Besserung ein, müssen die Eier durch einen chirurgischen Eingriff ausgeräumt werden. Eier, die die Echse nicht ablegen kann, zersetzen sich in der Leibeshöhle; das Tier würde verenden.

 
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Amöbenruhr (Amöbendysenterie, Amöbiasis) bei Echsen

Diese Krankheit wird hervorgerufen durch Infektionen mit Amöben. Eine Echse, die nicht genügend lange in Quarantäne war und dann in das Haltungsterrarium eingebracht wird, kann die Infektion einschleppen. Eine Übertragung ist auch möglich durch den Pfleger (Hände, nicht desinfizierte Geräte und Werkzeuge, also mangelnde Hygiene) oder durch entwichene Futterinsekten. Außerdem ist bei gemeinsamer Haltung von Schildkröten und Echsen eine Übertragung möglich durch Belecken oder Fressen des Schildkrötenkotes oder durch Baden oder Trinken aus einem Schildkrötengewässer.

Krankheitszeichen: Nachzuweisen sind Amöben nur in ganz frischem Kot. Ein Nachweis der Amöben ist auch bei der Sektion eines verendeten Tieres möglich, da die krankhaften Veränderungen vor allem des Enddarms und der Leber typisch sind.
Behandlung: Wird durch eine Kotprobe oder Sektion Amöbenruhr diagnostiziert, müssen sowohl die erkrankte Echse als auch alle Tiere, die mit ihr in Berührung gekommen sind, sofort behandelt werden. Die Therapie ist aufwendig, aber die bisher einzig wirksame. Während der Behandlung verendende Echsen sterben mit Sicherheit an der Amöbenruhr, und nicht aufgrund der therapeutischen Maßnahmen. Am ersten Behandlungstag wird Clont 300 mg pro kg Körpergewicht oral verabreicht, vom zweiten bis sechsten Tag Terramycin 150 mg pro kg Körpergewicht oral, am siebten Tag Clont 300 mg pro kg Körpergewicht oral, vom achten bis zwölften Tag Terramycin 150 mg pro kg Körpergewicht oral und am dreizehnten Tag abschließend nochmals Clont 300 mg pro kg Körpergewicht oral. Während der Behandlungszeit sollte nicht gefüttert werden, um den Darmtrakt zu entlasten. Empfehlenswert sind jedoch tägliche Multivitamin-Gaben von 1 ml pro kg Körpergewicht. Nach Abschluß der Behandlung sollten zur Kontrolle regelmäßige Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Außerdem dürfen die Echsen eines möglicherweise infizierten Bestandes ein halbes Jahr lang nach der Behandlung nicht mit anderen Tieren vergesellschaftet werden.

 
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