Artgerechte Haltung der Land-Schildkröten

Gesunde und artgerechte Haltung der Schildkröten

Die Haltungsbedingungen der Schildkröten sollten dem natürlichen Lebensraum angepasst werden. Die normalen Lebensweisen, Temperaturen der ursprünglichen Herkunftsländer, Lichtverhältnisse, Luftfeuchtigkeit und Ernährungs-Ansprüche sind von Schildkröten- Art zu Schildkröten- Art total unterschiedlich. Wichtige Parameter für eine artgerechte Haltung der Schildkröten sind Temperaturen, Lichtverhältnisse, Licht-Zeitmanagement, Vergesellschaftung, Fütterung, Überwinterung, Parasiten-Schutz, etc.

Viele Schildkröten-Arten können im Terrarium gehalten werden, andere Schildkröten-Arten – besonders europäische Arten, wie die Griechische Landschildkröte - benötigen ein Freigehege. Schildkröten brauchen für ein artgerechtes, gesundes Leben grundsätzlich viel Platz. Achten Sie bitte unbedingt auf die Mindest- Größe des Terrariums der jeweiligen Schildkröten-Art, das richtige Substrat und gute Lampen zur Beleuchtung, sowie ein umfangreiches, abwechslungsreiches, gesundes Nahrungsangebot.

Schildkröten leben mit den unterschiedlichsten Temperaturen, Sonnen-Intensivität, Sonnenstunden sowie eventuell mit Regenzeiten im natürlichen Habitat. Schildkröten sind wie alle Reptilien wechselwarme Tiere, die auf Wärme von externen Quellen angewiesen sind. Ihre bevorzugte Stoffwechsel-Temperatur liegt bei 35 °C. Sie benötigen daher für die Haltung der Schildkrötenn unterschiedliche Temperaturzonen, also eine gute Lampe für die ausreichende Grundbeleuchtung, eine Wärme- und eine UV-Lampe (mit hohem UV-B-Anteil).

 

Lebensraum der Schildkröten

Einige Schildkröten-Arten sollten als Einzelgänger, einige Schildkröten sollten in einer homogenen Gruppe gehalten werden. Die Schildkröten, die unbedingt ein Freigehege zur artgerechten Haltung benötigen, sind auf den jahreszeitlichen Rhythmus, die Temperaturabsenkung in der Nacht und kühlere Temperaturen dringend gerade zum Herbst/Winter zur Vorbereitung der Winterstarre angewiesen. Ein ständiger Wechsel zwischen Garten und Terrarium bedeutet für die Schildkröten purer Stress. Um Reibereien unter den Schildkröten zu vermeiden, benötigt jede Schildkröte ihren Freiraum und eigene Schlaf- und Versteck-Möglichkeiten. Besonders in der Paarungszeit ist dies für Schildkröten- Weibchen sehr, sehr wichtig, lieber mehr als zuwenig Platz!

Die Winterstarre gehört zum natürlichen Lebens- Zyklus vieler Schildkröten-Arten. Während der Wintermonate kommt der Stoffwechsel einer Schildkröte zum Erliegen, sie verbraucht kaum Energie und nimmt kein Futter oder Wasser zu sich. Das ist für eine gesunde Entwicklung der Schildkröten sehr wichtig.

 

Schildkröten- Fütterung

Je nach Schildkröten- Art gibt es unterschiedliche Ansprüche an das Futter. Bitte informieren Sie sich hier ausführlich. Schildkröten sollten nicht mit Salat, Gemüse, Obst, Küchenabfällen, Brötchen, Katzen- oder Hundefutter gefüttert werden um Organschäden an der Schildkröte zu vermeiden. Einige Schildkröten-Arten werden sehr groß und einige Wasserschildkröten und viele Landschildkröten erreichen bei guter Pflege ein Alter von 25 bis 50 Jahren, das sollten Sie bei der Anschaffung von Schildkröten unbedingt bedenken. Die nachfolgenden Empfehlungen gelten für die Pflege einer adulten Schildkröte. Auch darüber können Sie sich hier informieren. 

 

Gruppen- Haltung der Land-Schildkröten

Einige Schildkröten-Arten sind für die Gruppenhaltung ungeeignet. Schildkröten sollten jedoch grundsätzlich nach Schildkröten- Art-, Alters- und Geschlechter passend zusammengesetzt werden. Bitte halten Sie keine verschiedenen Schildkröten-Arten oder Unterarten zusammen, da die Schildkröten unterschiedliche Haltungsanforderungen stellen, unterschiedliches soziales Verhalten und spezielle Aktivitätszeiten haben.

Schildkröten-Schlüpflinge oder Jungtiere sollten nicht zusammen mit adulten Schildkröten gehalten werden. Achten Sie bitte auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Da Schildkröten-Männchen sehr fortpflanzungsfreudig sind, kann das bei Schildkröten-Weibchen zu Stress und Verletzungen führen. Ein Schildkröten- Männchen sollte mit mindestens drei bis vier Schildkröten- Weibchen gehalten werden. Reine Schildkröten-Männer-Haltung funktioniert kaum.

 

Schildkröten-Ansprüche im Terrarium

Terrarien-Größe werden Folgendermaßen berechnet:  

Länge des Terrariums: der Panzerbreite (PL) x vorgegebene Zahl

Breite des Terrariums: ½ der errechneten Länge

Der benötigte Wasserstand: Panzerbreite (PL) x vorgegebene Zahl

Schildkröten-Gattung

PL = Panzerlänge 

Gruppen-
charakteristik

Strahlungs-
wärme

ca. ° C

Ernährung 

Soziale
Zusammensetzung

Terrarien-
größe

Wasserstand

Über-

winterung

Carettochelys insculpta
Neuguinea-Weichschildkröte
(40 - 50 cm)

C

keine

vegetarisch
alles

Paar

5

2

-

Chelodina spec.
Austr. Schlangenhalsschildkröten
(15 - 50 cm)

E

30° 

animalisch

Gruppe

5

2

-

Cheloniidae
Meeresschildkröten**
(bis 100 cm)

C

keine

alles

Gruppe

10
20

2

-

Chelydra serpentina
Schnappschildkröte (45 cm)

B

keine

animalisch

einzeln

3

2

eventuell

Chelus fimbriata
Fransenschildkröte (50 cm)

-

keine

ausschließlich Fisch

Gruppe

3

2

-

Chersina angulata

H

45° 

vegetarisch

Paar

8

-

-

Chinemys spec.
China-Sumpfschildkröten*

D

30° 

animalisch

Gruppe

5

2

-

Chrysemis picta
Zierschildkröte**

D

30° 

animalisch

Gruppe

5

2

empfehlens-
wert

Claudius angustatus
Großkopf-Schlammschildkröte

A

keine

animalisch

einzeln /Gruppe

3

2

-

Clemmys guttata
Tropfenschildkröte**

D

30° 

animalisch

Paar

4

1

eventuell

Clemmys insculpta
Waldbachschildkröte

F

30° 

alles

Paar / Gruppe

6

1

eventuell

Cuora amboinensis
Amboina-Scharnierschildkröte*

D

30° 

alles

Paar / Gruppe

4

2

-

Cuora flavomarginata
Gelbrand-Scharnierschildkröte*

F

30° 

alles

Gruppe

4

Wasserschale

-

Cuora galbinifrons
Vietnam-Scharnierschildkröte**

F

30° 

alles

Paar / Gruppe

4

Wasserschale

-

Cuora trifasciata
Dreistreifen-Scharnierschildkröte

D

30° 

alles

Paar

4

2

eventuell

Cyclemys dentata
Malayische Dornschildkröte*

D

30° 

animalisch

Gruppe

4

2

-

Dermochelys coriacea
Lederschildkröte
(200 cm)

wegen ihrer speziellen Ernährung (Quallen) ist die Haltung grundsätzlich abzulehnen

Elseya spec.
Elseya-Schildkröten
(20 - 40 cm)

E

30° 

animalisch

einzeln/ Paar

5

2

-

Emydura spec.
Spitzkopf-Schildkröten*

D/E

30° 

animalisch

Paar / Gruppe

5

2

-

Emys orbicularis
Europäische Sumpfschildkröte

D

30° 

animalisch

Paar  / Gruppe

5

2

empfehlens-
wert

Geochelone carbonaria
Köhlerschildkröte
(40 cm)

H/I

45° 

vegetarisch
gemischt

Gruppe

8

Wasserschale

-

Geochelone chilensis
Argentinische Landschildkröte**

H

45° 

vegetarisch

Gruppe

8

-

-

Geochelone denticulata
Waldschildkröte**
(60 cm)

I

45° 

vegetarisch
gemischt

Gruppe

8

Wasserschale

-

Geochelone elegans
Sternschildkröte**

H

45° 

vegetarisch

Gruppe

8

-

-

Geochelone nigra und gigantea
Elefantenschildkröte
Riesenschildkröte
(120 cm)

H

45° 

vegetarisch

Gruppe

8

-

-

Geochelone pardalis (40 cm)

H

45

vegetarisch

Gruppe

8

-

-

Geochelone radiata
Strahlenschildkröte
(40 cm)

H

45° 

vegetarisch

Gruppe

8

-

-

Geochelone sulcata
Spornschildkröte 
(80 cm)

H

45° 

vegetarisch

Gruppe

8

-

-

Geoemyda spengleri
Zackenerdschildkröte

F

keine

animalisch

einzeln
Paar

4

Wasserschale

-

               

Graptemys spec.
Höckerschildkröten

D

30° 

animalisch

Gruppe

5

2

eventuell

Homopus spec.**

H

45° 

vegetarisch

Gruppe

4

-

-

Indotestudo elongata
Gelbkopf-Landschildkröte

H/I

45° 

vegetarisch

Gruppe

8

-

-

Kachuga spec.
Asiatische Dachschildkröten

D

30° 

alles

Gruppe

5

2

-

Kinixys spec.
Gelenkschildkröten**

H/I

45° 

alles

Gruppe

8

Wasserschale

-

Kinosternon spec.
(inkl. Sternotherus) Schlammschildkröten*

A

-

animalisch

einzeln / Gruppe

3

2

-

Macroclemys temminckii
Geierschildkröte
(60 cm)

B

keine

animalisch

einzeln

3

2

eventuell

Malacochersus tornieri
Spaltenschildkröte**

H/ Spalten als Versteck erforderlich

30° 

vegetarisch

Paar

3

-

-

Manouria spec.
Indische Landschildkröten**
(60 cm)

I

30° 

vegetarisch

Gruppe

6

Wasserschale

-

Mauremys spec.
Altwelt-Wasserschildkröten*

D

30° 

animalisch

Paar / Gruppe

5

2

eventuell

Melanochelys spec.
Dunkle Erdschildkröten

D

30° 

animalisch

Gruppe

4

2

-

Ocadia sinensis
Chinesische Streifenschildkröte

D

30° 

animalisch

Gruppe

5

2

-

Pelusios spec.
Klappbrust-Pelomedusenschildkröte*

E

30° 

animalisch

einzeln / Gruppe

4

2

-

Phrynops spec.
Froschkopf-Schildkröten* (20 - 50)

E

30° 

animalisch

einzeln / Gruppe

5

2

-

Platemys spec.
Plattschildkröten
(inkl. Acanthochelys)

D

30° 

animalisch

Paar
Gruppe

4

2

-

Platysternon megacephalum
Großkopfschildkröte

A

30° 

animalisch

einzeln

3

1

-

Podocnemis spec.
Schienenschildkröten** (25 - 80 cm)

D/E

30° 

alles

einzeln
Paar
Gruppe

5

2

-

Psammobates spec.**

H

45° 

vegetarisch

Gruppe

4

-

-

Pseudemys spec.
Amer. Schmuckschildkröten*
(25 - 40)

D/E

30° 

alles

Gruppe

5

2

-

Pyxis spec.**

H

45° 

vegetarisch

Gruppe

4

-

-

Rhinoclemmys spec.
Amerikanische Erdschildkröten

D/F

30° 

alles

Gruppe

5

1

-

Sacalia bealei
Pfauenaugen-Wasserschildkröte

D

30° 

animalisch

Gruppe

4

2

-

Siebenrockiella crassicollis
Dickkopf-Schildkröte*

D

30° 

animalisch

Gruppe

4

2

-

Staurotypus spec.
Kreuzbrustschildkröten
(20 - 30 cm)

B

-

animalisch

einzeln

3

2

-

Terrapene carolina
Carolina-Dosenschildkröte

F

30° 

alles

einzeln/Paar/Gruppe

5

Wasserschale

empfehlens-
wert

Terrapene ornata S

Schmuck-Dosenschildkröte

F

45° 

animalisch

einzeln/Paar/Gruppe

 

5

-

empfehlens-
wert

Testudo graeca
(afr. Formen der
Maurischen Landschildkröte)**

H

45

vegetarisch

Gruppe

8

-

eventuell

Testudo graeca
(europ.,vorderasiat.
Maurische Landschildkröten

G

45

vegetarisch

Gruppe

8

-

ja

Testudo hermanni
Griechische Landschildkröte

G

45

vegetarisch

Gruppe

8

-

ja

Testudo horsfieldi
Vierzehen-Steppenschildkröte**

H

45

vegetarisch

Gruppe

8

-

ja

Testudo marginata
Breitrandschildkröte

G/H

45

vegetarisch

Gruppe

8

-

ja

Trachemys spec.
Amer. Schmuckschildkröten*
(20 - 40 cm)

D/E

30

alles

Gruppe

5

2

nordamerik. Arten empfehlens-
wert; mittel- und
südamerik. Arten keinesfalls

Trionchydae Weichschildkröten
(30 - 150 cm)

C

30

animalisch

einzeln/Paar/Gruppe

5

2

eventuell

Die Angaben zur Terrarium-Größe, Strahlungswärme, Ernährung, Infrastruktur/ Lebensraum, und Gruppenzusammensetzung der Schildkröten sind einzuhalten. 

Die Gruppencharakteristik der Schildkröten

Die Schildkröten wurden bezüglich ähnlicher Haltungsansprüche nach Gattungen und Schildkröten-Arten zu nachfolgenden Gruppen zusammengefasst:

A => Kleinbleibende (bis ca. 15 cm PL), überwiegend stark aquatile Schildkröten-Arten, die nur gelegentlich den Landteil aufsuchen

  • besonders die Männchen sind aggressiv, so dass Sichtbarrieren und Unterwasserverstecke notwendig sind

B => mittelgroße bis große (bis ca. 50 PL) bewegungsaktive aquatile Schildkröten-Arten, die nur zur Eiablage den Landteil aufsuchen

  • wenig bewegungsaktiv, die Schildkröten lauern auf ihre Beute
  • ein mit Wurzeln der Steinen gegliederter Lebensraum wird empfohlen
  • auf Grund ihrer Aggressivität auch gegenüber fremden Arten ist eine Einzelhaltung in der Regel erforderlich

C => mittelgroße bis große (bis ca. 50 PL) bewegungsaktive aquatile Schildkröten-Arten, die nur zur Eiablage den Landteil aufsuchen

  • ein feinsandiger Bodengrund, in den sich die Tiere einwühlen können, ist notwendig
  • ein auf die Wasseroberfläche gerichteter Strahler wird empfohlen;
  • auf Grund der Aggressivität mancher Arten oder Individuen kann eine Einzelhaltung erforderlich sein

D => kleine bis mittelgroße (bis ca. 25 cm PL) aquatile Schildkröten-Arten, die regelmäßig den Landteil zum Sonnen und Abtrocknen aufsuchen

  • mit wenigen Ausnahmen lassen sich die Schildkröten-Arten vergesellschaften
  • die Schildkröten-Männchen einzelner Schildkröten-Arten sind untereinander unverträglich und attackieren auch andere Schildkröten-Arten, was dann eine Einzelhaltung erforderlich machen kann
  • eine Freilandhaltung im Sommer ist bei einigen Schildkröten-Arten möglich

E => große (bis ca. 45 PL) bewegungsaktive aquatile Schildkröten-Arten, die regelmäßig den Landteil aufsuchen, teilweise sind die Männchen untereinander unverträglich

F => kleine bis mittelgroße (bis ca. 20 cm PL) Sumpfschildkröten mit dominierender Landbindung

  • die Männchen sind teilweise unverträglich untereinander, auch die Vergesellschaftung verschiedener Schildkröten-Arten kann problematisch sein

G => Landschildkröten, für die eine überwiegende Freilandhaltung empfohlen wird

  • die Haltung in Räumen sollte zur Überwinterung und/oder bei ungünstiger Witterung durchgeführt werden
  • das Freiland-Gehege muss über Plätze zum Sonnen, ein Schutzhaus und Schatten-spendende Gewächse verfügen

H => Landschildkröten aus heißen Trockengebieten, für die eine Freilandhaltung nur in den Sommermonaten empfohlen werden kann

  • die Freianlage muss wie bei (G) ausgerüstet sein, das Schutzhaus sollte beheizbar sein

I => Landschildkröten aus heißem Klima mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit, die einen hohen Bedarf an Trinkwasser / Luftfeuchtigkeit unbedingt benötigen

  • bei diesen Schildkröten ist in Deutschland die Freilandhaltung UNMÖGLICH! 

 

Benötigte Strahlungswärme bei der Haltung von Schildkröten

Natürlicher Lichteinfall oder künstliche Beleuchtung sind für fast alle Schildkröten lebensnotwendig, um den Tieren den Tag-Nacht-Rhythmus und jahreszeitliche Schwankungen zwischen Kurztag und Langtag zu signalisieren und um Krankheiten bei den Schildkröten zu vermeiden. Im Aktivitätszeitraum der Schildkröten sollte die Tagestemperatur von Luft/Wasser für die meisten Schildkröten-Arten bei mindestens 23 Grad Celsius bis 26 Grad Celsius liegen.

Ruhephasen verbunden mit Lichtentzug und Temperaturabsenkung, im Extremfall Hibernation z. B. bei europäischen Landschildkröten, sind für viele Schildkröten-Arten eine wesentliche Voraussetzung für eine Reproduktion. Darüber hinaus hat lokale Strahlungswärme für viele Schildkröten eine hohe Bedeutung zur Erreichung einer optimalen Körpertemperatur.

 

Ernährung der der Schildkröten

Viele Schildkröten ernähren sich je nach dem jahreszeitlichen Angebot im Lebensraum und Lebensalter zeitweise mehr animalisch oder vegetarisch. Animalische Nahrung kann z. B. aus Wasserflöhen, Schnecken, Fischen, Mückenlarven, Würmern, Babymäusen, magerem Warmblüterfleisch sowie aus Schildkrötenpudding bestehen. Viele Schildkröten-Arten nehmen auch pflanzliche Nahrung an. Vegetarische Nahrung kann aus Grünpflanzen, Obst, Getreideprodukten u. a. bestehen, viele Schildkröten-Arten fressen auch animalische Nahrung.

 

Gruppenzusammensetzung der der Schildkröten

Bei manchen Schildkröten-Arten ist wegen Unverträglichkeit im Extremfall eine Einzelhaltung erforderlich; sie sind in der Tabelle durch "einzeln "gekennzeichnet. Bei der Bezeichnung "Paar" oder "Gruppe" ist eine gemeinsame Haltung meist möglich. Gegebenenfalls muss die Verträglichkeit unter Aufsicht getestet werden.

 

Terrariengröße für Schildkröten

Entsprechend dem Bewegungsdrang der Schildkröten wird in der Übersicht für die Länge ein Mehrfaches der PL des größten Tieres angegeben. Ist für aquatile Schildkröten ein Landteil über die Wasseroberfläche gebaut, so ist er der Grundfläche entsprechend zuzurechnen. Die Terrarien-Breite sollte ca. die Hälfte der Terrarien-Länge betragen. Für die dritte und vierte im Behälter gepflegte Schildkröte sollte zusätzlich mindestens 10 % mehr Grundfläche zur Verfügung stehen.

 

Wasserstand

Die Höhe des Wasserstandes wird im Verhältnis zur Panzer-Breite angegeben. Bei Landschildkröten aus Trockengebieten (Gruppen G und H) kann auf eine Wasserschale verzichtet werden, gelegentliches Baden der Tiere wird empfohlen. Für Landschildkröten aus Feuchtgebieten ist eine Wasserschale erforderlich.

 

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